Temperatur/Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,7 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 18,4 °C). Es gab 24 warme Tage (normal 23), 17 Sommertage (normal 12) und 12 heiße Tage (normal 3). Besonders auffällig ist die hohe Anzahl an Hitzetagen (≥ 30 °C): Mit 9 bis 10 Hitzetagen wurde das langjährige Mittel (3,2 Tage) bereits massiv überschritten.
Das Tagesmaximum von 38,1 °C wurde am 27.6. um 15:46 Uhr erreicht, die Minimaltemperatur betrug 8,6 °C am 16.6 um 4:35 Uhr.
Trotz der großen Hitze gab es bisher 3 Sturmtage und 4 Tage mit Gewittern, was im Durchschnitt liegt (4,1 Gewittertage).
Der Luftdruck bewegte sich überwiegend im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1016,1 führte, geprägt von einer markanten Hitzewelle, die erst zum Monatsende ihren Höhepunkt erreichte.
Erwähnenswert
Ähnlich wie die Eisheiligen ließ sich auch die
Schafskälte nicht ganz aufhalten. Ziemlich pünktlich verursachte
sie ab dem 3. Juni bei einem Schnitt von nur 13,3 Grad einen
deutlichen Temperaturrückgang und täglichen Niederschlag. Diese
meteorologische Singularität machte am 7. Juni kurz Pause, setzte
sich dann aber doch bis zum 12. Juni fort. Aber danach ließ sich der
Hochsommer mit extrem hohen Temperaturen bereits im Juni blicken.
Ungewöhnlich ist es dabei schon, dass extreme Temperaturen 14 Tage
am Stück ohne Unterbrechung auftreten.
Zusätzlich übertraf der Juni 2026 mit einem Wert von 38,1
Grad den Juni-Hitzerekord des Jahres 2022 sowie den Allzeitrekord der Station, welcher zuletzt im August 2015 aufgestellt wurde.
Erstaunlich, dass die Gewittertätigkeit sich mit vier Gewittern im Rahmen hielt.
Diesen Monat war die Zahl der Sonnenstunden recht
zufriedenstellend, denn mit 267 Sonnenstunden wurde das Soll von 214
Stunden deutlich überschritten.

Niederschlag/Wind
Die
Niederschlagsmenge lag mit 74,0
l/m² unter dem Schnitt (normal
80,0 l/m²).
Den
höchsten Tageswert
mit 14,0
l/m²
erzielten
wir am 9. Juni.
Mit
14
Niederschlagstagen
lagen wir geringfügig unter dem Schnitt (normal
15).
Die
höchste Windgeschwindigkeit
wurde am 8.6. um 19 Uhr 50 mit 45
km/h
gemessen
(windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit
lag mit 6,9 km/h im Normalbereich und der Wind wehte
fast nur aus Nordwest.
Interessant am Rande:
Der Juni zeigte sich im ersten Drittel recht nass, waren
doch bis zum 9. Juni bereits 48 l/m² gefallen. Das setzte sich fort
und zum 12. Juni waren schon 64 l/m² erreicht.
Aber dann setzte der
Niederschlag für 14 Tage aus. Damit erreichte die
Waldbrandgefahr einen Wert von 4 (bei 5 möglichen Stufen).
Die
Windmenge war im Juni überschaubar, denn wir hatten nur 4 Tage mit
heftigen Böen
(normal
5).
Gesamteindruck:
Nachdem der Mai mit einem heftigen Gewitter und
Niederschlag endete, zeigte sich der Beginn des Juni durchaus
freundlich. Allerdings beendete bereits am 2. Juni ein heftiger
Regenguss bei einem leichten Gewitter das sommerliche Wetter. Zudem
gab es am folgenden Tag einen beträchtlichen Temperaturrückgang auf
nur noch 19 Grad und es regnete täglich, ab dem 5. Juni auch in
beachtlicher Menge. Erst am 7. Juni beruhigte sich das Wetter und die
Temperatur stieg täglich an, um am 8. Juni bereits 27,7 Grad zu erreichen.
Doch dann war es mit der Gemütlichkeit vorbei, denn am nächsten Tag
sorgten niedrige Temperaturen und Starkregen für wenig Begeisterung.
So fiel innerhalb von nur 30 Minuten die beachtliche Menge von 12
l/m². Auch im weiteren Verlauf waren bis zum 12. Juni niedrige
Temperaturen und teilweise heftiger Niederschlag an der Tagesordnung.
Ein kompletter Wetterumschwung auf Grund ortsfester Hochdruckgebiete ließ ab dem 13. Juni zwei Tage lang mit sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein daran erinnern, dass wirklich Sommer ist. Und ab dem 17. Juni war es dann soweit: eine Hitzewelle
setzte ohne Unterbrechung fast bis Monatsende ein mit Temperaturen bis
38,1 Grad, einem neuen Hitzerekord sowohl für einen Juni als auch den Allzeitrekord der Station.



