Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 15,4 °C deutlich über dem Schnitt (normal 14,4°C).
Es gab 21 warme Tage (normal 13), 10 Sommertage (normal 3) und einen kalten Tage (genau im Schnitt).
Das Tagesmaximum von 29,3 °C wurde am 15. um 16 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug4,1 °C am 28. um 5 Uhr 55.
Der Luftdruck bewegte bis zum 21. ständig im Hochdruckbereich und bescherte uns dadurch einen fast sommerlichen Monat. Erst gegen Monatsende fiel der Luftdruck erheblich und ließ den Schnitt auf 1016,1 hPa sinken
Erwähnenswert:
Es sah ganz so aus, als würde der September in die Fußstapfen des August treten. Denn bis zum 22. September lag der Temperaturschnitt 2,5 Grad über den üblichen Werten. Erst der Wetterumschwung am Monatsende ließ den Wert sinken.
Trotz der hohen Temperaturen lagen wir mit einem Gewitter genau im Schnitt.
Bei den Sonnenstunden wurde mit 182 Sonnenstunden das Soll von 179 Stunden erfüllt. waren doch 12 Tage mit 8 Stunden Sonne oder mehr zu vermelden. Ohne die acht Nebeltage (normal fünf) wäre die Ausbeute deutlich größer ausgefallen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 52,0 l /m² unter dem Schnitt (nur 86% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 15,8 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 24. bei bei einem heftigen Schauer kurz vor Mitternacht. Mit nur 7 Niederschlagstagen lagen wir markant unter dem Schnitt (normal 13).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27.9. um 0 Uhr 35 mit nur 34km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,1km/h im Normalbereich und der Wind wehte überwiegend aus Nordwest und Osten
Interessant am Rande:
Nur ein Regentag bis zum 22. September sagt eigentlich alles zum Thema Trockenheit. Erst am Tag danach wurde die Trockenphase durch einen heftigen Gewitterschauer in der Nacht unterbrochen und das Defizit etwas durch weiteren Regenfall an vier aufeinander folgernden Tagen deutlich verringert. Die Windmenge war für September gering, die Zahl der Sturmtage lag mit drei fast im Schnitt (normal 2).
Gesamteindruck
Der Start in den meteorologischen Herbstanfang verlief kühl und regnerisch. Doch bereits am 3. September setzte nach Nebelauflösung ein Schritt Richtung Spätsommer ein. Zwar überquerte am 6. September eine Kaltfront von Nordwesten her Bayern und ließ die Temperatur um 9 Grad sinken, doch bereits am Tag danach war der Spuk vorbei und die Marke von 20 Grad wurde wieder überschritten. Ein ausgedehntes und stabiles Hoch, das allerdings immer noch von einem Tief über Norddeutschland bedrängt wurde, bescherte uns an acht Tagen hintereinander Hochsommer im Herbst, allerdings auch erneut anhaltende Trockenheit. Kalter Ostwind ließ am 18. September die Temperatur deutlich sinken, doch es blieb weiterhin sonnig und trocken. Selbst der kalendarische Herbstanfang präsentierte sich nochmals mit einem Sommertag. Dennoch war zu spüren, dass es nun eher Richtung Herbst ging, denn die Nachttemperatur wurde einstellig und der Luftdruck fiel stetig. Der am 23. September beginnende Niederschlag setzte sich in den nächsten Tagen fort, das sommerliche Wetter war nach einem erheblichen Temperatursturz abrupt vorbei, man konnte fast glauben, der Herbst wäre ausgefallen und der Winter im Anmarsch.
Insgesamt betrachtet glich der September eher einem Sommermonat, zeigte sich in weiten Teilen sehr trocken und erreichte die übliche Zahl an Sonnenstunden.