Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,0 °C extrem über dem Schnitt (normal 14,3 °C).
Es gab 23 warme Tage (normal 12), 13 Sommertage (normal 3), sogar einen heißen Tag (normal keinen) und keinen kalten Tag (normal einen).
Das Tagesmaximum von 30,1 °C wurde am 13. um 15 Uhr 25 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 5,0 °C am 22. um 7 Uhr 35.
Der Luftdruck bewegte sich nahezu ständig meist im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1018,4 hPa führte
Erwähnenswert:
Es kommt zwar vor, dass die erste Septemberhälfte hochsommerliche Temperaturen aufweist (so z.B. im Jahr 2006), aber es ist überraschend, dass bis Monatsmitte ein Temperaturschnitt von 19,8 Grad erreicht wird. Grund dafür war eine ausgedehnte Schönwetterperiode, die uns ein stabiles Hoch bescherte. Dabei war ein neuer Rekord zu verzeichnen: 13 Sommertage, die sogar einen heißen Tag beinhalteten.
17 Tage mit 8 Stunden Sonne, darunter sogar 8 Tage mit 10 Stunden, trugen dazu bei, dass man von einem schönen Altweibersommer sprechen konnte. Da waren 3 Tage ganz ohne Sonne zu verschmerzen.
Mit 229 Stunden wurde das Soll (normal 179 Stunden) erheblich übertroffen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 49,8 l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 81% des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit 17,4 Litern erzielten wir am 17. - bei Dauerregen zwischen 0 und 3 Uhr sowie ab 15 Uhr bis Mitternacht.
Mit nur 9 Niederschlagstagen lagen wir erheblich unter dem Schnitt (normal 13).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 5. um 1 Uhr mit 31km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,7 km/h sehr niedrig und der Wind wehte überwiegend aus Nordwest
Interessant am Rande:
Niederschlagsmangel war diesen Monat ein großes Thema. Bis zum 15. waren gerade mal 3 l/m² gefallen. Kein Wunder, dass der Wasserstand der Donau zeitweise nur noch 47 cm betrug, ein Ergebnis der längsten Trockenperiode dieses Jahres, nämlich fast 12 Tage. Obwohl bis Monatsende das Soll dennoch nahezu erreicht wurde, war die Verteilung der Regenfälle doch sehr ungleichmäßig.
Trotz des eher sommerlichen Monats entwickelte sich nur ein Gewitter (genau im Schnitt).
Die Windmenge war für September gering und wir erzielten auch nur einen Tag mit 30 km/h oder mehr (normal 2).
Gesamteindruck
Der meteorologische Herbstbeginn glich mit über 26 Grad eher einem Sommermonat. Nach drei aufeinander folgenden Sommertagen beendete Tief „ Netti“ kurzzeitig die sommerlichen Werte. Doch bereits am 6. fuhr der Zug erneut Richtung Spätsommer ab bei Werten bis 30 Grad . Diese ungewöhnliche Wetterlage hielt bis zum 15. an. Tief „Theresia“ beendete die hochsommerliche Wetterlage abrupt, die Wetterlage stellte sich nachhaltig um. Am 16. setzte dringend benötigter Regen ein, der sich in den nächsten Tagen fortsetzte. Damit einher ging ein Temperatursturz auf Durchschnittswerte von nur noch 12 Grad. Gleichzeitig sorgte eine Regenmenge von 42 l/m² vom 16. bis 20. für eine Ende des Niederschlagsmangels. Doch danach stieg der Luftdruck merklich an und läutete den Beginn des kalendarischen Herbstanfangs mit deutlich mehr Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen ein. Allerdings waren die Nächte mit 5 – 6 Grad bereits recht kalt. Da erstaunt es nicht, dass wir insgesamt 10 Nebeltage (normal 5) verzeichneten. Ein Sommertag mit 25,3 Grad am 30. bildete den krönenden Abschluss des Monats.
Insgesamt betrachtet war der Monat ein herrlicher Spätsommermonat mit wenig Niederschlagstagen, viel Sonnenschein und hohen Temperaturen.