Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 12,1 °C deutlich unter dem Schnitt (14,5°C).
Es gab nur 9 warme Tage (normal 12) und keinen einzigen Sommertag (normal 3).
Das Tagesmaximum von 24,8 °C wurde am 17. um 16 Uhr 5 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 3,9 °C am 19. um 5 Uhr 25.
Der Luftdruck bewegte sich zwischen 1002 hPa und 1027 hPa. Zweimal (18. und 27.) traten größere Luftdruckschwankungen auf
Erwähnenswert:
Der Septemberstart war schon krass: Hatten wir im Vorjahr bis zum 8. eine Durchschnittstemperatur von 18,0°C, so waren es heuer gerade mal 12,2°C. Auch kein Wunder, waren doch 2006 im gleichen Zeitraum (1. bis 8.) 4 Sommertage zu verzeichnen, heuer kein einziger. Auch der Gesamtmonat zeigt den gewaltigen Unterschied:
2006genossen wir 8 Sommertage und 24 warme Tage, dieses Jahr keinen einzigen Sommertag und lediglich 9 warme Tage. Daher wundert es nicht, dass die Durchschnittstemperatur an 24 Tagen unter dem Schnitt lag.
Hinzu kommt die geringe Sonnenscheindauer. So waren es bis zum 11. gerade mal 17 Stunden Sonne. 8 Stunden Sonne und mehr waren nur an 4 Tagen (am 13., 16., 20. und 24.) anzutreffen. Dass die Zahl nicht höher war, lag allerdings auch an 9 Nebeltagen, an denen die Sonne erst um die Mittagszeit durchdrang. Leider mussten wir uns an 15 Tagen mit einer Sonnenscheindauer von 2 Stunden und weniger begnügen (darunter an 5 Tagen überhaupt keine Sonne). Kein Wunder also, dass die Gesamt-Sonnenscheindauer bis Monatsende nur 113 Stunden betrug. (normal 194 Stunden)
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge von 56 Litern lag 15% unter dem Schnitt. Den höchsten Tagesniederschlag mit 11,6 Litern erzielten wir am 28. - zwischen 8 Uhr und 16 Uhr.
Mit 19 Niederschlagstagen (normal 12) übertrafen wir den Schnitt mehr als deutlich.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 4. um 13 Uhr 15 mit 47km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7 km/h im üblichen Bereich. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
8 Regentage bis zum 10. kamen zum unerfreulichen Temperaturbild des ersten Monatsdrittels hinzu, wenngleich die Regenmenge bis dahin mit ca. 13 Litern im Vergleich zum Alpenraum verschwindend gering war.
Lediglich vom 12. bis 16. sowie vom 19. bis 23. gab es eine längere niederschlagsfreie Periode (ausgenommen Nebelnässen). Auf Grund kräftiger Regenfälle vom 25. bis 28. wurde dann doch noch eine nahezu ausgeglichene Niederschlagsbilanz erreicht.
Im Gegensatz zum August zeigte sich der Monat wieder windreicher. An 10 Tagen wurden Geschwindigkeiten von 30 km/h und mehr gemessen, davon an 2 Tagen sogar 40 km/h und mehr (am 4. und 18.) Die Windmenge lag etwas über den üblichen Septemberwerten.
Gesamteindruck
Der Monat begann, wie der August endete: kühl und regnerisch. Nach Zustrom polarer Kaltluft sank die Temperatur täglich ab, um am 6. ein Minimum von 6,1°C (bei einem Schnitt von nur 9,7°C) zu erreichen. Auch im weiteren Verlauf bis zum 12. war ein niedriges Temperaturniveau mit weiter sinkenden Nachttemperaturen bei meist bedecktem Himmel wetterbestimmend. Schöne Spätsommer- oder Herbsttage waren weit und breit nicht in Sicht. Erst am 13. sorgte das Hoch „Jindra" für einen Tag, wie man ihn sich vorstellt: wolkenloser Himmel bei maximal 20°C und einer Sonnenscheindauer von 10 Stunden. Am folgenden Tag stiegen die Temperaturen noch weiter an und man war fast geneigt, von einem Sommertag zu sprechen, auch wenn die Sonnenscheindauer schon wieder zurückging. Dieses relativ angenehme Spätsommerwetter blieb uns bei einer Maximaltemperatur von 24,8°C bis zum 17. erhalten. Doch kräftiger Luftdruckabfall seit dem 16. kündigte einen Umschwung an, der am 18. dann eintrat: Bei heftigen Regenschauern sank die Temperatur um ca. 10°C ab, wobei am 19. die Nachttemperatur bereits auf 3,9°C sank. Erneuter Hochdruckeinfluss bescherte uns dann aber im weiteren Verlauf noch schönes Spätsommerwetter bei täglich ansteigenden Temperaturen. So bot denn auch der astronomische Herbstanfang am 23. mit über 24°C ein fast sommerliches Bild. Ein erneuter Temperatursturz um 10°C mit Regenschauern beendete am 25. die freundliche Witterung. für die restlichen Tage des Monats.
Insgesamt betrachtet war der Monat im ersten Drittel ein eher kühler, sonnnenarmer Monat, der mit dem Vorjahres-September in keiner Weise zu vergleichen war. Ab Monatsmitte waren dann doch noch schöne Herbsttage zu verzeichnen.