15,3 °C
3,2 km/h

Monatsbericht Oktober 2014

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 11,9°C erheblich über dem Schnitt (normal 9,6 °C).

Es gab6 warme Tage (normal 2), 5 kalte Tage (normal 6) und keinen Frosttag (normal 3).

Das Tagesmaximum von 25,0 °C wurde am 9. um 15 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 3,6 °C am 25. um 2 Uhr 05. Der Luftdruck bewegte sich überwiegend im Hochdruckbereich bei einem Schnitt von 1018,7 hPa

Erwähnenswert:

Das Temperaturniveau war in der ersten Monatshälfte extrem hoch, es lag beachtliche 4,3 Grad über dem Schnitt (übrigens auch deutschlandweit). Dies war nicht nur auf hohe Tagestemperaturen zurückzuführen, sondern auch die Tiefstwerte bewegten sich meist im zweistelligen Bereich. So lag der Schnitt vom 1. bis zum 20. durchgehend über dem Schnitt. Erst der Kälteeinbruch am 22. beendete diese für Oktober ungewöhnliche Situation und es ging rapide bergab.

Was die Sonnenscheindauer anbelangt, wurden wir diesen Herbst nicht sehr verwöhnt. Nach dem sonnenarmen September konnte auch der Oktober nicht überzeugen. 6 Stunden oder mehr traten nur an 2 Tagen auf, dafür erlebten wir 15 Tage mit nur einer Stunde oder weniger. Die Bilanz wäre sicher besser ausgefallen, wenn nicht 18 Nebeltage (normal 9) unseren Raum deutlich benachteiligt hätten. So kamen bis Monatsende nur 72 Sonnenstunden anstatt 104 zustande. Die traurige Bilanz: zusammen mit Oktober 1995 zweit-sonnenärmster Monat nach Oktober 2009.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 76,2l/m² über dem Schnitt (36 % mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 26,2 Litern erzielten wir am 17. - bei Dauerregen zwischen 2 Uhr und 8 Uhr.

Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 14), wobei allerdings 8 Tage durch Nebelnässen zustande kamen.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 21. um 20 Uhr 35 mit 57 km/h gemessen (windgeschützte Lage).

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,3 km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte überwiegend aus Ost-Südost

Interessant am Rande:

Der Monat begann zunächst recht trocken (nur 5,6 l/m² bis zum 11.). Auch ein etwas ergiebigerer Regen am 16. konnte den Niederschlagsmangel noch nicht beheben. Erst sechsstündiger Dauerregen am 17. glich mit 26 l/m² das Niederschlagsdefizit aus und bis zum Monatsende war das Soll auf Grund weiterer Regenfälle überschritten.

Die Windmenge des Monats lag im üblichen Rahmen und an drei Tagen betrug die Geschwindigkeit 30 km/h oder mehr (normal 2).

Gesamteindruck

Der Start in den Oktober gestaltete sich warm und freundlich. Von Tag zu Tag sanken allerdings die Temperaturen, bedingt durch anhaltend hartnäckigen Nebel, der sich oft erst gegen 14 Uhr oder auch gar nicht auflöste. Erst am 8. zeigte sich ein Lichtblick: kein Nebel mehr und die Sonne kam mal wieder für wenigstens 4 Stunden zum Vorschein. Am Tag darauf konnten wir dank Föhn ein im Oktober seltenes Ereignis, nämlich einen Sommertag mit 25 Grad genießen. So warm blieb es natürlich nicht, aber auch die Folgetage zeigten sich sehr angenehm, wenn auch etwas unbeständig. Maßgeblich beteiligt an dieser ungewöhnlich milden Wetterlage war eine südwestliche Luftströmung, die durch Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik zu uns geleitet wurde. So konnten wir uns nach Nebelauflösung am Wochenende des 18./19. an schönstem Herbstwetter erfreuen. Dass sich das ändern musste, war klar und diese Änderung trat am 21. ein. Der erste große Herbststurm (Auswirkung des Hurrican-Tiefs „Gonzalo“) transportierte Kaltluft aus dem Norden zu uns, die Durchschnittstemperatur betrug am 22. nur noch 6,4 Grad und sogar ein leichtes Gewitter wurde am Tag zuvor registriert. Kühl und trüb endete dann auch der Oktober.

Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu warm, aber sehr sonnenarm und nach Monatsmitte niederschlagsreich.

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