12,4 °C
3,2 km/h

Monatsbericht Oktober 2009

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 8,2°C erheblich unter dem Schnitt (normal 9,8°C).

Es gab noch 3 warme Tage (normal 2), einen Sommertag (normal keinen), doch bereits auch 6 Frosttage (normal 2) sowie 15 kalte Tage (normal 5).

Das Tagesmaximum von 26,1 °C wurde am 7. um 15 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -1,3°C am 20. um 7 Uhr 45.

Der Luftdruck wies ab dem 11. starke Schwankungen auf, was eine stabile herbstliche Wetterlage zunichte machte

Erwähnenswert:

Nach einem insgesamt schon warmen September zeigte sich der Oktober in den ersten 8 Tagen noch wärmer. So betrug der Schnitt bis zum 8. immerhin 13,8°C. Umso krasser machte sich der Rückgang der Temperaturen ab dem 9. bemerkbar. Betrug die Maximaltemperatur am 7. noch 26,1°C, so lag sie am 13. bei nur noch 8,8°C und am 15. bei 3,4°C, ein Absturz, wie er nicht so oft vorkommt. Zu erwähnen ist außerdem, dass auch ein derart früher Frosteintritt recht selten auftritt: frühester Frost seit 1983 war am 7.10.1994 und danach kommt gleich dieses Jahr zusammen mit 1992.

Ähnlich wie mit den Temperaturen verhielt es sich mit dem Sonnenschein. Konnten wir bis zum 7. immerhin noch 36 Stunden Sonne genießen, zeigten sich die Tage vom 8. bis 18. praktisch meist wolkenverhangen. Wenn dann mal 2 Stunden Sonne wie am 13. und 15. zusammenkamen, war es schon eine Ausnahme. So fiel die Gesamtbilanz wenig erfreulich aus: nur 2 Tagen mit 8 Stunden Sonne und mehr standen 17 Tage mit einer Stunde Sonne und weniger gegenüber. So wundert es nicht, dass die Bilanz für diesen Monat recht negativ ausfällt: nur 67 Stunden Sonne anstatt 104 Stunden.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 58l/m² recht genau im Schnitt. Den höchsten Tageswert mit 17,4Litern erzielten wir am 12. - bei einem sehr heftigen Schauer zwischen 2 Uhr und 5 Uhr.

Mit 21 Niederschlagstagen (normal 14) lagen wir erheblich über dem Schnitt, wobei allerdings an 6 Tagen nur Nebelnässen zu verzeichnen war.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 12. um 4 Uhr 25 mit 46,7km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 7,6 km/h und lag damit über den üblichen Werten. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Ost-Südost

Interessant am Rande:

Nachdem der letzte merkbare Niederschlag am 17. September fiel (am 20. und 21. nur Nebelnässen), setzte sich die Trockenperiode im Oktober zunächst fort. Erst am 5. wurde die bisher längste Trockenphase dieses Jahres unterbrochen. Die in den nächsten Tagen folgenden minimalen Niederschläge konnten das Defizit jedoch noch lange nicht ausgleichen, auch nicht der etwas stärkere Regenfall mit 5,8 l/m² am 9. Erst am 12. wurde bei einem nächtlichen Starkregen (Regenrate 61 l/m²) und einer Gesamt-Regenmenge von 17,4 l/m² das Reservoir der Flüsse wieder leicht aufgefüllt. So war es nach dem trockenen Monatsbeginn letztlich doch noch recht regnerisch: ab dem 5. fiel 14 Tage lang Tag für Tag Niederschlag. Damit wurde die übliche Niederschlagsmenge für den Oktober zwar erreicht, dennoch konnte das enorme Niederschlagsdefizit nach den extrem trockenen Monaten August und September noch nicht aufgeholt werden.

Nicht überraschend waren die 13 Nebeltage (normal 10), die Gesamt-Windmenge bewegte sich allerdings etwas über dem Normalwert. Dennoch trat nur an 3 Tagen eine Windgeschwindigkeit von 30 km/h oder mehr auf.

Gesamteindruck

Der Oktober begann relativ warm, wenn auch mit etwas wenig Sonne. Am Tag der Deutschen Einheit konnte man Aktivitäten im Freien ungehindert nachgehen, obwohl die Temperaturen nicht mehr ganz so hoch waren. Gegen Abend des 5. setzte dann nach 14-tägiger Trockenheit endlich Regen ein, der aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein war (2,6 l/m²). Am 7. war ein neuer Rekord fällig: die Maximaltemperatur betrug 26,1°C, ein Wert, der seit Beginn meiner Aufzeichnungen ab 1983 noch nicht aufgetreten war. Doch in den nächsten Tagen kam es nach Zustrom polarer Kaltluft zu einem markanten Wetterwechsel von sommerlichem zu winterlichem Wetter. Dabei ging es temperaturmäßig rasant bergab, die Niederschlagsneigung nahm zu und das angenehme Herbstwetter war schnell vorbei. Schon am 12. wurde es recht kalt, am 15. betrug der Schnitt dann nur noch 1,2°C und ständige Regenschauer verstärkten den ungemütlichen Gesamteindruck. Abgerundet wurde das alles durch den sehr frühen ersten Frost am 14. des Monats (normaler Frosteintritt etwa 30. Oktober) und den ersten Schneefall am 15., was einen neuen Rekord nach 1992 (1. Schneefall dort am 18.10.) darstellte. Dennoch war die Talsohle am 15. erreicht und in den Folgetagen ging es mit den Tagestemperaturen und dem Sonnenschein geringfügig bergauf. Doch bereits ab dem 20. verdarb anhaltender Nebel und Hochnebel die Stimmung. Erst ab dem 23. zeigte der Temperaturverlauf wieder deutlich nach oben, doch der Trend konnte sich bis Monatsende nicht ganz halten.

Insgesamt betrachtet war der Monat trotz des tollen Starts kein schöner Herbstmonat. Wenig Sonne, zahlreiche Niederschlagstage und zum Teil winterliche Temperaturen ließen das Wort vom „Goldenen Oktober" vergessen.

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