Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,4°C erkennbar über dem Schnitt (normal 4,1 °C).
Es gab 23 kalte Tage (normal 21), nur 6 Frosttage(normal 9) und keinen Eistag (normal einen).
Das Tagesmaximum von 14,0 °C wurde am 24. um 13 Uhr 25 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-3,4 °C am 14. um 6 Uhr 35.
Der Luftdruck bewegte sich, abgesehen von einem Ausreißer um den 12. fast ständig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1017,9 hPa beitrug
Erwähnenswert:
Das erste Monatsdrittel war mit einem Schnitt von 6,7 Grad um 2,6 Grad zu warm. Doch eine kühlere Phase ab dem 14. rückte den Schnitt wieder auf übliche Werte zurecht. So kamen dann am Monatsende sogar noch zwei Schneetage (genau im Schnitt) zusammen, wenn auch mit sehr geringer Menge.
Obwohl nur 9 Nebeltage (normal 10) auftraten, bot die Zahl von 31 Sonnenstunden (normal 46) ein Trauerspiel. Es kommt nicht so oft vor, dass in einem November nur ein einziger Tag mit 6 Stunden Sonne erreicht wird und dafür aber 16 Tage völlig ohne Sonnenschein anzutreffen sind. Dies wurde lediglich im November 2014 mit nur 24 Stunden noch unterboten.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 57,6 l/m² im Schnitt (3% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 19 Litern erzielten wir am 12. bei Dauerregen bis 16 Uhr. Mit 22 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 15), woran allerdings Nebelnässen nicht ganz unbeteiligt war.
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 12. um 14 Uhr 55 mit 55 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 8,4 km/h relativ hoch und der Wind wehte überwiegend aus Süden und Westen
Interessant am Rande:
Die erste Monatshälfte war auf Grund einiger Regenfälle zu niederschlagsreich. So ließ vor allem eine Regenmenge von 19 l/m² am 12. den Wasserstand der Donau auf 2,5 m über dem Normalwert steigen. Doch zahlreiche Tage mit nur sehr geringem Niederschlag schufen bis Monatsende einen Ausgleich.
Die Windmenge war für November eher gering, dennoch erzielten wir 9 Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 2).
Gesamteindruck
Nach einem für November sehr milden Start bahnte sich am 5. ein Witterungsumschwung an, der zu einstelligen Temperaturen und Regen führte. Dieses trübe Novemberwetter dauerte an und nach einigen stürmischen Tagen vom 10. bis 12. kam es am 14. mit -3,4 Grad zum ersten größeren Frost des Monats. Trotz wieder etwas steigender Temperaturen blieb auf Grund einer typischen Inversionswetterlage Nebel tagelang ein Thema und die Sonne ließ sich erst am 19. erstmals wieder sehen.
Dafür sorgte der Zustrom von polarer Kaltluft aus dem Norden für weiter sinkende Temperaturen. Dass ein Tiefdruckgebiet auch mal angenehm sein kann, wurde uns ab dem 22. demonstriert. Das Tief „Reinhard“ westlich der Britischen Inseln schaufelte subtropische Luft aus Spanien in unseren Raum, was die Temperatur bis auf 14 Grad ansteigen ließ. Zugleich endete das Dauergrau und die Sonne war am 22. erstmals in diesem Monat für mehr als 6 Stunden sichtbar. Am 25. endete der Warmlufteinbruch und Regen setzte ein, der am 26. in leichten Schneefall überging.
Insgesamt betrachtet war der November zu warm und ein grauer, trister Monat mit viel zu wenig Sonnenschein.