20,2 °C
6,4 km/h

Monatsbericht November 2015

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 6,9 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 4,1 °C).

Es gab 13 kalte Tage (normal 23), 6 Frosttage (normal 9) und keinen Eistag (normal 2).

Das Tagesmaximum von 19,1 °C wurde am 10. um 14 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -3,8 °C am 24. um 6 Uhr 15.

Der Luftdruck bewegte sich mit kurzen Ausnahmen im Hochdruckbereich bei einem Schnitt von 1021,2 hPa

Erwähnenswert:

Heuer trat bei uns mal wieder das Phänomen des sog. Martini-Sommers auf. Über die ersten 20 Tage hatten wir einen Schnitt von 9,4 Grad, der damit 5,3 Grad über dem Normalwert lag. Auch die erreichten Tageshöchstwerte von 19 Grad waren letztmals im November 1991 zu finden. Dies änderte sich zwar in der letzten Woche deutlich, aber es war nach 1994 immer noch der zweitwärmste November.

Mit dem Sonnenschein konnte man für November überaus zufrieden sein. Bereits zu Monatsmitte war ein Überschuss von 45% erzielt. 7 Tage mit 6 Stunden Sonne und nur 5 Tage ganz ohne Sonnenschein sprechen für sich. Dazu trug bei, dass wir statt der üblichen 10 Nebeltage nur 7 ertragen mussten. Das Ergebnis waren 87 Sonnenstunden anstatt normal 46.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 72,2l/m² über dem Schnitt (29 % mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 48,4 Litern erzielten wir am 20. - bei Dauerregen zwischen 4 und 24 Uhr.

Mit 19 Niederschlagstagen übertrafen wir den Schnitt (normal 15), wobei davon 6 Tage nur durch Nebelnässen zustande kamen.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 18. um 1 Uhr 35 mit 62km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,1 km/h recht hoch und der Wind wehte überwiegend aus Westen

Interessant am Rande:

Extremer Niederschlagsmangel war für die erste Novemberhälfte kennzeichnend. Bis zum 16. waren gerade mal 9% des Monatsniederschlags gefallen. Kein Wunder also, dass der Wasserstand der Donau am 14. nur noch 29 cm betrug und Landwirte sowie Gärtner Regen herbeisehnten. Dieser Wunsch ging in Erfüllung. Dauerniederschlag am 20. ließ´den Wasserspiegel der Donau sprunghaft auf 329 cm steigen und zum Monatsende war der Niederschlagsmangel deutlich ausgeglichen. Darunter waren 4 Schneetage (normal 2), die allerdings von der Menge her nicht ins Gewicht fielen.

Die Windmenge des Monats lag deutlich über dem üblichen Bereich und an 9 Tagen (normal 3) erreichten wir eine Geschwindigkeit von 30 km/h und mehr.

Gesamteindruck

In den ersten 3 Tagen zeigte sich der November nach Nebelauflösung recht freundlich. Der 4. begann sogar schon morgens ohne Nebel und sprunghaft stieg die Temperatur auf über 15 Grad und in den Folgetagen wurden am 8. sogar über 19 Grad erreicht. Diese spätsommerliche Wetterlage bescherten uns die Hochs „Tomoka“ und „Ulrike“, die .mit einer südwestlichen Strömung Warmluft bis von den Kanarischen Inseln zu uns transportierten. Die für November äußerst ungewöhnliche Schönwetterperiode mit viel Sonnenschein, nahezu keinem Regen und hohen Temperaturen ging erst am 18: zu Ende. Fallender Luftdruck (nur noch 999,9 hPa) führte zu einer Änderung der Wetterlage. Es wurde sehr stürmisch (Sturmtief „Heini“) und am 20. fiel dann endlich dringend erforderlicher Niederschlag in erheblicher Menge. Gleichzeitig wurde Kaltluft aus dem Norden zu uns herangeführt, die angenehmen Herbsttage waren zu Ende. Am Morgen des 22. lag dann erstmals Schnee auf den Dächern und es setzte Nachtfrost ein. Mit erneut steigenden Temperaturen, Regen und Sturm ging der Monat zu Ende. Insgesamt betrachtet war der November in den ersten 19 Tagen ein wunderbarer Spätherbstmonat mit erheblich zu hohen Temperaturen und viel Sonnenschein.

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