Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,5 °C über dem Schnitt (normal 4,1°C).
Es gab 23 kalte Tage (genau im Schnitt), nur 5 Frosttage (normal 10) und keinen Eistag (normal 2).
Das Tagesmaximum von 17,3°C wurde am 7. um 12 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -8.5 °C am 27. um 7 Uhr 50 . Der Luftdruck wies erhebliche Schwankungen auf.(Minimum:991,9 hPa, Maximum 1034,3 hPa) was zu einem Schnitt von 1015,0 hPa führte
Erwähnenswert:
Der Monatsbeginn zeigte sich viel zu warm. Bis zum 10. lagen die Temperaturen fast immer im zweistelligen Bereich. Erst am 12. trat dann relativ spät der erste Frost des Jahres auf. Dennoch lagen ab Monatsbeginn die Durchschnittstemperaturen 11 Tage in Folge über dem Schnitt. Erst ein deutlicher Temperaturrückgang im letzten Monatsdrittel sorgte dafür, dass sich die Werte der Jahreszeit, wenn auch nur annähernd, anpassten.
Ein trauriges Kapitel war der Sonnenschein. Grau in Grau zeigte sich der Großteil des Monats. Dies fiel umso mehr auf, als wir vom 13. bis 24., also 12 Tage in Folge die Sonne nicht mehr sahen. Bis Monatsende standen zwei Tagen mit 6 Stunden Sonne 18 Tage mit einer Stunde oder weniger gegenüber. Das traurige Ergebnis: 36 Stunden Sonne anstatt 46. Dies wurde nur noch von November 2004 unterboten.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 65,6l/m² über dem Schnitt (16% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 16,2 Litern erzielten wir am 10. - bei über den ganzen Tag verteiltem Niederschlag.
Mit 20 Niederschlagstagen übertrafen wir deutlich den Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 4. um 12 Uhr 55 mit 46,7 km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 7,9 km/h höher als üblich und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
In der ersten Dekade des Monats waren bereits 85% des Monats-Niederschlags gefallen, wenn auch immer noch in Form von Regen. Damit war das Jahres-Soll bereits im November überschritten. Seinem Ruf als trister Nebelmonat machte der November alle Ehre. Wir kamen insgesamt auf 11 Nebeltage (normal 9), wobei er meist als hochnebelartige Bewölkung auftrat, also zumindest keine massive Sichtbehinderung darstellte. Mit 2 Schneetagen lagen wir exakt im Schnitt.
Im Gegensatz zum Vormonat war es deutlich stürmischer: 8 Tage mit Geschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr (normal 3), dazu eine deutlich höhere Windmenge.
Gesamteindruck
Nach einem neblig-kalten Start am 1. November stieg das Thermometer tags darauf erheblich an. Stark fallender Luftdruck führte in den nächsten Tagen immer wieder zu Regenfällen und heftigen Sturmböen, der Herbst war angekommen. Daran konnte auch ein Warmluftvorstoß (Maximum 17 Grad) am 7. nichts ändern. Eine stabile West-Wetterlage gestaltete die Tage recht unbeständig und regnerisch bei rasch sinkenden Temperaturen. Dazu gesellte sich hochnebelartige Bewölkung, die der Sonne keine Chance ließ. Dieses unangenehme und typische Novemberwetter setzte sich bis zum 24. fort. Am 25. geschah das Wunder: nach Nachtfrost ganztägig wolkenloser Himmel, ein lange nicht mehr gewohntes Bild. Am nächsten Tag fiel dann der erste Schnee des Monats, wenn auch in verschwindend geringer Menge. Bei hohem Luftdruck dauerte der Sonnenschein weiter an, die Temperaturen sanken allerdings rapide ab. Gewohnt trüb ging der Monat ab dem 28. zu Ende.
Insgesamt betrachtet war es ein trister, sonnenarmer Monat mit etwas zu hohen Temperaturen.