15,3 °C
4,8 km/h

Monatsbericht November 2009

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 5,7°C beträchtlich über dem Schnitt (normal 4,0°C).

Es gab nur 16 kalte Tage (normal 23), 6 Frosttage (normal 10) und keinen einzigen Eistag (normal 2).

Das Tagesmaximum von 14,9 °Cwurde am 17. um 14 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -1,9°C am 12. um 2 Uhr 20.

Der Luftdruck bewegte sich von Monatsbeginn bis zum 12. ständig im Tiefdruckbereich, allerdings mit eindeutiger Tendenz nach oben, die sich bis zum 21. fortsetzte. Genauso konstant sank er bis zum Monatsende, so dass wir letztlich einen Schnitt von 1011,3 hPa hatten

Erwähnenswert:

Der Monat zeigte sich fast im ganzen Verlauf (ausgenommen die Zeit vom 7. bis 12.) deutlich zu warm (wärmster Tag am 17. mit einem Schnitt von 10,6°C). Dies ist allerdings nicht so selten, wie man glaubt und wird in der meteorologischen Literatur auch als „Martinssommer" bezeichnet. Etwas ungewöhnlich ist es trotzdem. Wenn man als anderes Extrem den November 1993 mit einem Schnitt von nur 0,6°C oder November 1985 mit 21 Frosttagen zum Vergleich wählt, merkt man, wie warm dieser Monat doch war.

Vom Sonnenschein her war es vom 7. bis 12. ein typischer Novembermonat: 6 Tage in Folge ohne Sonnenschein bildeten keinen Anlass zum Jubeln. Doch der Gesamtmonat zeigte sich gar nicht so schlecht. Zwar waren 13 Tage mit einer Stunde Sonne oder weniger zu verzeichnen, doch immerhin auch 3 Tage mit 5 Stunden Sonne oder mehr. So war dann letztlich die Bilanz ganz positiv: mit 56 Stunden Sonne lagen wir deutlich über dem Schnitt (46 Stunden).

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 52,8l/m² geringfügig unter dem Schnitt. Den höchsten Tageswert mit 15,4Litern erzielten wir am 2. - verteilt über den ganzen Tag.

Mit 19 Niederschlagstagen (normal 14) lagen wir zwar über dem Schnitt, allerdings war an 6 Tagen nur Nebelnässen zu verzeichnen.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 22 Uhr mit 53,1km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 7,3 km/h und lag damit im üblichen Bereich. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Südost

Interessant am Rande:

Langsam aber sicher wurde das bisherige Niederschlagsdefizit der Monate August und September aufgeholt. Dafür sorgten einige etwas kräftigere Regengüsse am 2., 9. und 16. Bei den hohen Temperaturen war jedoch Schneefall weit und breit nicht in Sicht und der in der 3. Novemberwoche häufig auftretende Wintereinbruch blieb aus. Die normal üblichen 2 Schneetage fielen daher im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.

Unangenehm bemerkbar machten sich 12 Nebeltage (normal 9), welche die andernorts auftretenden noch höheren Temperaturspitzen verhinderten.

Vom Wind her zeigte sich der Monat überwiegend sehr ruhig. Allerdings traten an 6 Tagen auch Windgeschwindigkeiten von 30 bis 50 km/h auf. Dennoch war der Monat neben Januar und September der windärmste Monat des Jahres.

Gesamteindruck

Der November begann neblig und kühl und am 2. setzte nach starkem Luftdruckabfall dringend benötigter Regen ein, der sich in den nächsten Tagen noch fortsetzte. Erst ab dem 5. ließ sich die Sonne wieder 2 Tage etwas länger sehen. Doch dann folgte erneut eine Reihe sehr trüber, regnerischer Tage. Am 13. stieg die Temperatur merkbar an und die Sonne ließ sich auch wieder mal blicken, wenn auch nur für einen Tag. Danach bestimmte erneut trübes, regnerisches Novemberwetter das Bild. Ein kleiner Lichtblick zeigte sich am 17., als Föhn am Alpenrand auch bei uns das Thermometer auf nahezu 15°C hochtrieb. Leider verhinderte hartnäckiger Nebel in den Folgetagen, dass wir auch von den bayernweit ungewöhnlich hohen Temperaturen profitieren konnten. So mussten wir uns am 19. mit einer Maximaltemperatur von 6,3°C begnügen, wo in anderen Gebieten bis zu 21°C erreicht wurden. Dennoch waren wir auch in den Folgetagen von üblichen Novembertemperaturen weit entfernt (12,7°C am 23. und 14,4°C am 25.). Stark fallender Luftdruck ab dem 21. kündigte Sturm an, der dann am 23. mit Böen bis zu 53 km/h auch einsetzte. Massive Regengüsse, wie in anderen Teilen Bayerns, blieben bei uns aus. Als Entschädigung konnten wir uns am 25. über wolkenlosen Himmel und 6,5 Stunden Sonnenschein (sonnigster Tag des Monats) freuen. Diese freundliche Witterung blieb uns fast bis Monatsende erhalten.

Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu warm bei zahlreichen Nebeltagen und ausgeglichenem Niederschlag.

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