20,2 °C
6,4 km/h

Monatsbericht Mai 2021

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 °C extrem unter dem Schnitt (normal 14,3°C).

Es gab sogar noch einen Frosttag (normal keinen), keinen kalten Tag (normal einen),2 warme Tage(normal 16)und nur 2 Sommertage(normal 5).

Das Tagesmaximum von 28,3°C wurde am 9. um 15 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-0,7 °C am 8. um 5 Uhr 40.

Der Luftdruck bewegte sich mit etwa gleicher Häufigkeit sowohl im Hoch- als auch im Tiefdruckbereich, was in einem Schnitt von 1013,2 hPa resultierte

Erwähnenswert:

Immer wieder mal, zuletzt im Jahr 2019, eilen die Eisheiligen ihrem offiziellen Auftrittsdatum ab dem 11. Mai voraus. So schrammten wir bereits am 4. Mai nur knapp am Nachtfrost vorbei, am 8. Mai zeigte das Thermometer dann tatsächlich -0,7 Grad an und auch der Temperaturschnitt war eher winterlich. Obwohl die Temperatur gegen Monatsende merklich anstieg, reihte sich der Monat in die Reihe der Mai-Monate 2019 und 2020 ein, die ebenfalls deutlich zu kalt waren. Doch mit seinem Schnitt von 10,8 Grad wurde er nur noch von Mai 1991 übertroffen, der lediglich 10 Grad aufzuweisen hatte.

Kein Wunder, dass in Donauwörth auch nur ein Gewitter (normal 3) auftrat.

Diese Wetterlage wirkte sich auch auf den Sonnenschein aus. Nur 4 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein oder mehr waren etwas mager. Mit 160 Stunden Sonnenschein (normal 200) endete der Monat deutlich unter dem Schnitt.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 109,8 l /m² deutlich über dem Schnitt (29% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 12,8 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 1. bei bei Dauerregen ab 17 Uhr.

Mit 23 Niederschlagstagen übertrafen wir den Schnitt (normal 14) ganz erheblich.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 5. um 17 Uhr 25 mit 62 km/h gemessen (windgeschützte Lage),

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,7km/h eher niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus südwestlichen Richtungen

Interessant am Rande:

Im ersten Monatsdrittel war nach langer Zeit wieder mal bereits die Hälfte des Monatsniederschlags gefallen. Dies führte dazu, dass am 19. Mai bereits das Soll des Monats erreicht war und bis Monatsende ein deutlicher Überschuss erzielt wurde.

Die Windmenge war im Mai erstaunlich niedrig, obwohl wir mit 14 Sturmtagen (normal 3) einen hohen Wert erreichten.

Gesamteindruck

Bedeckter Himmel, Regen und ein Tagesschnitt von 7 Grad: einen 1. Mai wünscht man sich anders. Doch dieser Niederschlag war für die Natur Gold wert, auch wenn sich diese ungemütliche Wetterlage noch tagelang fortsetzte. Das Sturmtief „Eugen“ tobte sich zwar größtenteils im Norden Deutschlands aus, doch auch bei uns wurden bis zu 62 km/h erreicht und die täglich fallende Regenmenge stieg an. Dieses Aprilwetter im Mai hielt bis zum 7. Mai an. Doch dann ging es rasant bergauf und am Muttertag wurde es schlagartig sommerlich bei Werten von 28 Grad und wolkenlosem Himmel. Diese Wohlfühl-Phase hielt genau zwei Tage an, doch stetig fallender Luftdruck führte erneut zu einem Umschwung. Am 11. Mai setzte Regen ein und die Temperatur sank deutlich. Auch am Vatertag verdarben heftige Niederschläge und Werte um 13 Grad die Lust an Ausflügen. Mit dieser Aprilwetter-Lage aus Sturm, täglichem Wechsel aus Sonnenschein, Windböen und Regen mussten wir uns auch weit über die Pfingsttage hinaus abfinden. Erst in den letzten Tagen des Monats zeigte sich ein deutlicher Lichtblick und am 31. Mai entschädigte ganztägige Sonnenschein und eine Temperatur von immerhin 19,9 Grad etwas für den sehr ungemütlichen Mai. Insgesamt betrachtet war der Monat der kälteste Mai seit 1991 , wies zu wenig Sonnenschein auf, dafür aber einen kräftigen Niederschlags-Überschuss.

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