Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,0 °C extrem über dem Schnitt (normal 14,3 °C).
Es gab keinen kalten Tag (normal einen), 25 warme Tage (normal 16) und 10 Sommertage (normal 5).
Das Tagesmaximum von 29,3 °C wurde am 28. um 16 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug6,9 °Cam 2. um 6 Uhr 00.
Der Luftdruck bewegte sich sehr häufig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1021,6 hPa führte
Erwähnenswert:
Die erste Monatshälfte war erneut um 2,3 Grad zu warm und auch die Eisheiligen machten sich nur eingeschränkt und etwas verspätet bemerkbar. Die sommerlichen bis hochsommerlichen Temperaturen ab dem 22. führten zu einem Temperatur-Rekord: es war der wärmste Mai seit Aufzeichnungsbeginn . Da wundert es nicht, dass 7 Gewittern auftraten (normal 3).
Wir kamen auch in den Genuss von viel Sonnenschein, denn an 12 Tagen wurden 10 Stunden oder mehr erreicht. Aber vor allem gab es keinen einzigen Tag, an dem die Sonne gar nicht zu sehen war. So schloss der Monat mit 238 Sonnenstunden (normal 160).
Der Luftdruck bewegte sich sehr häufig im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1021,6 hPa führte.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 122,4 l/m² erheblich über dem Schnitt (45% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 58,4 Litern erzielten wir am 13. bei extremem Starkregen um 19 und 22 Uhr.
Mit 13 Niederschlagstagen lagen wir fast im Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 13. um 18 Uhr 45 mit 53km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,2 km/h im Normalbereich und der Wind wehte erneut überwiegend aus Osten
Interessant am Rande:
Trockenheit wird dieses Jahr langsam zum Dauerthema. Auch diesen Monat war bis zum 12. keinerlei Niederschlag zu verzeichnen., die Waldbrandgefahr verharrte auf Stufe 3. Erst am 13. änderte sich das schlagartig. Ein Gewitterschauer brachte Starkregen mit einer Regenrate von 268 l/h zustande. Dies bedeutet: wenn es eine Stunde lang so geregnet hätte wie zum Zeitpunkt des stärksten Niederschlags, wäre diese Regenmenge gefallen. Damit wurde an einem Tag mehr als die Hälfte der monatlichen Gesamtregenmenge erreicht. Kein Wunder, dass Keller und Unterführungen unter Wasser standen.
Die Windmenge war für Mai eher niedrig und wir erzielten auch nur 2 Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 3).
Gesamteindruck
Der Tanz in den Mai war bei einem Schnitt von 11 Grad eine kühle Angelegenheit. Doch schon ab dem 2. begann die Temperatur bei viel Sonnenschein täglich zu steigen, um am 8. mit 25.3 Grad den ersten Sommertag des Monats zu erzielen. Starker Luftdruckabfall am 9. kündigte an, dass es wohl mit der Schönwetterperiode bald vorbei sein würde. Doch das war ein Irrtum, denn nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit sommerlichen Temperaturen und erneut ohne Regen weiter. Am 13. brach, wie vom DWD angekündigt, ein Unwetter mit Gewitter und Starkregen über Donauwörth herein. Es fiel in einer Stunde (von 18:35 bis 19:35) eine Regenmenge von 35,4 l/m². Ein zweiter, nicht mehr ganz so heftiger Regenguss, begleitet von Blitz und Donner, setzte ab 22 Uhr ein, was die Regenmenge auf fast 60 l/m² erhöhte. Sehr kühl und regnerisch ging es weiter und eine Wetterbesserung trat erst wieder am 18. ein, auch wenn es unbeständig und recht gewittrig war. Der große Wetterumschwung bahnte sich ab dem 21. an und bescherte uns Sommer im Frühling. Mit Blitz und Donner verabschiedete sich der Monat am 31.
Insgesamt betrachtet erwies sich der Mai als Temperatur-Rekordmonat bei viel Sonnenschein und einem Niederschlagsüberschuss ab Monatsmitte.