Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 12,0 °C erheblich unter dem Schnitt (normal 14,4°C).
Es gab noch einen kalten Tag (genau im Schnitt), nur 10 warme Tage (normal 17) und keinen einzigen Sommertag (normal 5).
Das Tagesmaximum von 24,6 °C wurde am 15. um 16 Uhr 45 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 1,3 °C am 25. um 5 Uhr.
Der Luftdruck bewegte sich seit dem 14. nur noch im Tiefdruckbereich (Schnitt: 1009,2 hPa), was eine Erklärung für die unangenehme Witterung des Mai ist
Erwähnenswert:
Obwohl es ab dem 10. zu einem spürbaren Temperturrückgang kam, schlugen die Eisheiligen zunächst nicht so gravierend zu wie 2011, als wir sogar zwei Tage mit Frost erdulden mussten. Doch am 22. drang Polarluft massiv in unseren Raum vor, also nochmals ein verspäteter Gruß der Eisheiligen. Auch wenn uns der Mai viel zu kalt erschien, wurde er dennoch vom Mai 1991 mit nur 10 Grad Durchschnittstemperatur deutlich übertroffen. Dies änderte aber nichts daran, dass das meteorologische Frühjahr zusammen mit 1987 das kälteste Frühjahr war.
In der ersten Monatshälfte war ein massives Sonnenscheindefizit vorhanden (gerade mal 32% des üblichen Wertes). Auch im weiteren Verlauf zeigte sich kein Aufschwung und die Bilanz war ernüchternd: nur 3 Tage mit 12 Stunden Sonne und dafür 11 Tage mit lediglich zwei Stunden oder weniger. So verwundert es nicht, dass nur 131 Stunden Sonnenschein erreicht wurden (normal 200).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 123,8l/m² deutlich über dem Schnitt (51% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 33,2 Litern erzielten wir am 31. - bei Dauerregen während des ganzen Tages.
Mit 25 Niederschlagstagen lagen wir weit über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 12. um 13 Uhr 05 mit 37km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,4 km/h im üblichen Bereich. Dabei wehte der Wind hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
An zahlreichen Tagen fielen zunächst nur geringe Regenmengen, doch dann sorgten vier niederschlagsreiche Tage (10., 19., 26. und 31.) dafür, dass der Monat sein Soll deutlich überschritt. Von massiven Regenfällen wie in St. Englmar (97 Liter an einem Tag) blieben wir verschont, so dass im Gegensatz zu anderen Gebieten Bayerns die Niederschlagsbilanz zwar hoch war, aber keine Rekordwerte erreichte. Nur an 5 Tagen traten Windgeschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr auf und die Gesamt-Windmenge war relativ gering.
Gesamteindruck
Am 1. Mai konnte man bei Maximaltemperaturen von 21°C durchaus etwas im Freien unternehmen. Allerdings wurde der Tag mit einem Schauer und dem ersten Gewitter des Jahres beendet. Eher unterkühlt und vor allem sehr unbeständig ging es die nächsten Tage bei Temperaturen von 18 bis 21 Grad weiter. Am 8. lud ganztägiger Sonnenschein bei Werten bis 24 Grad zum Aufenthalt im Grünen ein. Der Dämpfer kam postwendend am 10., als bei heftigem Niederschlag die Temperatur auf 12 Grad sank. Diese kühle Wetterlage wurde am 14. bei nahezu wolkenlosem Himmel beendet und setzte sich am Folgetag fort. Stark fallender Luftdruck verhieß für die Pfingsttage nichts Gutes. Doch so richtig unangenehm wurde es erst ab dem 22. Ein gewaltiger Temperatursturz ließ die Durchschnittstemperatur auf einstellige Werte (nur 6,4 Grad am 26.) sinken, wahrlich keine frühlingshaften, sondern winterliche Werte (zum Vergleich: am 27. Dezember 2013 waren es 6,6 Grad). Nur eine kurze Verschnaufpause brachte uns der 28., als die Sonne sich mal wieder 12 Stunden blicken ließ und die Temperaturen zumindest auf 21 Grad anstiegen. Doch schon am nächsten Tag war es damit vorbei und der Monat endete kühl und mit Dauerregen. Insgesamt betrachtet war der Monat viel zu kalt, zu regenreich und wie schon das ganze bisherige Jahr zu sonnenarm.