22,5 °C
3,2 km/h

Monatsbericht Mai 2010

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 11,7°C ganz erheblich unter dem Schnitt von 14,4°C.

Es gab 3 kalte Tage (normal einen), nur 6 warme Tage (normal 17) und 2 Sommertage (normal 5).

Das Tagesmaximum von 26,7 °Cwurde am 25. um 14 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 4,1 °Cam 9. um 5 Uhr 20.

Der Luftdruck bewegte sich in der ersten Monatshälfte konstant im Tiefdruckbereich. Erst ab dem 17. erfolgte ein markanter Anstieg, so dass wir letztlich einen Schnitt von 1011,7 hPa erreichten

Erwähnenswert:

Ähnlich wie der April begann auch der Mai recht kalt mit Tagesdurchschnittswerten zwischen 8°C und 10°C. Pünktlich stellten sich dann auch die „Eisheiligen" ein. Doch auch nach dieser Periode war mit der Kälte noch nicht Schluss. So lagen die Temperaturen 21 Tage in Folge unter dem Schnitt und der Monat wurde neben Mai 1991 zum kältesten Mai seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983, obwohl die Temperatur in der letzten Woche noch mächtig aufholte.

Beim Sonnenschein stellten wir ebenfalls einen Negativrekord auf.

An 17 Tagen zeigte sich die Sonne nur 2 Stunden oder weniger, darunter an 4 Tagen gar nicht. Eine Sonnenscheindauer von 10 Stunden oder mehr wurde nur an 3 Tagen erreicht. Entsprechend schlecht fiel die Gesamtbilanz aus: nur 107 Stunden Sonne anstatt 200 Stunden. (lediglich 54% des üblichen Wertes). Da sehnte man sich nach dem Mai 2008 mit 286 Stunden oder dem Mai 2003 mit 289 Stunden Sonne zurück.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 141,6 l/m² erheblich über dem Schnitt (68% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 41,2 Litern erzielten wir am 11. - bei einem Starkregen zwischen 20:40 und 21:55.

Mit 20 Niederschlags tagen bewegten wir uns erheblich über dem Schnitt (normal 14).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 15 Uhr 15 mit 34km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 8,5 km/h und lag damit im üblichen Bereich. Dabei blies der Wind, wie im Vormonat, hauptsächlich aus Nordwest

Interessant am Rande:

Nach dem trockenen April begann der Mai niederschlagsreicher. Bis zum 4. Mai fielen bereits 17 l/m², mehr als im ganzen Monat April. Diesen Niederschlag hatte die Natur aber auch bitter nötig. So massiv wie am 11. hätte es dann allerdings nicht zu kommen brauchen: In einer Stunde fiel eine Niederschlagsmenge von 37 l/m², der bisher heftigste Regenschauer des Jahres. Dabei wurde eine sog. Regenrate von 960 l/m² erreicht (extremster Starkregen). Dies bedeutet: Hätte es eine Stunde lang in diesem Ausmaß geregnet, wäre ein Niederschlag von 960 l/m² erzielt worden, ein eigentlich unglaublicher Wert. So wundert es nicht, dass der Monat zum bisher niederschlagsreichsten des Jahres wurde. Dennoch soll erwähnt werden, dass die Niederschlagsmenge zwar deutlich zu hoch war, aber dennoch im Mai immer wieder so vorkommt: Mai 2009 mit125 l/m², Mai 2007 mit 154 l/m², Mai 1999 mit 144 l/m² und der Spitzenreiter Mai 1985 mit 167 l/m².

Wenigstens blieben wir vor allzu heftigen Windböen verschont. Es traten zwar an 8 Tagen Geschwindigkeiten über 30 km/h auf, doch wurden an keinem Tag Werte in kritischen Bereichen erreicht.So lagen wir in der Windmenge etwa mit dem Vormonat gleich.

Gesamteindruck

Der Tanz in den 1. Mai war von Regenfällen und sinkenden Temperaturen begleitet. Dies blieb auch in den nächsten 6 Tagen so. Bei weiteren Niederschlägen und recht niedrigen Temperaturen war ein Spaziergang im Freien eher ungemütlich. Nach einer kurzen Wetterbesserung mit steigenden Temperaturen (immerhin 21.2°C am 11.) beendete ein unwetterartiger Gewitterschauer mit gebietsweisem Hagelschlag und Extremniederschlag den Frühlingsanflug. Von Tag zu Tag sanken die Temperaturen immer tiefer, um am 19. und 20. nur noch einstellige Maximalwerte zu erreichen. Erst am Pfingstsamstag, den 22. zeigte sich ein kleiner Lichtblick: Die Sonne ließ sich wieder etwas länger sehen und auch die Temperaturen erreichten fast 23 °C. Auch an den restlichen Pfingsttagen und darüber hinaus blieb uns die freundliche, sommerliche Witterung erhalten und wir konnten die ersten Sommertage des Monats genießen. Der seit 23. stetig fallende Luftdruck kündigte es allerdings an und am 26. war dann tatsächlich erneut ein kräftiger Schauer fällig. Bei sinkenden Temperaturen blieb uns die regnerische Witterung bis zum 28. ein treuer Begleiter. Nach kurzzeitiger Wetterbesserung am 29. (10 Stunden Sonnenschein bei fast 23°C) ging der Mai unfreundlich und mit weiteren Niederschlägen zu Ende. Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu kalt, sehr regenreich und äußerst sonnenarm.

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