Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 14,4°C genau im Schnitt (normal 14,4°C).
Erwartungsgemäß gab es keinen Frosttag oder kalten Tag mehr, dafür 17warme Tage (genau im Schnitt) und unerwartete 6 Sommertage (normal 5), darunter sogar einen Tropentag (normal keinen).
Das Tagesmaximum von 30,3 °C wurde am 25. um 16 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug +0,3 °C am 5. um 5 Uhr 40.
Der Luftdruck bewegte sich in der ersten Monatshälfte von 1025 hPa konstant nach unten, um am 15. mit 1007 hPa den Tiefpunkt zu erreichen. So lag der Schnitt letztlich bei 1017,7 hPa
Erwähnenswert:
Nach einem warmen Start in den Mai sanken ab dem 4. die Temperaturen rapide ab, die „Eisheiligen" schienen zumindest andeutungsweise etwas früher gekommen zu sein, wenn auch nur kurzzeitig und gerade noch ohne Nachtfrost. Ähnlich kühl war es letztmals im Mai 2006, wo auch vom 6. bis 12. die Durchschnittswerte im einstelligen Bereich lagen. Doch so richtig konnten sich die ganz ungemütlichen Temperaturen nicht durchsetzen. Nachdem die Durchschnittstemperaturen 8 Tage in Folge recht niedrig waren, stiegen sie am 9. erstmals über den Schnitt. Allerdings war bis zum 16. immer noch kein Sommertag in Sicht. Erst das letzte Drittel brachte temperaturmäßig einen erheblichen Wandel und das bisherige Temperaturdefizit wurde zügig aufgeholt.
Der Mai war in der ersten Hälfte eher sonnenarm. So waren nur an einem Tag (am 7.) über 13 Stunden Sonne zu verzeichnen, dagegen mussten wir ab dem 12. vier Tage in Folge nahezu ohne Sonne in Kauf nehmen. Erst in der 2. Monatshälfte setzte ein Wandel ein. So erzielten wir letztlich im Gesamtmonat doch 7 Tage mit 12 Stunden Sonne und mehr. Dadurch reichte es insgesamt für 213Stunden Sonne (normal 200 Stunden).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit mit 125,4 l/m² extrem über dem Normalwert (54% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 20,6Litern erzielten wir am 26. - zwischen 18:20 Uhr und 21 Uhr 15.
Mit beachtlichen 23 Niederschlagstagen (normal 14) lagen wir erheblich über dem Schnitt.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 9. um 21 Uhr 40 mit 68km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 8,4 km/h und lag damit im Normalbereich. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Ost-Südost
Interessant am Rande:
Nach einem niederschlagsarmen April startete der Mai deutlich feuchter: täglicher Niederschlag vom 1. bis 18. (ausgenommen den 7.) besserte die bisherige Jahresbilanz wieder etwas auf und das Monatssoll war damit bereits überschritten. So wurde der Monat neben Mai 1985 (167 l/m²), Mai 1999 (144 l/m²) und Mai 2007 (154 l/m²) zu einem der niederschlagsreichsten Monate. Bei dieser labilen Wetterlage war auch die Gewitterneigung sehr hoch. So waren diesen Monat 11 Gewitter (allerdings nur leichte) zu verzeichnen (normal nur 3).
Der Mai war überwiegend ein eher windarmer Monat. Dennoch erzielten wir an 7 Tagen Geschwindigkeiten von 30 km/h und mehr. Dabei traten am 8., 9. und 26. Böen mit Geschwindigkeiten von über 65 km/h auf.
Besondere Ereignisse:
Am 26. setzte um 18 Uhr 17 ein heftiges Unwetter ein:
- maximale Regenrate 206 l/m²
- tatsächliche Regenmenge zwischen 18:20 und 19 Uhr: 16,8 l/m² (heftigster Niederschlag pro Stunde in diesem Jahr)
- Windböen mit einer Stärke von 66 km/h
- Abkühlung von 26°C um 16 Uhr auf 14°C um 19 Uhr
Gesamteindruck
Der Mai begann mit Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und Gewitterschauern am Abend. Diese gewittrige, etwas unbeständige Wetterlage blieb uns auch die zwei nächsten Tage erhalten. Zu Wochenbeginn am 4. sanken dann die Temperaturen auf etwa 13°C ab, um in der Nacht zum Dienstag. nur noch 0,3°C zu erreichen. Doch bereits am 7. war diese kalte Phase wieder vorbei und strahlend blauer Himmel (wenigstens für einen Tag) lockte mit über 13 Stunden Sonne ins Freie. Doch schon am 8. ließ gegen 17:50 ein Gewitter mit heftigen Sturmböen die Temperatur von fast 24°C auf 13°C sinken. Dieses Szenario wiederholte sich am 9. um 21:35: Innerhalb von Minuten setzten heftiger Sturm und Gewitterschauer dem fast sommerlichen Abend ein Ende. Leider hielten einige Maibäume diesen Böen nicht stand. Mit täglichen Gewittern und Regenschauern ging es weiter. Erst am 16. begann die Wetterlage sich zu bessern und die Sonne kam mal wieder für einige Stunden zum Vorschein. Der nächste Tag brachte dann mit 12 Stunden Sonne bei wolkenlosem Himmel den ersten Sommertag zustande, am späten Abend allerdings abrupt beendet durch einen heftigen Gewitterschauer. Die folgenden Tage bis zum 23. erwiesen sich mal mehr, mal weniger sonnig bei stark schwankenden Temperaturen. Erst ab dem 24. zeigte sich bei schwül-warmen Temperaturen bis zu 30°C das Wetter ausgesprochen hochsommerlich. Am Abend des 26. wurde diese angenehme Witterung bei Durchzug einer Gewitter-Kaltfront mit einem heftigen Unwetter beendet. Der damit ausgelöste Temperatursturz blieb uns bis zum Monatsende erhalten
Insgesamt betrachtet war der Monat in der ersten Hälfte wenig sonnig und sehr niederschlagsreich. Das letzte Drittel dagegen erwies sich in weiten Teilen als hochsommerlich warm.