Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 13,9°Cetwas unter dem langjährigen Schnitt von 14,4°C. Kalte Tage undFrosttage traten nicht mehr auf. Überraschenderweise jedoch sogar 12 warme Tage, 7 Sommertage (normal 5) und ein Tropentag (normal keiner).
Das Tagesmaximum von 31°C wurde am 29. um 16 Uhr 06 erreicht, die Minimaltemperatur betrug +1,3°C am 11. um 5 Uhr 48.
Der Luftdruck schwankte im Bereich von 1004 hPa bis 1027 hPa, es waren also keine extremen Schwankungen zu verzeichnen
Erwähnenswert:
Es kommt nicht häufig vor, dass der Mai mit solch warmen Temperaturen beginnt. Letztmals war dies im Jahr 2001 der Fall, als auch zwischen dem 1. und 3. Mai Werte von 25°C - 26°C gemessen wurden. Die Temperaturen dieses Monats mit nahezu 28°C wurden jedoch in den ersten Maitagen (seit meinem Aufzeichnungsbeginn 1983) noch nie erreicht.
Dass es auch anders geht, zeigte der Mai 2004, der im ganzen Monat keinen einzigen Sommertag zustande brachte.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit67 Litern etwas unter dem Schnitt (10,3 l/m² weniger als normal). Der höchste Tagesniederschlag mit 12,6 Litern fiel am 22. - zwischen 0 und 9 Uhr.
Die Zahl der Niederschlagstage bewegte sich mit 16 leicht über dem Schnitt (14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 7. mit 43 km/h erreicht.
(windgeschützte Lage)
Interessant am Rande:
Ab dem 4. Mai lagen die Durchschnittstemperaturen 16 Tage in Folge unter dem Schnitt. Dabei bewegten sich vor allem die Nachttemperaturen bis zum 11. beständig nach unten. Aber ab dem 11. war dann ein stetiger Aufwärtstrend erkennbar. So ergab sich für den Mai eine seltsame Situation:
Bis zum 18. sah es so aus, als würde dieser Monat einer der kältesten Maimonate werden (Schnitt bis dahin 11,6°C – nur 3 warme Tage und 2 Sommertage). Doch dann wandelte sich das Bild und wir erreichten etwa die üblichen Werte.
Die Windhäufigkeit bewegte sich auf dem Niveau des Vormonats.
Gesamteindruck
Der 1. Mai begann mit dem ersten Sommertag des Jahres, ganztägigem Sonnenschein und gipfelte in hochsommerlichen Temperaturen am 2. Doch dann sorgten täglich fallende Temperaturen mit Sturmböen und Niederschlag für Ernüchterung und die Eisheiligen machten sich vorzeitig bemerkbar. Der Tiefpunkt wurde am 11. erreicht. Danach bahnte sich nach vorangegangenem Luftdruckanstieg temperaturmäßig wieder ein Umschwung an. Zumindest die Tagestemperaturen stiegen merklich und der Sonnenschein nahm immer mehr zu. Dennoch war das Pfingstwochenende mit Regenschauern durchsetzt und auch die Temperaturen sanken erneut ab.
Erst ab dem 19. sorgte vorübergehend steigender Luftdruck für kurzzeitige Wetterbesserung und höhere Temperaturen. Gegen Monatsende kam dann endgültig der Durchbruch: Das Hoch Rolena bescherte uns ab dem 26. hochsommerliche Temperaturen bei wolkenlosem Himmel.
Insgesamt betrachtet war der Mai dennoch geringfügig zu kalt, reich an Regenschauern und er wartete mit großen Temperaturschwankungen auf.
Die Sonnenscheindauer lag mit 247 Stunden im üblichen Rahmen (normal 243).