20,3 °C
4,8 km/h

Monatsbericht März 2005

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von+3,4°Cganz erheblich unter dem langjährigen Schnitt von +5,4°C und brachte es auf 15 kalte Tage,15 Frosttage (Schnitt 12)sowie 5 Eistage (Schnitt 1).

Das Tagesmaximum von 18,5°C wurde am 18. um 15 Uhr 40 erreicht,die Minimaltemperatur betrug -20,2°C am 1. um 7 Uhr 01.

Der Luftdruck schwankte im Bereich von 999 hPa bis 1028 hPa

Erwähnenswert:

Der März ist für plötzliche Kälterückfälle bekannt. Was der Monatsbeginn dann aber brachte, war ein neuer Rekord: Meteorologischer Frühlingsbeginn und eine zu diesem Zeitpunkt in unserem Raum noch nie gemessene Temperatur von -20,2°C. Dies führte zu der kuriosen Situation, dass wir in den beiden ersten Märztagen eine Durchschnittstemperatur von -14,3°C aufzuweisen hatten. (Durchschnitt Gesamtmonat März ist normal +5,4°C). So lag auch die Durchschnittstemperatur vom 1. bis 15. in Folge unter dem Schnitt.

Selten ist auch, dass der März mehr sehr kalte Tage (Tmin <= -10°C) als der Januar oder Februar aufweist.

Am ehesten vergleichbar ist dieser Monat mit März 1987, der ebenfalls erstaunliche Werte erbrachte:

7 Eis- u. 19 Frosttage bei einer Durchschnittstemperatur von +1,6°C

Dass es auch genau umgekehrt geht, zeigt der März 1989:

kein Eistag und nur 2 Frosttage bei einem Monatsschnitt von +8,3°C.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 77,4 Litern deutlich über dem Schnitt (21,8 l/m² oder 39,2% mehr als normal). Der höchste Tagesniederschlag mit 19,8 Litern fiel am 30. -in der Zeit von 0 – 2 Uhr und von 17 – 22 Uhr.

Die Zahl der Niederschlagstage bewegte sich mit 13 fast im Schnitt (12).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 12. mit 35 km/h erreicht.

(windgeschützte Lage)

Interessant am Rande:

Mit 5 Schneetagen übertraf der März nach dem „Rekordschneemonat" Februar ebenfalls den Schnitt (normal 3 Tage).

Die bereits seit der letzten Januarwoche vorhandene Schneedecke blieb aufgrund der kalten Witterung fast bis zum 16. erhalten, also insgesamt für mehr als 50 Tage.

Bemerkenswert:

Erstmals in unserem Raum führte allein die Schneeschmelze (ohne zusätzliche Niederschläge) ab dem 17. zu einem Ansteigen des Wasserstandes der Wörnitz in Harburg von 1,5 m am 16. bis auf 4,8 m am 19.

Die Windhäufigkeit nahm weiter ab.

Gesamteindruck

Der Monat begann mit schönstem Sonnenschein und sibirischer Kälte . Erst am 3. wagte sich das Thermometer untertags kurzzeitig knapp über die Null-Grad-Marke. Erneuter Schneefall am 8. ließ die Schneedecke wiederum wachsen. Allerdings bahnte sich ein kurzzeitiger Witterungsumschwung an: Der Schnee ging in Schneeregen über und mit dem Sonnenschein war es auch vorbei, allerdings noch nicht mit den nächtlichen Minusgraden. Heftiger Schneefall am 12. ließ die bereits schrumpfende Schneedecke erneut auf 12 cm anwachsen. Doch am 15. kam Frühlingsahnung auf: Bei wolkenlosem Himmel stieg die Temperatur bereits auf 10°C an, am nächsten Tag auf fast 15°C und ließ die immer noch vorhandene Schneedecke fast vollständig abschmelzen. Am 17. war der Winter dann endgültig vorbei und auch die Durchschnittstemperatur überschritt erstmals in diesem Jahr wieder den Jahresdurchschnittswert von 9,6°C. In der Osterwoche ging es dann sowohl mit den Temperaturen als auch mit dem Sonnenschein etwas bergab und der Monat endete mit heftigen Schauern und dem ersten Gewitter des Jahres.

Insgesamt betrachtet war das Wetter in der ersten Monatshälfte zutiefst winterlich und sonnenreich, die zweite Hälfte dagegen zeigte sich jahreszeitüblich.

Nicht klagen konnte man über fehlenden Sonnenschein. Die Sonnenstundenzahl war mit 156 Stunden (bei 7 Nebeltagen) höher als im letzten Jahr (135 Stunden)

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