Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 °C extrem über dem Schnitt (normal 17,7°C).
Es gab 29 warme Tage (normal 23), 19 Sommertage (normal 12) und 4 Tropentage (normal 3).
Das Tagesmaximum von 36,2 °C wurde am 19. um 16 Uhr 30 erreicht, die Minimaltemperatur betrug9,6°C am 11. um 5 Uhr 20.
Der Luftdruck lag überwiegend im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1023.5 hPa führte
Erwähnenswert:
Der Juni zeigte von Beginn an ein sommerliches Auftreten mit Temperaturen über dem Schnitt, viel Sonnenschein und wenig Niederschlag. Zudem fiel die sog. Schafskälte, die im Juni gern eintritt, komplett aus.
Ein erfreuliches Kapitel stellte der Sonnenschein dar, denn am Monatsende war mit 239 Stunden das Soll von 214 Stunden erkennbar überschritten. Kein Wunder, gab es doch 14 Tage mit mindestens 10 Sonnenstunden, darunter sogar 8 Tage mit 12 Stunden. Nur an einem Tag ließ sich die Sonne überhaupt nicht sehen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 38,0 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 47% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 11,0 l/m² erzielten wir am 13. bei heftigem Regenfall zwischen Mitternacht und 4 Uhr.
Mit 14 Niederschlagstagen lagen wir unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 27. um 4 Uhr mit 39 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,8km/h niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten
Interessant am Rande:
Ähnlich wie der Mai erwies sich auch dieser Monat bis zum 12. Juni als äußerst trocken, denn es waren bis dahin erst 13% des Monatsniederschlags gefallen. Auch ein kräftiger Niederschlag am 13. Juni konnte die Trockenheit nicht wirklich beenden. So kam es dazu, dass die Waldbrandgefahr auch in unserem Raum die Stufe 4 (von 5 Stufen) erreichte.
Die wie schon im Mai schwülwarme Luft begünstigte erneut das Entstehen von Gewittern und so wurde mit 5 leichten Gewittern der Schnitt (normal 4) sogar überschritten.
Die Windmenge lag im Juni im üblichen Bereich und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen(normal 4).
Gesamteindruck
Der Start in den meteorologischen Sommeranfang verlief erfreulich bei täglich steigenden Temperaturen und Sonnenschein. Nach einem vorläufigen Höhepunkt mit 28 Grad am 3. Juni machte ein Gewitterschauer ausgerechnet am Pfingstsonntag dem Höhenflug vorübergehend ein rasches Ende. Nach einem etwas erfreulicheren Pfingstmontag ging es unbeständig und regnerisch weiter. Die Wende bahnte sich am 10. Juni an und am Tag danach kannte die Temperatur nur noch den Weg nach oben, um am 12. Juni fast 30 Grad zu erreichen. Ein Gewitterschauer in der Nacht des nächsten Tages konnte endlich die enorme Trockenheit etwas mildern. Nach dem 15. Juni wurde es dann richtig hochsommerlich, denn aus Spanien strömte sehr warme Luft zu uns und ließ das Thermometer am 19. Juni auf 36,2 Grad ansteigen, dem höchsten Juniwert seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983. Einen Tag nach dem astronomischen Sommeranfang setzte endlich am Vormittag ein heftiger Regenschauer ein, begleitet von urplötzlich auftretendem Blitz und Donner. Mit einem weiteren Tropentag verabschiedete sich der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Juni ein Bilderbuch-Hochsommermonat mit viel Sonnenschein, hohen Temperaturen und wenig Niederschlag.