Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 °C extrem über dem Schnitt (normal 17,5 °C).
Es gab 27 warme Tage (normal 23), 20 Sommertage (normal 11) und 5 Tropentage (normal 2).
Das Tagesmaximum von 33,1°C wurde am 18. um 16 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug6,5 °C am 1. um 5 Uhr 45.
Bis auf ein Tief um den 20. Juni bewegte sich der Luftdruck nahezu immer im Hochdruckbereich. Dies führte letztlich zu einem Schnitt von 1016 hPa
Erwähnenswert:
Vor der Schafskälte, die gern zwischen dem 11. und 20. Juni eintritt, blieben wir heuer nach dem kalten Mai wenigstens verschont. Bis zum 19. Juni lag der Temperaturschnitt nahezu täglich über dem Normalwert.
Die zeitweise recht hohen Temperaturen und ein Taupunkt über 20 Grad führten zu einer starken Gewitterneigung und anstatt der üblichen 4 Gewitter traten 7, wenn auch nur sehr leichte Gewitter, auf. Recht zufriedenstellend zeigte sich die Sonnenscheinzeit mit 257 Sonnenstunden (normal 214). Bei 11 Tagen mit 12 Stunden Sonne oder mehr kann man nicht klagen, zumal es keinen Tag ganz ohne Sonnenschein gab.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 118,2 l /m² deutlich über dem Schnitt (46% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 24,2 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 6. bei bei über den ganzen Tag verteiltem Regen.
Mit 15 Niederschlagstagen lagen wir im Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 29. um 16 Uhr 35 mit 60 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 3km/h niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
Nach dem niederschlagsreichen Mai zeigte sich der Juni zunächst trockener. Waren doch bis Monatsmitte erst 36% des üblichen Niederschlags gefallen. Auf Grund der großen Hitze und der bereits 11 Tage andauernden Trockenheit, der längsten Trockenperiode des bisherigen Jahres, erreichte der Waldbrandgefahrenindex im Gebiet um Donauwörth am 19. Juni die höchste Warnstufe 4. Doch 4 Starkregenfälle ab dem 21. Juni beendeten den Niederschlagsmangel..
Die Windmenge war im Juni erstaunlich niedrig, aber wir verzeichneten dennoch 5 Sturmtage(normal 3).
Gesamteindruck
Der meteorologische Sommeranfang zeigte sich so, wie man es sich wünscht: ganztägiger Sonnenschein und schon am zweiten Tag ein erster Sommertag. Am 4. Juni schien sich ein heftiges Gewitter anzubahnen, doch es erreichte unseren Raum nicht mehr und es fielen nur ein paar Regentropfen. Ab dem 5. Juni sank die Temperatur etwas und in den nächsten Tagen häuften sich starke Regenfälle. Mit „nur“ 24 l/m² blieben wir vor unwetterartigen Niederschlägen wie in Huisheim, Marxheim und anderen Orten der Umgebung verschont. Auf Grund der Kaltluft in der Höhe, aber doch starker Sonneneinstrahlung ging es bis zum 10. gewittrig und mit Niederschlägen weiter. Danach beruhigte sich die Atmosphäre, es blieb bei steigenden Temperaturen ganztags sonnig, ein Sommertag folgte auf den anderen und am 16. Juni wurde der erste heiße Tag des Jahres, dem weitere folgten, erzielt. Der Hochsommer war da und blieb vorerst auch erhalten. Erst am 20. Juni beendeten Schauer und ein leichtes Gewitter vorübergehend die hochsommerliche Wetterlage. Vor heftigen Unwettern wie in vielen Teilen Bayerns blieb unser Raum aber weitgehend verschont. Weitere Schauer am astronomischen Sommeranfang beendeten die herrschende Waldbrandgefahr und es kühlte vorübergehend auch etwas ab. Nachdem der Sommer am 28. Juni mit 31 Grad nochmals so richtig Gas gegeben hatte, sorgten Sturm und Starkregen am 29. Juni für Abkühlung.
Insgesamt betrachtet war der Monat mit Temperaturen, die eher dem Juli entsprachen, überaus warm und wies einen Überschuss bei Niederschlag und Sonnenschein auf.