Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 18,2 °C deutlich über dem Schnitt (normal 17,3 °C).
Es gab 27 warme Tage (normal 22), 13 Sommertage (normal 10) und 5 heiße Tage (normal 2).
Das Tagesmaximum von 35,0°C 8urde am 9. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 6,1 °C am 1. um 5 Uhr 15. Der Luftdruck bewegte sich fast ständig im Hochdruckbereich bei einem Schnitt von 1016,2 hPa
Erwähnenswert:
In der ersten Junihälfte erlebten wir einen rasanten Sommer-Start. Es wurde nicht nur ein neuer Temperaturrekord verzeichnet (35 Grad am 9.), sondern wir wurden auch bis zum 13. mit einer Folge von Sommertagen (8) und heißen Tagen (5) überrascht. Trotz der anfangs großen Hitze trat nur ein Gewitter auf (normal 4).Selbst die bis zum 20. oft auftretende Schafskälte fiel relativ zahm aus (Minimaltemperatur 9 Grad).
Die Ausbeute an Sonnenstunden war durchaus erfreulich. Es waren 7 Tage mit 12 Stunden Sonne zu vermelden und nur ein Tag völlig ohne Sonnenschein. So konnte sich der Monat mit insgesamt 265 Sonnenstunden durchaus sehen lassen (normal 214). Wie allerdings ein Super-Sonnenmonat aussehen kann, zeigte uns der Juni 2003 mit 347 Stunden Sonne.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit nur 37,2l/m² extrem unter dem Schnitt (nur 46 % des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit 17,4 Litern erzielten wir am 11. - bei ständigen Regengüssen zwischen 0 Uhr und 18 Uhr.
Mit 8 Niederschlagstagen lagen wir weit unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 11. um 3 Uhr 20 mit 34 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,2 km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Nord-Nordwest
Interessant am Rande:
Massiver Niederschlagsmangel war für nahezu den gesamten Monat kennzeichnend: Bis zum 27. fielen gerade mal 9% des Monatsniederschlags. So wundert es nicht, dass erneut Stufe 4 (von 5 möglichen) bei der Waldbrandgefahr erreicht und der Monat zum zweit-niederschlagsärmsten Monat zusammen mit Juni 2000 wurde, obwohl am 29. massiver Regen einsetzte.
Die Windmenge des Monats lag im üblichen Bereich und es wurden an 3 Tagen Geschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr erzielt (genau im Schnitt) .
Gesamteindruck
Der meteorologische Sommerbeginn zeigte sich angenehm warm, aber noch nicht ausgesprochen sommerlich. Das sollte sich bis Pfingsten ändern. Das Hoch „Wolfgang“ließ in Zusammenarbeit mit dem Tief „Elsa“ südliche Warmluft zu uns einfließen. Das Ergebnis: bereits am Pfingstsamstag wurden 31 Grad erreicht und am Pfingstmontag sogar 35 Grad, ein neuer Rekord für Juni. Diese hochsommerliche Witterung wurde auch durch ein Gewitter in der Nacht des 11. noch nicht beendet. Es fiel dringend nötiger Niederschlag, aber wir mussten kein Unwetter wie in Norddeutschland erleben. Am 14. zeichnete sich allerdings ein Wechsel hin zu niedrigeren Temperaturen ab und der 20. bescherte uns endlich geringfügigen Niederschlag. Der astronomische Sommeranfang hatte mit einem Maximalwert von 22 Grad leichte Anlaufschwierigkeiten, doch bereits die nächsten Tage brachten bei anhaltender Trockenheit wieder zwei Sommertage zustande. Am 29. sorgte erheblicher Niederschlag für Abkühlung und ein Ende der Trockenheit. Insgesamt betrachtet war der Monat ein erfreulicher Sommermonat: in der ersten Hälfte besonders heiß, viel zu wenig Niederschlag und Sonnenüberschuss.