Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 18°C überdem Schnitt. (normal 17,3°C)
Es gab 11 Sommertage (normal 10) und sogar 3 Tropentage (normal 2) sowie 24 warme Tage (normal 23).
Das Tagesmaximum von 31,3 °C wurde am 22. um 14 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug +6,2 °C am 14. um 4 Uhr 40. Starke Luftdruckschwankungen traten nicht auf, der Schnitt pendelte immer um den Normalbereich und lag bei 1014,2 hPa
Erwähnenswert:
Mit etwas Verzögerung machte sich heuer mal wieder die sog. „Schafskälte" bemerkbar, wenn auch in abgeschwächter Form. So sanken die Temperaturen ab dem 10 beständig ab, um am 14. den Tiefpunkt zu erreichen. Kein Wunder also, dass wir bis zum 18. erst 3 Sommertage erzielen konnten und die Temperatur bis dahin an 12 Tagen unter dem Schnitt lag.
Da war der Juni 2007 mit insgesamt 15 Sommertagen doch deutlich angenehmer.
Auch die Sonne enttäuschte ein bisschen. Im ersten Drittel war der Monat mit bis dahin 58 Sonnenstunden wesentlich sonnenärmer als der Vormonat mit 116 Stunden. Auch die Maximal-Sonnenstundenzahl war eher bescheiden: 12 Stunden Sonne und mehr waren gerade mal an 6 Tagen anzutreffen, eine Zahl von 14 Sonnenstunden trat erst gar nicht auf. (Juni 2007 immerhin 3 Tage). Dafür verzeichneten wir leider 5 Tage, an denen sich die Sonne nur 3 Stunden oder weniger blicken ließ.
Dadurch lag die Gesamt-Sonnenscheindauer mit 236 Stunden deutlich unter dem Schnitt. (normal 286 Stunden).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 70 l/m² unter dem normalen Wert (nur 87% des üblichen Regens). Den höchsten Tagesniederschlag mit 17,2Litern erzielten wir am 11. -zwischen 0 und 4 Uhr
Mit 17 Niederschlagstagen (normal 15) wurde der Schnitt geringfügig überschritten
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 2 Uhr 45 mit 54,7 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug nur 7,2 km/h und lag damit recht niedrig. Dabei blies der Wind vorherrschend aus Nordwest
Interessant am Rande:
Nach dem trockenen Mai zeigte sich der Juni zunächst eher niederschlagsreicher. Bereits vor Monatsmitte war mehr als die Hälfte des Monatsniederschlags (bei bis dahin bereits 10 Niederschlagstagen) erzielt. Doch im Gesamtmonat war die Zahl der Regentage auf Grund des überaus schönen letzten Drittels mit 17 gar nicht mehr so hoch wie erwartet.
Deutlich über dem Schnitt: 7 Gewitter (normal 4), von denen allerdings nur das Gewitter in der Nacht vom 10. auf 11. heftiger war.
Der Windverlauf war ähnlich ruhig wie im Mai. Nur an 6 Tagen traten Windgeschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr auf. Noch niedriger als im Mai fiel die Gesamt-Windmenge aus (windärmster Monat des Jahres)
Gesamteindruck
Der Juni begann, wie der Mai aufhörte: heiß und sonnig. Ab dem 3 zeichnete sich ein stärkerer Temperaturrückgang ab. Am 5. kam es zu ergiebigerem Niederschlag, den die Natur aber dringend brauchte. Glücklicherweise war dies in unserem Raum mit keinen Unwettern verbunden.. Bei weiter sinkenden Durchschnittstemperaturen legte der Sommer eine kleine Pause ein. Nachdem die Werte am 10. nochmals die 26-Grad-Marke erklommen, sorgte ein heftiger Gewitterschauer in der Nacht vom 10. auf 11. für Abkühlung. Ab dem 12. war es dann mit den sommerlichen Temperaturen vorbei. Diese kühle, schauerreiche Witterung blieb uns bis zum 17. erhalten. Danach ging es mit den Temperaturen steil bergauf und am 19. war bereits ein Sommertag in Sicht. Pünktlich zum astronomischen Sommerbeginn stiegen die Temperaturen noch weiter an und der zweite Tropentag des Monats wurde am 22. erreicht. Allerdings war in der schwül-feuchten Luft die Gewitterneigung sehr hoch. Dadurch wurde die sommerliche Witterung immer wieder von Regengüssen unterbrochen. Doch dann war es mit den Niederschlägen bis zum Monatsende vorbei und wir konnten uns an hohen Temperaturen erfreuen.
Insgesamt betrachtet war der Monat in der ersten Hälfte wenig sommerlich. Erst im letzten Drittel kam der Sommer in Fahrt, das Temperaturdefizit wurde aufgeholt und die Niederschlagsneigung sank.