15,4 °C
4,8 km/h

Monatsbericht Juli 2023

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,0°C deutlich über dem Schnitt (normal 19,4°C).

Es gab 28 warme Tage (normal 27), 18 Sommertage(normal 17) und 5 Tropentage (normal 5)

Das Tagesmaximum von 35,8 °C wurde am 15. um 16 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug9,8°C am 27. um 6 Uhr 05.

Der Luftdruck verlief gleichermaßen im Hoch- und Tiefdruckbereich und so erzielten wir einen Schnitt von 1013,1hPa

Erwähnenswert:

Die seit dem 7. Juli andauernde Hitze ließ im Raum Donauwörth die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 (von fünf Stufen) steigen. Mit 4 Tropentagen am Stück und einem Schnitt von 21 Grad zeigte sich die erste Hälfte des Monats als bisher wärmster Julibeginn. Mit einem Durchschnitt von 20,0 Grad am Monatsende war dieser Rekord aber nicht zu halten. Allerdings lag die Zahl der Gewitter diesmal mit neun deutlich über dem Schnitt (normal 5), zumal es an einem Tag manchmal mehrere Gewitter waren.

Obwohl sich die Sonne jeden Tag sehen ließ und immerhin 8 Tage mit 10 Sonnenstunden oder mehr auftraten, hätte man sich etwas mehr als 209 Stunden (normal 229)erwartet. Schuld war die deutliche Wetterverschlechterung in der letzten Juliwoche.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 111,2 l /m² erheblich über dem Schnitt (22 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 33,6 l/m² erzielten wir am 12. bei Starkregen ab 24 Uhr.

Mit 20 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 15).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 11. um 23 Uhr 55 mit 72 km/h gemessen (windgeschützte Lage),

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,8km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte großenteils aus Westen

Interessant am Rande:

Was auch in unserem Raum immer mehr zunimmt, ist eine lang andauernde Trockenheit sowie Starkregenereignisse. So kam es am 5. Juli zu einem Platzregen mit einer Regenrate von 90 l/m². Dies bedeutet: Wenn es eine Stunde lang so geregnet hätte, wären besagte 90 Liter gefallen, obwohl es in Wirklichkeit lediglich ca. 10 Liter waren. Unser Gebiet kam durch zwei noch heftigere Starkregenfälle am 12. und 25. Juli bis Monatsende auf mehr Niederschlag als üblich, obwohl zwischendurch längere Zeit extreme Trockenheit herrschte.

Die Windmenge war im Juli recht gering, obwohl wir 11 Tage mit heftigen Windböen erzielten(normal 4).

Gesamteindruck

Fallender Luftdruck ließ den Juli etwas verhalten starten, denn Sonne und starke Bewölkung wechselten sich ab. Diese etwas gedämpft sommerliche Wetterlage blieb einige Tage erhalten. Am 5 Juli zog bereits nachts ein erstes Gewitter auf. Gegen Mittag baute sich erneut eine schwarze Wand auf und Blitz, Donner sowie Starkregen beendeten vorerst die enorme Trockenheit. Trotz der kurzen Dauer des Unwetters wurden in Donauwörth und Umgebung zahlreiche Schäden verursacht. Ab dem 7. Juli sorgte Warmluft aus dem Süden für hochsommerliches Wetter mit Werten, die Tag für Tag anstiegen und schließlich an zwei Tagen sogar 34 Grad erreichten, es war Sommer pur. Da blieb es nicht aus, dass am 12. Juli ein Ausläufer des Sturmtiefs „Ronson“ unseren Raum ab Mitternacht regelrecht überfiel und heftigste Sturmböen sowie Starkregen mit 34 l/m² in kürzester Zeit sich austobten. Doch die Erholung erfolgte schnell und wer gedacht hatte, es ginge nicht mehr besser, wurde am 15. Juli bei Temperaturen von 36 Grad und ganztägigem Sonnenschein eines Besseren belehrt. Da war es eine Wohltat, dass danach mal wieder Niederschlag fiel und die Temperatur deutlich zurückging. Die Verschnaufpause war aber nur kurz und das hochsommerliche Wetter setzte sich fort. Erst am 24. Juli brachte ein Tief aus dem Norden einen kompletten Wetterumschwung, für Mensch und Natur eine Verschnaufpause. Dazu trug ein Temperatursturz und heftigster gewittriger Niederschlag bei, der nach fünf Tagen Trockenheit für eine deutliche Abkühlung sorgte und den hohen Niederschlagsmangel komplett ausglich.

Insgesamt betrachtet war der Juli trotz zweier Unwetter in den ersten drei Wochen ein erfreulicher Sommermonat mit ausreichend Sonnenschein, zahlreichen Sommertagen und sogar einem Niederschlagsüberschuss auf Grund.der Wetterverschlechterung in der letzten Juliwoche.

← Zurück zur Übersicht