Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,9 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 19,4°C).
Es gab 29 warme Tage (normal 27), 25 Sommertage (normal 17) und 10 Tropentage (normal 5).
Das Tagesmaximum von 37,4 °C wurde am 20. um 16 Uhr 00 erreicht, die Minimaltemperatur betrug8,8°C am 2. um 5 Uhr 20.
Der Luftdruck lag nahezu den ganzen Monat im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1018,0 hPa führte
Erwähnenswert:
Der Juli erwies sich von der Temperatur her zunächst als Wackelkandidat. Auf eine kurze Hitzeperiode vom 2. bis 6. Juli folgte eine kühle Phase vom 7. bis zum 11. Juli, um danach am 20. Juli mit einem neuen Hitzerekord aufzuwarten. Es wurde mit 37,4 Grad der höchste Juliwert seit 1983 erreicht.
Auch beim Sonnenschein sah es gut aus, wurde doch das Soll des Monats mit 262 Stunden (normal 229) überschritten. Dafür sorgten 13 Tage mit 10 Stunden Sonnenschein und mehr, darunter 10 Tage mit 12 Stunden. Dabei gab es keinen Tag völlig ohne Sonnenschein.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 23,4 l /m² deutlich unter dem Schnitt (nur 26% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 8,0 l/m² erzielten wir am 1. bei Niederschlag zwischen 5 Uhr und 16 Uhr.
Mit nur 7 Niederschlagstagen lagen wir katastrophal unter dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 20. um 21 Uhr 40 mit 65 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,3km/h relativ hoch und der Wind wehte hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
Das Problem Trockenheit war, wie in den letzten zwei Monaten, auch im Juli wieder ein Thema. Bis zum 20. Juli waren mit 11 l/m² lediglich 12% des Monatsniederschlags gefallen und auch bis Monatsende war Regen weiterhin Mangelware. Weniger Niederschlag gab es dieses Jahr nur noch im März mit lediglich 7,4 l/m². Da ließ es sich nicht vermeiden, dass die Waldbrandgefahr in unserem Raum am 19. Juli auf die höchste Stufe 5 anstieg. Erstaunlich, dass es trotz der großen Hitze bis zum 20. Juli kein Gewitter gab und auch am Monatsende nur 3 sehr leichte Gewitter zu verzeichnen waren.(normal 5). Die Windmenge lag im Juli im üblichen Bereich und wir erzielten 5 Tage mit starken Böen(normal 4).
Gesamteindruck
Der Juli startete mit Regen und einem Temperatursturz um 18 Grad, was aber Natur und Menschen eher guttat. Doch am nächsten Tag war dieser Ausreißer bereits vorbei und nach Auflösung des Morgennebels erfreute ganztägiger Sonnenschein. Ein weiterhin sehr hohes Temperaturniveau füllte Freibad und Naherholungsgebiet in Donauwörth mit Besuchern, zumal es beim Regen weiterhin Fehlanzeige war. Nach fünf Tagen Hitze und Trockenheit unterbrach am 7. Juli ein leichter Schauer bei starkem Temperaturrückgang diese kurze Hitzeperiode. Die Verschnaufpause bei der Temperatur dauerte immerhin bis zum 12. Juli an., als endlich wieder ein Sommertag auftrat. Doch dann gab es kein Halten mehr. Tag für Tag stieg dank Hoch „Jürgen“ die Temperatur, um am 14. Juli auf 34,4 Grad zu klettern. Aber das sollte noch nicht die Spitze sein. Die sonnigen, extrem warmen Tage setzten sich fort, um am 20. Juli den Höhepunkt mit 37,4 Grad zu erreichen. Das war ein erneuter Temperaturrekord, nämlich die höchste Julitemperatur seit 1983. Dies führte am späten Abend zu heftigen Sturmböen mit bis zu 65 km/h und in der Nacht sorgte ein Gewitterschauer für etwas Abkühlung. Dennoch kannte der Sommer keine längere Pause und das Thermometer überschritt immer wieder die Marke von 30 Grad. Stark fallender Luftdruck kündigte allerdings am 25. Juli eine Wetteränderung an. Die Temperatur sank in den Folgetagen auf erträgliche Werte, doch Regen blieb immer noch Mangelware. Der Monatsletzte heizte uns dann mit 39 Grad nochmals so richtig ein.
Insgesamt betrachtet war der Juli ein Hochsommermonat wie aus dem Bilderbuch mit viel Sonnenschein, sehr hohen Temperaturen und wenig Niederschlag.