Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 18,4 °C deutlich unter dem Schnitt (normal 19,4 °C).
Es gab 28 warme Tage (normal 27), nur 13 Sommertage (normal 16) und keinen Tropentag (normal 4).
Das Tagesmaximum von 29,2°C wurde am 30. um 16 Uhr 05 erreicht, die Minimaltemperatur betrug9,3 °C am 3. um 5 Uhr 20.
Der Luftdruck bewegte sich etwa zu gleich Teilen im Hoch- und Tiefdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1014,1 hPa führte
Erwähnenswert:
Über die erste Monatshälfte hinaus war der Monat mit einem Schnitt von 17 Grad deutlich zu kühl, ein Sommermonat sieht anders aus. Doch im letzten Drittel gelang dann ein kleiner Ausgleich. Dennoch war die Zahl der Sommertage viel zu gering und Tropentag trat erst gar keiner auf.
So ist es nicht erstaunlich, dass in unserem Raum, im Gegensatz zu anderen Gebieten Bayerns, nur ein Gewitter (normal 5) auftrat.
Auch die Zahl von 217 Sonnenstunden (normal 229) konnte nicht ganz zufriedenstellen. Es gab gerade mal 4 Tage mit 12 Sonnenstunden in der Zeit vom 20. bis 23.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 89,0 l /m² im Schnitt (99% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 18 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 8. bei über den ganzen Tag verteiltem Regen.
Mit 22 Niederschlagstagen lagen wir ganz erheblich über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 20 Uhr mit 60 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,2km/h im üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Westen
Interessant am Rande:
Die erste Monatshälfte war von häufigen Regenfällen geprägt und so war bis zum 15. Juli bereits 80% der üblichen Regenmenge des Monats gefallen. Dies erwies sich für die Landwirtschaft als gut oder auch schlecht, je nach Bodenbeschaffenheit. Auf alle Fälle stieg der Grundwasserspiegel endlich wieder an und die Waldbrandgefahr sank auf Stufe 2.
Die Windmenge war im Juli erstaunlich niedrig, obwohl 5 Sturmtage(normal 3) auftraten.
Gesamteindruck
Nach der Hitze des Vormonats war die Abkühlung am Monatsersten auf nur 16 Grad für viele eher eine Wohltat. Wärmer, doch sehr unbeständig und leicht gewittrig ging es die nächsten Tage weiter. Am 6. Juli stieg die Temperatur deutlich an, aber anstatt eines sich abzeichnenden Gewitters fiel gegen Abend nur leichter Regen, der sich am Tag darauf fortsetzte. Mehrere Tiefs sorgten dafür, dass der Sommer Pause machte. Ab dem 8. Juli fiel in Donauwörth immer wieder erheblicher Niederschlag, der aber wenigstens nicht unwetterartig ausfiel, da sich diese Fronten kurz vor dem Stadtgebiet nach Nordwesten und Nordosten aufteilten und dadurch die Regenmenge nicht punktuell niederging. Auch wenn dann mal 26 Grad am 12. Juli erreicht wurden, ging es dennoch unbeständig, zu kühl und mit erneuten Regenfällen weiter. Eine erkennbare Besserung war erst ab dem 18. Juli zu spüren. Der Niederschlag ebbte ab, es traten etliche Sommertage auf und die Sonne ließ sich nahezu ganztags sehen. Diese hochsommerliche Wetterlage hielt sechs Tage an, doch dann erfolgte erneut ein leichter Wetterumschwung. Bei niedrigeren Temperaturen setzte täglicher, wenn auch geringer Niederschlag ein, es war unbeständig, doch die vielen Unwetter andernorts gingen an Donauwörth erneut vorbei. Am 30. Juli setzte der Sommer nochmals zum Endspurt an mit einem Maximalwert von 29,2 Grad, was aber am Abend zu einem Gewitterschauer mit heftigen Sturmböen führte.
Insgesamt betrachtet war es für einen Hochsommermonat deutlich zu kühl und die Zahl der Sonnenstunden ließ zu wünschen übrig. Dafür wurde das Soll an Niederschlag bei zahlreichen Niederschlagstagen erreicht.