Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,7 °Cerheblich über dem Schnitt (normal 19,3 °C).
Es gab 30 warme Tage (normal 27), 24 Sommertage (normal 16) und 6 heiße Tage (normal 4).
Das Tagesmaximum von 34,6 °C wurde am 31. um 15 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug9,0 °Cam 11. um 5 Uhr 30.
Der Luftdruck wies wenig kräftige Ausschläge nach unten oder oben auf und schloss mit einem Schnitt von 1014,7 hPa
Erwähnenswert:
Etwas erstaunlich ist, dass wir trotz der bisher sehr warmen Monate seit April bis zum 19. noch keinen einzigen heißen Tag hatten. Schuld daran war im Juli ein Zickzackkurs der Temperaturen, die zwar häufig über 25 Grad lagen, aber eben immer wieder auch Ausreißer nach unten zeigten. Doch auch dies sollte sich bis Monatsende noch gewaltig ändern.
Die hohe Ausbeute an Sonnenstunden passte zum Gesamtbild des Monats. An 8 Tagen ließ sich die Sonne 12 Stunden oder mehr sehen und es gab keinen einzigen Tag völlig ohne Sonnenschein. Entsprechend gut war das Endergebnis: 262 Sonnenstunden, ein Plus von 14%.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 112,4l/m² deutlich über dem Schnitt (24% mehr als üblich), ein groteskes Ergebnis im Hinblick auf die eigentlich herrschende Trockenheit. Den höchsten Tageswert mit 47,6 Litern erzielten wir am 21. bei Dauer- und Starkregen von 8 Uhr bis 24 Uhr.
Mit 12 Niederschlagstagen, die bis auf 2 Tage sehr unergiebig waren, lagen wir unter dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 17. um 18 Uhr 30 mit 37km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,0 km/h sehr niedrig und der Wind wehte überwiegend aus Nordwest
Interessant am Rande:
Das Dauerthema Trockenheit, das uns nun schon 4 Monate beschäftigt, hielt auch im Juli an. Bis Monatsmitte waren erst 25% des üblichen Monatsniederschlags gefallen. Kein Wunder also, dass die kleine Wörnitz an vielen Tagen praktisch ausgetrocknet war. Drei heftige Schauer sorgten dennoch dafür, dass bis Monatsende sogar ein Niederschlagsüberschuss erreicht wurde, ein schon kurioses Ergebnis.
Erstaunlich, dass trotz der hohen Temperaturen nur 3 Gewitter(normal 5) auftraten.
Die Windmenge war für Juni sehr niedrig und wir erzielten auch lediglich 2 Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 3).
Gesamteindruck
Der Juli startete mit wolkenlosem Himmel und sommerlichen Temperaturen, also mit bestem Badewetter. Am 5. und vor allem am 6. fiel dringend erforderlicher Regen, der zusätzlich etwas Abkühlung brachte. Doch das tat dem sommerlichen Wetter keinen Abbruch. Erst am 10. legte der Sommer eine kleine Pause ein, die jedoch schnell überwunden wurde. Schon am 12. stieg die Temperatur erneut an. Und am Tag danach herrschte erneut bestes Sommerwetter, das bis zum 20. andauerte und im ersten heißen Tag des Jahres gipfelte. Am 21. beendete anhaltender, teils schauerartiger Regenfall, der sich am Tag danach fortsetzte, mit einer Gesamtregenmenge von 80,8 l/m² vorübergehend die anhaltende Trockenheit und die damit verbundene Waldbrandgefahr. Gut für die Natur, schlecht für den „Schwäbischwerder Kindertag“, der buchstäblich ins Wasser fiel. Ab dem 23. lief der Sommer dann zur Hochform auf. Die sog. „Hundstage“ zeigten ihr ganzes Können. Bei meist nur leicht bewölktem Himmel folgte ein Sommer- oder heißer Tag dem anderen.
Insgesamt betrachtet setzte der Juli die Serie der zu warmen Monate fort, war in weiten Teilen extrem niederschlagsarm und präsentierte sich als Bilderbuch-Sommermonat.