Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,3°C geringfügig über dem Schnitt (normal 19,2 °C).
Es gab 26 warme Tage (normal 27), 16 Sommertage (genau im Schnitt) und 4 heiße Tage (genau im Schnitt).
Das Tagesmaximum von 32,7 °C wurde am 19. um 16 Uhr 00 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,4 °C am 16. um 5 Uhr 30.
Der Luftdruck bewegte sich in den ersten beiden Monatsdritteln überwiegend im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1014,9 hPa führte
Erwähnenswert:
Der Temperaturverlauf wies ab dem 11. eine täglich fallende Tendenz auf und erreichte am 15. den ersten Tiefpunkt mit einem Schnitt von nur 15,3 Grad. Vorübergehend war der Sommer also eher kühl und kochte auf Sparflamme. Allerdings war im Monatsverlauf ein regelrechter „Schaukelsommer“ zu beobachten: Spitzen und Tiefen wechselten sich immer wieder ab, eine durchgängige Hitzephase war nicht zu erkennen. Dennoch traten 6 Gewitter auf (normal 5).
Der Sonnenschein ließ zu wünschen übrig. Nur 3 Tage mit 12 Stunden Sonne waren schon frustrierend. So kamen wir bis Monatsende auch nur auf 198 Stunden (normal 229), ein Defizit von 14 %.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 112,4 l/m² über dem Schnitt (22% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 37,2 Litern erzielten wir am 26. bei Dauerregen den ganzen Tag über.
Mit 20 Niederschlagstagen übertrafen wir erkennbar den Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 30. um 16 Uhr 20 mit 44 km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,1 km/h etwas über dem üblichen Bereich und der Wind wehte überwiegend aus Westen
Interessant am Rande:
Über Niederschlagsmangel konnte man sich im ersten Monatsdrittel nicht beklagen. Und obwohl zum Teil in kurzer Zeit höhere Regenmengen fielen (13 l/m² am 7., 11,8 l/m² am 9.,14,8 l/m² am 11.), blieben wir von katastrophalen Starkregenfällen wie in anderen Landesteilen verschont. Dauerregen am 25./26. mit einer Menge von 46 Litern sorgte dann dafür, dass das nach Monatsmitte noch herrschende Defizit komplett ausgeglichen wurde.
Die Windmenge lag im oberen Normalbereich und wir erzielten 7Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 3).
Gesamteindruck
Nach einem etwas verhaltenen Start legte der Sommer ab dem 4. so richtig los. Die Temperatur erreichte am 6. sogar fast 32 Grad und da war es nicht erstaunlich, dass uns am 7. um die Mittagszeit ein heftiges Gewitter mit Starkregen traf. Dieses labile, gewittrige Wetter bescherte uns kurzzeitige heftige Regenschauer. Ab dem 11. legte der Hochsommer eine Pause ein, was aber der Natur und vielen Menschen gut tat. Doch die hohe Luftfeuchte sorgte trotzdem für eine unangenehme Schwüle und Tief „Xavier“ für weitere Unbeständigkeit. Damit einher ging auch ein merkliches Absinken der Temperatur. Erst ab dem 17. kehrte der Hochsommer mit Riesenschritten zurück und am 19. wurde mit fast 33 Grad der bisher heißeste Tag des Monats erzielt. Glücklicherweise blieben wir erneut von schlimmen Unwettern wie in vielen Teilen Deutschlands verschont. Eine Rückkehr zu verträglicheren Temperaturen zeichnete sich am 23. ab, als Tief „Zlatan“, gefolgt von Tief „Alfred“ die Herrschaft übernahmen und für richtig herbstliches Wetter sorgten. Dies gipfelte am 26. im kältesten Tag des Monats, der nur einen Schnitt von 13,6 Grad aufwies. Nochmal so richtig heiß mit 32 Grad, Blitz und Donner verabschiedete sich der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Juli ein Sommermonat mit Höhen und Tiefen, sehr wechselhaft mit ungleich verteiltem Niederschlag und zu wenig Sonnenschein.