22,5 °C
6,4 km/h

Monatsbericht Juli 2015

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 21,8 °C extrem über dem Schnitt (normal 19,2 °C).

Es gab 30 warme Tage (normal 27), 21 Sommertage (normal 16) und 14 heiße Tage (normal 4).

Das Tagesmaximum von 36,7 °C wurde am 5. um 15 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 8,2 °C am 10. um 5 Uhr 45.

Der Luftdruck zeigte ab Monatsbeginn eine fallende Tendenz bei einem Schnitt von 1015,1 hPa

Erwähnenswert:

Die erste Hitzewelle des Jahres kam zu Anfang Juli recht früh. Schuld daran war ein Tief über dem Westatlantik, das heiße Luft aus der Sahara auf dem Landweg schnell zu uns vordringen ließ. Kein Wunder also, dass die Temperaturen immer weiter stiegen, um am 5. mit 36,7 Grad den höchsten seit 1983 gemessenen Juli- und auch Jahreswert zu erreichen. So ist es nicht erstaunlich, dass damit auch die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 stieg. Um das noch zu steigern, erzielten wir am 6. eine sog. Tropennacht mit einer Minimaltemperatur von 21,7 Grad und am 21. die zweite Tropennacht mit 20,2°C. Darüber hinaus lag der Monatsschnitt bis zum 21. 4,0 Grad über dem Normalwert. Dies stellt für unseren Raum einen Hitzerekord dar. So wundert es erneut, dass ähnlich wie im Juni dennoch nur drei Gewitter (normal 5) auftraten. Erst die letzte Juliwoche ließ diesen hohen Temperaturschnitt deutlich sinken.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 17,8l/m² erheblich unter dem Schnitt (nur 19% des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit 9,8 Litern erzielten wir am 7. - bei Starkregen zwischen 22 und 23Uhr.

Mit 11 Niederschlagstagen, die allerdings wenig ergiebig waren, lagen wir erkennbar unter dem Schnitt (normal 14).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 24. um 23 Uhr 45 mit 55km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 8,3 km/h im auffallend hoch und der Wind wehte überwiegend aus Nordwest

Interessant am Rande:

Der Juli zeigte sich noch viel trockener als der Vormonat. Bis zum 21. waren mit nur 11,8 Liter gerade mal 12 % des Monatsniederschlags gefallen. Und auch das nur, weil am 7. ein Starkregen uns 9,8 l/m² auf einmal bescherte. Da sich diese Trockenheit auch im Rest des Monats nicht mehr gravierend änderte, war dies der niederschlagsärmste Juli seit 1983.

Die Windmenge des Monats bewegte sich zwar noch im üblichen Bereich,allerdings wurde an 11 Tagen eine Geschwindigkeit von 30 km/h oder mehr erreicht (normal 3).

Die Sonnenscheinzeit lag mit 295 Stunden (normal 229) deutlich über dem Schnitt, denn immerhin an 10 Tagen waren 12 Stunden und mehr zu verzeichnen.

Gesamteindruck

Hoch „Annelie“ ließ den Juli wolkenlos und hochsommerlich heiß mit nahezu 32 Grad beginnen. Diese extremen Temperaturen hielten bis zum 7. an, als eine Gewitterfront gegen 22 Uhr bei heftigen Windböen die Temperatur schlagartig von 25 Grad auf 19 Grad senkte. Obwohl vom DWD eine Violett-Warnung (höchste Stufe) für unseren Raum ausgegeben wurde, kamen wir im Stadtgebiet von Donauwörth glimpflich davon, nicht aber in angrenzenden Orten wie Harburg, Daiting und den umliegenden Orten. Der Temperatursturz von 35,2 Grad am 7. auf 22,9 Grad am 8. war beträchtlich, was aber von vielen Menschen auch als Wohltat empfunden wurde. Mit gemäßigteren und in der Nacht sogar einstelligen Werten ging es kurzzeitig weiter, bis dann die Tagestemperaturen am 11. bereits erneut wieder die 30-Gradmarke erreichten. Schwül-heiß mit bis zu 35 Grad und weiterhin ohne messbaren Niederschlag bis zum 21. erwies es sich vor allem für Gärtner und Landwirte, aber auch für Menschen mit Kreislaufproblemen als problematisch. Ein Gewitter am Abend des 22. bewirkte abermals einen Temperatursturz von 36,4 Grad auf 22 Grad, doch der geringe Niederschlag, der dabei fiel, entspannte die Lage im Bezug auf die Trockenheit in keiner Weise. Dafür brachte uns das Sturmtief „Zeljko“ am 25. und in den Folgetagen heftige Böen, was für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Deutlich kühler zeigten sich die letzten Tage des Monats.

Insgesamt betrachtet war der Monat nahezu durchgehend außerordentlich heiß, deutlich zu trocken und recht sonnig.

← Zurück zur Übersicht