Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 20,5°C erheblich über dem Schnitt (normal 19,2°C).
Es gab 27 warme Tage (genau im Schnitt), 21 Sommertage (normal 15) sowie 10 heiße Tage (normal 4).
Das Tagesmaximum von 35,0 °Cwurde am 14. um 16 Uhr 55 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 9,7 °Cam 31. um 3 Uhr 50.
Der Luftdruck bewegte sich überwiegend im höheren Bereich, was letztlich zu einem Schnitt von 1015 hPa führte
Erwähnenswert:
Der Monatsbeginn war neben 2006 der heißeste seit Beginn meiner Aufzeichnungen. So betrug die Durchschnittstemperatur bis zum 14. beachtliche 23,0°C. Bedenkt man, dass die hochsommerlichen Temperaturen nun bereits seit 24.6. andauern, so war dies zweifelsfrei eine ungewöhnlich lang andauernde sommerliche Periode. Als besonders heiß erwies sich dabei der 10. mit einer Maximaltemperatur von 34,2°C und einem Schnitt von 25,8°C sowie der 14. mit einem Maximum von 35°C und einem Schnitt von 25,5°C. Dennoch verpasste der Monat auf Grund der letzten 8 Tage (Temperatursturz) einen neuen Hitzerekord und konnte nicht mit Juli 2006 (bisher heißester Monat) mithalten, der den diesjährigen Monat in maßgeblichen Werten überbot: 28 Sommertage, 14 heiße Tage, Schnitt 22,6°C. Auch konnten wir keine sog. „Tropennacht" erzielen, also eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20°C fiel. Dies war letztmals im Rekordsommer 2003 bei 2 Nächten der Fall (27.7.03 und 6.8.03).
Über Mangel an Sonne konnten wir uns bei Gott nicht beklagen. 14 Tage mit 12 Stunden Sonne oder mehr sprechen für sich. Da fielen die 2 Tage mit weniger als einer Stunde Sonne nicht ins Gewicht. So wurde die übliche Sonnenstundenzahl (normal 229) mit 279 Stunden weit übertroffen und der Monat reihte sich in die Rekordsommermonate Juli 2003 (284 Stunden) und 2006 (285 Stunden) ein.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 125,4l/m² über dem Schnitt (40% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 22,6Litern erzielten wir am 17. - während zweier kräftiger Schauer (2 Uhr bis 3 Uhr und 19 Uhr bis 21 Uhr)
Mit 11 Niederschlags tagen unterschritten wir den Schnitt erkennbar (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 12. um 20 Uhr 30 mit 47km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,0 km/h relativ niedrig. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Nordwest
Interessant am Rande:
Die Trockenphase des letzten Junidrittels setzte sich im Juli fort, so dass wir die längste Trockenperiode des laufenden Jahres verzeichneten, nämlich fast 15 Tage. Wäre nicht am 4. unbedeutender Niederschlag gefallen, so hätte die Trockenperiode fast stolze 25 Tage betragen. So war es schon beachtlich, dass bis zum 14. gerade mal mal 1,6 l/m² Niederschlag gefallen war. Erst mehrere Gewitter (am 15. mit 14,6 l/m², am 17. mit 22,6 l/m² und am 22. mit 11,2 l/m²) sowie heftige Niederschläge ab dem 22. füllten das Defizit komplett auf. Den Landwirten wird diese ungleiche Art der Niederschlagsverteilung allerdings nicht so gefallen haben. Grotesk ist es schon, dass trotz langer Trockenphasen der Monat letztlich über- durchschnittlich nass war.
Die Zahl der Gewitter lag mit 4 (normal 5) insofern recht niedrig, als eine Vielzahl heißer Tage aufeinander folgte.
Die Windmenge war im Juli äußerst gering (windärmster Monat des Jahres), obwohl an 7 Tagen Geschwindigkeiten über 30 km/h erreicht wurden.
Gesamteindruck
Der Juli begann hochsommerlich warm mit hoher Sonnenstundenzahl und die bereits gegen Ende Juni einsetzende Hitzeperiode setzte sich verstärkt fort. Erst in den Morgenstunden des 4. sorgte ein leichtes Gewitter mit unbedeutendem Niederschlag für etwas Abkühlung. Bei weiterhin sonnigem, niederschlagsfreiem Wetter stiegen die Temperaturen beständig an, um am 10. den ersten Höhepunkt der Hitzewelle zu erreichen. Erstaunlicherweise blieb es trotz der weiterhin hohen Temperaturen gewitterfrei bzw. die Gewitterzellen zogen nördlich an Donauwörth vorbei. Plötzlich einsetzende heftige Windböen am Abend des 12. ließen die Temperaturen kurzzeitig erträglicher werden. Doch dann kamen die Extremtemperaturen bei ganztägigem Sonnenschein wieder zurück. Eine kurzzeitige Wende deutete sich an, als sich am Abend des 14. eine breite Gewitterfront dem Raum Donauwörth näherte. In der Nacht des 15. sorgten dann 2 Gewitter mit heftigen Regengüssen für eine geringfügige, aber wohltuende Abkühlung. Doch schon am nächsten Tag wurde uns erneut ein heißer Tag mit fast 33°C beschert. Kein Wunder, dass es dann in der Nacht erneut zu einem Gewitter mit Starkregen kam. Doch dies konnte der Fortdauer des hochsommerlichen Wetters nichts anhaben. Erst am 22. ließ abermals ein Gewitter in den Abendstunden die Temperaturen erträglicher werden und der Garten wurde, auch noch am Folgetag, mal wieder von oben gegossen. Was an Regen zunächst gefehlt hatte, wurde am 24. und den folgenden Tagen nachgeholt: es fielen Niederschlagsmengen bis zu 15 l/m² und mit Sommertemperaturen war bis Monatsende Schluss. Erst am Monatsletzten konnte wir noch einen Sommertag genießen.
Insgesamt betrachtet präsentierte sich der Monat erstmals wieder seit 2006 als Hochsommermonat in Bestform mit weit überdurchschnittlichen Temperaturen und einer größtenteils sehr stabilen Schönwetterlage.