Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 22,7°C extrem über dem langjährigen Schnitt von 19,2°C. Zu den 31 warmen Tagen gesellten sich 28 Sommertage (normal 15) und 14 Tropentage (normal 3).
Das Tagesmaximum von 34,7°C wurde am 20. um 16 Uhr 40 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 12,5°C am 19. um 6 Uhr 00.
Der Luftdruck schwankte zwischen 1008 hPa und 1026 hPa und bewegte sich nahezuständig im Hochdruckbereich
Erwähnenswert:
Der Monat war ein absoluter Rekordhalter. Hochsommerlicher geht es kaum noch: nahezu jeder Tag ein Sommertag (Ausnahmen: der 7., 8. und 29.) Insgesamt 14 Tropentage, ein Wert, der nur noch vom Juli 1994 mit 16 Tropentagen und ebenfalls 28 Sommertagen übertroffen wurde.
Ein weiterer „Rekordbeweis":
Die Durchschnittstemperatur lag an 29 Tagen über dem Schnitt, was letztlich zu einer bisher noch nicht da gewesenen Durchschnittstemperatur von 22.7°C führte.
Nicht einmal der Super-Sommer 2003 konnten mit höheren Juliwerten aufwarten: „nur" 3 Tropen- und 19 Sommertage.
Im üblichen Rahmen lag die Zahl von 6 leichten und einem etwas heftigeren Gewitter.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 50,7 Litern erneut wieder unter dem Schnitt (45% weniger als normal). Der höchste Tagesniederschlag mit 13,7 Litern fiel am 8. - als Schauer zwischen 14 Uhr 40 und 16 Uhr 10.
Die lediglich 8 Niederschlagstage unterschritten ebenfalls erheblich den Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 5. gegen Mitternacht mit 53 km/h erreicht. (windgeschützte Lage)
Die Windhäufigkeit war für den Juli eher etwas hoch. Die vorherrschende Windrichtung war Ost-Südost
Interessant am Rande:
Nach dem Juni zeigte sich auch der Juli als ungewöhnlich trockener Monat (nur 3 Niederschlagstage bis zum 21.) So wurde denn auch die bisher längste Trockenperiode des Juni übertroffen: kein Niederschlag vom 9. bis 21. Juli (14 Tage und 7 Stunden). Zu erwähnen ist, dass von den insgesamt 8 Niederschlagstagen eigentlich nur 5 Tage nennenswerten Regen aufwiesen.
Bemerkenswert:
An 3 Tagen betrug die Sonnenscheindauer sogar 14 Stunden, an weiteren 11 Tagen immerhin 12 Stunden. So lag die Sonnenstundenzahl mit 319 deutlich über dem Schnitt (261)
Gesamteindruck
Das warme, sonnige Wetter des Juni setzte sich am Monatsanfang mit hochsommerlichen Temperaturen fort und führte am 5. zum ersten Temperaturhöhepunkt. Um Mitternacht einsetzende starke Windböen (53 km/h) brachten kaum Abkühlung und praktisch keinen messbaren Niederschlag. Doch am 6. sorgte ein Gewitter mit Starkniederschlag (7 l/m² in 15 Minuten) für einen Temperaturrückgang von 30°C auf 17°C und den dringend nötigen Regen. Ein erneuter, noch kräftigerer Regenguss am 8. hielt die Temperaturen auf etwas niedrigerem Niveau. Doch dann bewegten sich die Werte wieder täglich nach oben und die hochsommerliche Schönwetterlage mit meist wolkenlosem Himmel dauerte an. Am 20. schließlich wurde der 2. Temperaturhöhepunkt mit 34,7°C erreicht. Ein sich abzeichnendes Gewitter am 21. ging an uns vorbei, so dass vor allem die Landwirte weiter auf Regen warten mussten. Dieser stellte sich am 23. um Mitternacht (bei einem leichten Gewitter) ein und senkte für einen Tag die hohen Temperaturwerte etwas ab.
Doch bereits am nächsten Tag hatten wir die inzwischen gewohnt hohen Temperaturen wieder erreicht. Diese blieben uns (kleiner Ausrutscher nach unten am 29.) bis zum Monatsende erhalten.
Insgesamt betrachtet war der Monat ein so noch nie aufgetretener Bilderbuch-Sommermonat mit extrem hohen Temperaturwerten und wenig Niederschlag.