Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 2,9 °C erheblich über dem Schnitt (normal 0,3°C).
Es gab 26 kalte Tage (normal 29), 15 Frosttage (normal 21) und 3 Eistage (normal 9)
Das Tagesmaximum von 16,2 °C wurde am 1. um 13 Uhr 55 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-4,3°C am 21. um 5 Uhr 00.
Der Luftdruck war ganz erheblichen Schwankungen unterworfen mit einem Tiefpunkt am 17. Januar und wies am Monatsende einen Schnitt von 1018,2 hPa auf
Erwähnenswert:
Die erste Januarwoche sah nicht nach Winter aus, lag doch der Schnitt bis dahin 7 Grad über dem Normalwert. So erwiesen sich auch die ersten zehn Tage des Monats als wärmster Januar-Monatsbeginn der letzten Klimaperiode, zumal bis zum 15. Januar kein einziger Frosttag auftrat.
Sonnenscheinmangel im Winter ist nicht verwunderlich, aber dieser Januar unterbot mit lediglich 30 Sonnenstunden (normal 46) sogar den Dezember 2022, der auch nur 32 Sonnenstunden aufwies. Bei 16 Tagen völlig ohne Sonnenschein konnten auch die zwei Tage mit 6 Sonnenstunden die Stimmung nicht mehr aufhellen.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 23,2l /m² erheblich unter dem Schnitt (nur 41 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit nur 5,4 l/m² erzielten wir am 9. bei Niederschlag zwischen Mitternacht und 8 Uhr-
Mit 19 Niederschlagstagen lagen wir merklich über dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 12. um 13 Uhr 15 mit 50 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,3km/h etwas über dem üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Süd-Südwest
Interessant am Rande:
Auf Grund der viel zu hohen Temperaturen war es nicht verwunderlich, dass Niederschlag bis über die Monatsmitte hinaus nur als Regen fiel. Doch nicht nur in Donauwörth, sondern auch in höheren Lagen war kein Schneefall zu verzeichnen. Der setzte erst ab dem 17. Januar ein. So konnten wir zwar bis Monatsende 7 Schneetage verzeichnen (normal 5), aber in vernachlässigbarer Menge.
Die Windmenge bewegte sich im Januar im Normalbereich und wir erzielten 10 Tage mit starken Böen(normal 7).
Gesamteindruck
Der Januar startete mit sechsstündigem Sonnenschein und frühlingshaften 16 Grad. So mild konnte es zwar nicht weitergehen, doch auch in den nächsten Tagen war kein Frost in Sicht, obwohl sich die Sonne bis zum 6. Januar kaum sehen ließ. Nach einem Lichtblick am Tag danach ging es meist bedeckt, regnerisch und stürmisch bis zum 15. Januar weiter, da ein Tiefdruckgebiet das andere jagte. Ständig extrem fallender Luftdruck steigerte die Böenhäufigkeit und die Aussicht auf Regen oder Schnee, doch zumindest ließ sich die Sonne wieder zeitweise sehen. Am Abend des 17. Januar setzte dann tatsächlich der erste leichte Schneefall dieses Jahres ein, der sich am nächsten Tag fortsetzte. Doch für eine winterliche Landschaft reichte es bei weitem nicht aus, auch wenn nachts endlich jahreszeitgemäß die Temperatur unter Null Grad lag. Ein winziger Lichtblick im Hinblick auf Sonnenschein zeigte sich am 19. Januar, doch danach herrschte wieder Dauergrau. Allerdings blieb es nun bei jahreszeitgemäßeren Temperaturen und am 21. Januar trat sehr verspätet der erste Eistag auf. Obwohl seit dem 19. Januar der Luftdruck heftig anstieg und schließlich 1034 hPa erreichte, ließ sich die Sonne trotzdem kaum sehen, denn hartnäckiger Hochnebel auf Grund einer starken Inversionswetterlage machte die Tage einfach düster. Ohne den angekündigten Schneefall endete der Monat., der trotz 7 Schneetagen (normal 5) keine längere geschlossene Schneedecke zustande brachte.
Insgesamt betrachtet war der Januar alles andere als ein Wintermonat, denn er zeigte sich viel zu warm, erheblich zu trocken bei einem gravierenden Mangel an Sonnenschein.