Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,1 °C extrem über dem Schnitt (normal 0,3 °C), es war der wärmste Januar zusammen mit Januar 2007. Es gab 25 kalte Tage (normal 29),nur 5 Frosttage (normal 21) und keinen Eistag (normal 9).
Das Tagesmaximum von 11,6°C wurde am 5. um 12 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-3,7 °C am 21. um 23 Uhr 35.
Der Luftdruck wies bei starken Schwankungen eine stetig steigende Tendenz auf und resultierte in einem Schnitt von 1016,2 hPa
Erwähnenswert:
Das erste Monatsdrittel zeigte sich bereits sich viel zu warm. Bis zum 10. war kein einziger Frosttag zu verzeichnen, die Werte lagen zu Monatsmitte 4 Grad über dem Monatsschnitt, von Winter und vor allem auch von Schneefall bis zum 19. also keine Spur. Erst am 21. kam es zum ersten deutlicheren Nachtfrost mit -3,7 Grad. Doch auch die 5 Schneetage (genau im Schnitt) konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Monat insgesamt viel zu warm war.
Obwohl es bei 10 Nebeltagen (normal 8) gefühlt recht düster zuging, war doch die Sonnenschein-Ausbeute gar nicht so schlecht. Wir zählten immerhin 6 Tage mit 4 Stunden Sonne oder mehr und erreichten so 61 Stunden (normal 46). Damit hob sich unser Raum positiv von norddeutschen Gebieten ab, die den bisher düstersten Winter verzeichneten.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 112,2 l/m² erheblich über dem Schnitt (109 % mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 21,0 Litern erzielten wir am 4. bei Dauerregen zwischen 12 Uhr und 23 Uhr.
Mit 19 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 15).
Die höchste Windgeschwindigkeitwurde am 18. um 10 Uhr 15 mit 62km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 10,2 km/h sehr hoch und der Wind wehte überwiegend aus Osten
Interessant am Rande:
Anstatt Winterwetter beglückte uns der Januarstart mit erheblichen Regenmengen. So waren am 5. bereits 64% des Monatsniederschlags erreicht. Nicht erstaunlich also, dass die Hochwassergefahr stieg, und der Wasserstand der Donau 4,87 m erreichte. Dauerregen am 18. ließ den Pegel erneut deutlich ansteigen. Da wundert es nicht, dass am Monatsende mehr als doppelt soviel wie üblich vom Himmel kam. So wurde der Monat nach 2004 und 2012 zum niederschlagsreichsten Januar.
Die Windmenge war für Januar sehr hoch und wir erzielten 14Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 5).
Gesamteindruck
Das neue Jahr begann ungewöhnlich warm und Sturmtief „Burglind“ machte es mit Schauern und heftigen Windböen am 3. so richtig ungemütlich. Unser Raum blieb aber größtenteils vor erheblichen Schäden verschont. Leider ließ sich, ausgenommen den 6., nach weiterhin trüben Tagen die Sonne erst am 9. mal wieder so richtig sehen, wobei die Temperatur dann bis auf 8 Grad anstieg. Trüb und trostlos ging es bis zum 14. weiter. Doch selbst da ließ sich die Sonne nur für 2 Stunden sehen.
Stark fallender Luftdruck kündigte weitere Unbill an und am 16. wurden wir dann mit Regen und Sturmböen konfrontiert. Auch in den nächsten Tagen zeigte sich keine Besserung, im Gegenteil, Orkantief „Friederike“ zog am 18. mit Dauerregen und heftigen Böen über unseren Raum hinweg. Bei uns hielten sich, im Gegensatz zu anderen Gebieten, die Schäden in Grenzen.
Am 20. setzte endlich Schneefall ein, der zunächst wieder in Regen überging, dann jedoch mit weiteren starken Schneefällen zeigte, dass es auch winterlich sein kann. Nicht so erfreulich war dies für die Straßenmeistereien, da der Nassschnee erhebliche Probleme bereitete. Doch ab dem 23. war es mit dem Winter wieder vorbei und die Temperatur erreichte am 24. eher vor-frühlingshafte Werte.
Insgesamt betrachtet war der Januar viel zu warm bei einem horrenden Niederschlagsüberschuss und erkennbarem Sonnenschein-Überschuss.