11,9 °C
8,0 km/h

Monatsbericht Januar 2017

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von -4,1 °C extrem unter dem Schnitt (normal 0,3 °C). Er war nach Januar 1985 mit -4,9 Grad der kälteste Januar. Es gab 31 kalte Tage (normal 29), 29 Frosttage (normal 21) und 15 Eistage (normal 9).

Das Tagesmaximum von 4,8 °C wurde am 13. um 2 Uhr 5 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -15,9 °C am 7. um 3 Uhr 25.

Der Monat war erneut geprägt durch zahlreiche Hochdruckgebiete und den massiven Druckabfall am 13. durch das Sturmtief „Egon“. Dennoch erreichten wir am Ende den hohen Schnitt von 1025,4 hPa

Erwähnenswert:

Der Januar zeigte sich bereits im ersten Drittel als richtiger Wintermonat mit Schneefall und tiefen Temperaturen, wie es ja auch sein sollte. Beachtlich, dass wir am 6. und 7. bereits eine sehr niedrige Durchschnittstemperatur von nur -10 Grad bei Nachttemperaturen bis -15,9 Grad aufzuweisen hatten. Dies wurde am 23. mit einem Tagesschnitt von -11 Grad noch überboten. Damit war es deutlich kälter als in den letzten Wintern. Dies zeigt auch die Tatsache, dass wir insgesamt 10 Tage mit Tiefsttemperaturen unter – 10 Grad aufzuweisen hatten. So wundert es nicht, dass sich der Januar am Monatsende mit einer Durchschnittstemperatur von -4,1 Grad in die Reihe der kältesten Januarmonate einreihte:

2009 mit -3,7 Grad, 1982 mit -4 Grad und 1985 mit -4,9 Grad.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 29,8 l/m² extrem unter dem Schnitt (nur 56% des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit 7,0 Litern erzielten wir am 12. bei über den Tag verteilten Niederschlägen. Mit 11 Niederschlagstagen lagen wir unter dem Schnitt (normal 14).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 13. um 7 Uhr mit 60km/h gemessen (windgeschützte Lage).Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 8,6 km/h im höheren Bereich und der Wind wehte aus östlichen Richtungen

Interessant am Rande:

Auch wenn in der ersten Monatshälfte mit 18 l/m² äußerst wenig Niederschlag gefallen war, zählten wir bis dahin immerhin bereits 6 Schneetage (normal 5). Da war es nicht erstaunlich, dass auf Grund der anhaltend tiefen Temperaturen nahezu im ganzen Monat eine geschlossene Schneedecke anzutreffen war, die allerdings am 31. sehr schnell wegschmolz. Doch das enorme Niederschlagsdefizit konnte dadurch nicht beseitigt werden.

Die Windmenge bewegte sich im üblichen Rahmen und wir erzielten 7 Tage mit 30 km/h oder mehr (normal 5).

Gesamteindruck

Der Monat begann mit Dauerfrost und Nebel. Am 2. fiel der erste Schnee dieses Winters und am nächsten Tag ließ Sonnenschein die dünne Schneedecke geringfügig schmelzen. Dennoch blieb die winterlich angehauchte Landschaft auf Grund fallender Temperaturen erhalten. Nachdem das Sturmtief „Axel“ über Norddeutschland auch unserem Raum am 4. heftige Sturmböen bescherte, ließ das nachfolgende Hoch „Angelika“ die Temperatur rasant sinken und am Dreikönigstag wurde eine Nachttemperatur von -14,7 Grad erreicht. Dafür wurden wir bei wolkenlosem Himmel von Sonnenschein geweckt, der den ganzen Tag anhielt. Eine Schneedecke von etwa 4 cm bedeckte am 8. die Natur mit einem winterlichen Kleid. Wie angekündigt, zog Tief “Egon“ am 13. bei einem Druck von nur 994 hPa mit heftigen Sturmböen und Regen übers Land und ließ die Winterlandschaft bei Temperaturen über Null Grad schnell verschwinden. Dabei kam unser Raum im Gegensatz zu vielen Gebieten Deutschlands, die unter Schneeverwehungen und Stromausfällen zu leiden hatten, recht gut weg. Nicht schlecht staunten manche Donauwörther, als am Morgen des 16. eine 12 – 15 cm hohe Schneedecke die Landschaft tief winterlich gestaltete. Endlich kamen wir auch in den Genuss von mehr Sonnenschein bei allerdings erneut sehr tiefen Temperaturen von bis zu -14,3 Grad. Der Monat nahm ein gefährliches Ende, als am 30. bei Temperaturen unter Null Grad Regen fiel, der die Straßen mit einem Eispanzer überzog.

Insgesamt betrachtet war der Monat ein echter Wintermonat: klirrend kalt bei zahlreichen Schneetagen, extrem niederschlagsarm und nach Anlaufschwierigkeiten sogar recht sonnig.

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