Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,4 °C erheblich über dem Schnitt (normal 0,3 °C).
Es gab 27 kalte Tage (normal 29), nur 17 Frosttage (normal 21) und 5Eistage (normal 9).
Das Tagesmaximum von 12,8 °C wurde am 26. um 15 Uhr 00 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -10,8 °C am 22. um 3 Uhr 55.
Der Luftdruck bewegte sich in der ersten Hälfte fast ausschließlich im Tiefdruckbereich um dann in der 2. Hälfte beträchtlich anzusteigen
Erwähnenswert:
Bis Monatsmitte wies der Januar, ähnlich seinem Vormonat, mit einem Plus von 2,0 Grad einen beträchtlichen Temperaturüberschuss auf. Es wollten sich einfach keine winterlichen Temperaturen einstellen. Dies änderte sich erst nach Monatsmitte, als die Temperaturen spürbar sanken und damit das hohe Temperaturplus erkennbar schwinden ließen.
Nach den überaus sonnenreichen Monaten November und Dezember präsentierte sich der Januar jahreszeitgemäß. Eine Ursache sind sicher die 12 Nebeltage (normal 8). Daraus resultierten 16 Tage mit nur einer Stunde Sonne oder weniger und 6 Tage mit 4 Stunden oder mehr. So erzielten wir immerhin 54 Sonnenstunden (normal 46).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge erbrachte mit 90,6l/m² einen erheblichen Überschuss (69% mehr als üblich) . Den höchsten Tageswert mit 12,2 Litern erzielten wir am 11. - bei Regen zwischen 5 und 11 Uhr.
Mit 25 Niederschlagstagen lagen wir extrem über dem Schnitt (normal 14)
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 30. um 20 Uhr 45 mit 56km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,4 km/h niedrig und die vorherrschende Windrichtung war Südwest
Interessant am Rande:
Nach dem trockenen Dezember wendete sich das Blatt und bereits am 11. war das Monats-Soll im Hinblick auf Niederschlag erreicht. Auch wenn es zunächst so aussah, als würde merklicher Schneefall ausbleiben, wurden wir nach Monatsmitte eines Besseren belehrt und mit 6 Schneetagen wurde das Soll von 5 Tagen gut erfüllt.
Die Windmenge war für Januar gering,doch trotzdem wurde an 10 Tagen (normal 4) eine Geschwindigkeit von 30 km/h und mehr gemessen.
Gesamteindruck
Der Jahresbeginn zeigte sich neblig und feucht. In den Morgenstunden des 4. kam es dann bei -3 °C zum ersten heftigeren Schneefall des Monats, der immerhin eine Schneehöhe von 8cm zustande brachte. Da die Temperatur aber ab der Mittagszeit deutlich anstieg, bildete sich bald eher unansehnlicher Schneematsch und ab dem 5. ging der Niederschlag in Regen über. Auch im weiteren Verlauf war von Winter nichts zu spüren. Tief „Carolina“ bescherte uns stark fallenden Luftdruck, dieser führte ab dem 10. erneut zu ergiebigen Regenfällen sowie heftigen Sturmböen mit bis zu 50 km/h. Am 15. wendete sich das Blatt. Die Temperatur sank, ganztägiger Schneefall setzte ein, der Winter hatte sich zurückgemeldet, wenn auch immer noch mit moderaten Temperaturen. Doch am 17. wurde, eigentlich recht spät, der erste Eistag des Monats erzielt und von da ab ging es mit der Temperatur rapide bergab. Es wurde klirrend kalt bei 4 Tagen Dauerfrost mit Nachttemperaturen im zweistelligen Minusbereich. Mit einem Schnitt von -7,4 Grad wurde dabei der 22. der kälteste Tag des Monats. In der Nacht auf den 23. führte sog. „Blitzeis“ zu spiegelglatten Fahrbahnen. Dies war allerdings nicht von langer Dauer, denn es folgte ein enormer Temperaturanstieg von -6,6 Grad auf +4,8 Grad, der Spuk war damit schnell beendet und auch die noch vorhandene Schneemenge rasch weggetaut. Mit sinkenden Temperaturen und Niederschlag endete der Monat.
Insgesamt betrachtet war der Januar deutlich zu warm und niederschlagsreich bei ausgeglichenem Sonnenschein.