Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 0,2°C nahezu im Schnitt (normal 0,1°C).
Es gab 28 kalte Tage (normal 29), 20 Frosttage (normal 21) und 9 Eistage (normal 10).
Das Tagesmaximum von 10,6 °Cwurde am 14. um 13 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -10,4 °Cam 30. um 7 Uhr 35.
Der Luftdruck bewegte sich überwiegend im Hochdruckbereich, was sich in einem Schnitt von 1019,3 hPa zeigte
Erwähnenswert:
Die Kälte des Dezember setzte sich im Januar zunächst fort und bis zum 6. lag der Schnitt bei -3,8°C, also fast 4°C unter dem Normalwert. Doch dann erfolgte der große Umschwung. Die Nachttemperaturen lagen bis zum 15. deutlich über Null und die Tagestemperaturen im zweistelligen Bereich. Dass es so nicht weitergehen konnte (es ist ja schließlich Januar), wurde spätestens ab dem20. klar, als die Temperaturen deutlich nach unten gingen.
Der Sonnenschein war bis Januarmitte ähnlich dürftig wie im Dezember: Bis zum 14. waren gerade mal 11 Stunden Sonne zu verzeichnen. Auch der Gesamtmonat zeigte sich unbefriedigend: 2 Tagen mit 6 Stunden Sonne standen 19 Tage mit nur einer Stunde oder weniger gegenüber. Nur 3 Tage am Monatsende bewirkten, dass der Monat nicht zu einem der sonnenärmsten Monate wurde. So überrundete er mit 41 Stunden (normal 46 Stunden) immerhin den Januar 2010 (der nur 30 Sonnenstunden aufwies). Wie gering der Sonnenschein dennoch war, ist zu erkennen, wenn man Januar 2009 mit fast 104 Stunden gegenüberstellt.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 52,8l/m² ziemlich genau im Schnitt. Den höchsten Tageswert mit 11,4Litern erzielten wir am 13. - bei Dauerregen den ganzen Tag über.
Mit 21 Niederschlags tagen übertrafen wir den Schnitt (normal 13) dagegen ganz erheblich.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 13. um 2 Uhr 40 mit 50km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 6,8 km/h relativ niedrig. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Südost
Interessant am Rande:
War der Dezember ein ausgesprochen schneereicher Monat, so zeigte sich der Januar eher regnerisch. 12 Niederschlagstage bis zum 15. (darunter nur ein Schneetag) sprechen für sich. Dennoch erreichten wir im Gesamtmonat 8 Schneetage (normal 5) mit allerdings im Gegensatz zum Dezember recht geringen Schneemengen. 8 Nebeltage (genau im Schnitt) trugen mit dazu bei, dass der Monat zumindest bis zum 27. sehr sonnenarm war.
Die Windmenge war eher etwas gering. So waren auch nur 4 Tage mit 30 km/h oder mehr zu verzeichnen.
Gesamteindruck
Der Jahresbeginn zeigte sich deutlich milder bei Temperaturen, die die 0°C immer wieder mal überschritten. Doch bereits ab dem 3. kam der Frost mit Minustemperaturen bis -9,4°C zurück und diese kalte Wetterlage hielt bei meist bedecktem Himmel (Ausnahme am 5.) bis zum 6. an. So richtig gefährlich wurde es, als in der Nacht des 6. Regen einsetzte, der auf dem -7,8° kalten Boden sofort gefror (Blitzeis) und ihn mit einem regelrechten Eispanzer überzog. Das nun einsetzende Tauwetter (+4,2°C am 7., +8,2°C am 8.) führte zu einem erheblichen Pegelanstieg vor allem der Wörnitz und relativ schnellem Schmelzen der Schneedecke. Nicht mehr ganz so mild, aber immer noch über dem Gefrierpunkt und ohne Sonnenschein ging es in den nächsten Tagen weiter. Erneute Regenfälle ab dem 12. ließen die Hochwassergefahr nun auf allen Flüssen weiter bestehen. Erst am 15. und 16. zeigte sich die Sonne mal wieder für nahezu 4 Stunden und wir konnten einige wärmere Tage genießen. Doch am 20. kam dann der Winter mit eher geringem Schneefall, aber deutlich sinkenden Temperaturen zurück. Mit Sonnenschein, der ansonsten recht selten war, ging der Monat bei erheblichen Minusgraden zu Ende.
Insgesamt betrachtet war der Monat in weiten Bereichen äußerst sonnenarm, von starken Temperaturschwankungen geprägt und wies zahlreiche Niederschlagstage auf.