Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von -2,5°C ganz erheblich unter dem Schnitt (normal 0,2°C).
Es gab 31 kalte Tage (normal 29), 29 Frosttage (normal 21) und 20 Eistage (normal 10).
Das Tagesmaximum von 6,1 °Cwurde am 17. um 13 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -13,6 °Cam 27. um 6 Uhr 05.
Der Luftdruck wies ab dem 6. bei geringen Schwankungen eine stetig steigende Tendenz auf, die bis zum 27. anhielt. Bemerkenswert war der dann einsetzende Luftdruckabfall von 1035 hPa auf 983 hPa
Erwähnenswert:
Die erste Monatshälfte zeigte sich mit einem Schnitt von -3,2°C winterlich kalt, auch wenn wir zunächst noch keine zweistelligen nächtlichen Minuswerte wie im recht frostigen Vorjahresmonat erreichten. Allerdings staunten viele Leute nach einem Monat wie Januar 2007 mit einem Schnitt von +4,1°C, dass es bei uns auch noch Winter sein kann. So zeigten sich beachtliche Werte: Wäre die Temperatur nicht am 7. kurzzeitig über 0°C gestiegen, hätten wir eine Dauerfrostperiode von 14 Tagen gehabt, so waren es „nur" 9,5 Tage. Gegen Monatsende rutschten wir dann bei den Nachttemperaturen doch noch in den zweistelligen Minusbereich mit dem kältesten Tag am 27. (Schnitt: -9°C).
Der Monat zeigte sich wie sein Vorgänger recht sonnenarm (9 Tage in Folge völlig ohne Sonne). Die Bilanz war ernüchternd: 3 Tagen mit 6 Stunden Sonnen standen 23 Tage mit einer Stunde oder weniger gegenüber. Kein Wunder also, dass der Monat mit 30 Stunden Sonne erheblich unter dem Schnitt (46 Stunden) lag und damit einen neuen Negativrekord aufstellte. Welch ein Gegensatz zum Vorjahresmonat, der mit 103 Stunden ein Rekordhalter im positiven Sinne war.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 37,6l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 72% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 8,6Litern erzielten wir am 17. - zwischen 0 Uhr und 4 Uhr.
Mit 17 Niederschlags tagen (normal 13) bewegten wir uns über dem Schnitt.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 17. um 19 Uhr mit 40,2km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 8,7 km/h und lag damit im üblichen Bereich. Dabei blies der Wind wie schon im Vormonat hauptsächlich aus Ost-Südost
Interessant am Rande:
Nach dem schneelosen Januar 2008 bescherte uns bereits der Januar 2009 und so auch dieser Monat erneut weiße Fluren. Kein Wunder, übertrafen wir mit 15 Schneetagen doch ganz erheblich den Schnitt (normal 5 Schneetage) und die bis zum 16. auch untertags anhaltenden Minusgrade sorgten dafür, dass der Schnee nicht gleich wieder wegtaute. Von einem Schneechaos wie im Osten und Norden Deutschlands war wir allerdings meilenweit entfernt.
Die relativ hohe Zahl von 14 Nebeltagen (normal 7) erklärt, warum der Monat so sonnenarm war..
Vom Wind her gesehen zeigte sich der Monat für einen Januar überwiegend ruhig. Dennoch traten an 5 Tagen Geschwindigkeiten über 30 km/h auf. Vor allem gegen Monatsende erhöhte sich das Windaufkommen und die Windgeschwindigkeit sank an 9 Tagen niemals auf Null.
Gesamteindruck
Das neue Jahr begann neblig und.gegen Mitternacht setzte Schneefall ein, der auch in der nächsten Nacht noch andauerte. Gleichzeitig sank die Temperatur beträchtlich, verharrte aber noch im einstelligen Minusbereich. Dadurch blieb uns eine minimale Schneedecke für einige Tage erhalten. Leider zeigte sich die Sonne (ausgenommen den 4.) nur sehr spärlich. Das um den 8. näher rückende Tief „Daisy" sollte uns nach Aussagen der Meteorologen ein Schneechaos bescheren, davon war allerdings in unserem Raum kaum etwas zu bemerken. Es herrschte normales Winterwetter mit einer Schneehöhe bis zu 8 cm und anhaltenden Minusgraden, leider völlig ohne Sonnenschein. Das relativ niedrige Temperaturniveau hielt noch bis zum 16.an. Doch ab Mitternacht begann es abwechselnd zu regnen und zu schneien und die Straßen wurden auf Grund des kalten Bodens spiegelglatt, was auch zu einigen Unfällen führte. Dafür ließ sich nach langer Zeit die Sonne mal kurzzeitig blicken. Der Ausflug in den Bereich der Plus-Grade änderte sich allerdings bereits ab dem 19. wieder, was prompt zur Nebelbildung führte. Diese meist hochnebelartige Bedeckung hielt bei erneut sinkenden Temperaturen bis zum 26. an und somit war es mit Sonnenschein erneut nichts. Dafür sorgte Schneefall am 25. und 26. dafür, dass sich die Schneedecke wieder auf 9cm erhöhte. Nach einer kalten Nacht am 27. wurden wir nach 7 trüben Tagen wieder mal mit fast 6 Stunden Sonnenschein verwöhnt. Dann allerdings führte das Sturmtief „Jennifer" bei einem Luftdruckabfall von 24 hPa zu erneuten Schneefällen in unseren Raum.
Insgesamt betrachtet erwies sich der Monat als echter Wintermonat: er war deutlich zu kalt, schneereich und extrem sonnenarm.