Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von -3,7°C extrem unter dem Schnitt (normal +0,3°C).
Es gab 30 Frosttage (normal 20), 17 Eistage (normal 10) und 7 sehr kalte Tage (Minimum <= -10°C; normal 2 Tage)
Das Tagesmaximum von 5,5 °C wurde am 19. um 21 Uhr 25 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -17,3 °C am 10. um 8 Uhr 05.
Der Luftdruck lag in der ersten Monatshälfte ständig im Hochdruckbereich, fiel dann aber ab dem 17. kräftig ab und erreichte mit 976,7 hPa einen Rekord-Tiefstwert (nur 1989 mit 973 hPa noch weniger)
Erwähnenswert:
Nachdem die beiden letzten Januarmonate sehr mild waren (Januar 2008 mit +2,2°C und Januar 2007 mit +4,1°C), zeigte sich der Monat heuer mal wieder deutlich kälter. Vom 1. bis zum 15. verzeichneten wir strengen Dauerfrost und eine sehr niedrige Durchschnittstemperatur von -7,2°C. Hervorzuheben der kälteste Tag des Monats am 10. mit einem Tagesschnitt von -13,2°C. In jüngster Zeit wurde nur am 1. März 2005 ein vergleichbar tiefer Tagesschnitt gemessen, nämlich -12,6°C. Außerdem in weiter zurückliegender Zeit, nämlich an einigen Tagen im Januar 1985, der mit einem Schnitt von -4,9°C der kälteste Januarmonat seit meiner Aufzeichnung ab 1983 war. Trotz allem sollten wir eines nicht vergessen: Es gab immer schon vergleichsweise kalte Januarmonate wie 1996 (Schnitt: zwar „nur"-2,7°C, aber 28 Eis- und 31 Frosttage) oder 1997 (Schnitt: -3,5°C, 21 Eis- und 31 Frosttage). Auch von einem Tiefstwert wie im strengen Januar 1985 mit -21°C an drei Tagen hintereinander (7., 8. und 9.) waren wir noch ein kleines Stück entfernt. Dennoch ist festzuhalten: Die Werte dieses Monats sind beeindruckend und weisen den Monat als zweitkältesten nach 1985 aus.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 29,4 l/m² erheblich unter dem normalen Wert (nur 57%des üblichen Niederschlags). Den höchsten Tageswert mit nur 9,6Litern erzielten wir am 23. - zwischen 13 und 15 Uhr
Mit 10 Niederschlagstagen (normal 13) lagen wir unter dem Schnitt.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 20 Uhr 40 mit 57,9km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug nur 5,5 km/h und lag damit äußerst niedrig. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Ost-Südost
Interessant am Rande:
Nach dem schneelosen Januar 2008 waren heuer mal wieder in der ersten Monatshälfte weiße Fluren zu sehen, wenn auch die Schneedecke recht dünn war. Kein Wunder, denn die zwei Niederschlagstage bis zum 11. mit insgesamt lediglich 4,4 l/m² Niederschlag (als Schnee) waren nicht sehr ergiebig. Die erste Monatshälfte erwies sich so gesehen als sehr niederschlagsarm. Erst die 2. Hälfte schuf einen minimalen Ausgleich.
Der Windverlauf war für einen Januar sehr ruhig. Lediglich an 2 Tagen waren Windgeschwindigkeiten von mehr als 30 km/h zu verzeichnen.
Bemerkenswert war der Sonnenschein:
Der Monat zeigte sich trotz der 11 Nebeltage (normal 8) überaus sonnig (6 Tage mit 8 Stunden Sonne). Nur in der Zeit vom 19. bis 23. verhinderte richtiges „Schmuddelwetter" sonnigere Phasen. So ließ sich an 11 Tagen die Sonne gar nicht blicken. Insgesamt lag die Sonnenscheindauer aber mit 103 Stunden ganz erheblich über dem Schnitt (normal 46 Stunden). Die Sonnenscheindauer war damit mehr als doppelt so hoch wie üblich.
Gesamteindruck
Das neue Jahr begann mit Nebel, leichtem Schneefall und niedrigen Temperaturen. Diese sanken noch weiter ab und es war Dauerfrost angesagt. Doch von Temperaturen wie in Dippoldiswalde (Sachsen) mit -27,7°C oder in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) mit -26,5°C waren wir noch meilenweit entfernt. Dennoch ging auch bei uns am Morgen des 8. die Temperatur bei wolkenlosem Himmel auf -11,6°C zurück und am 10. stand die Tiefstmarke bei -17,3°C, ein Wert, der letztmals am 1. März 2005 mit -20,2°C unterboten wurde. Bei weiterhin hohem Luftdruck zeichnete sich zunächst keine Änderung ab. Leider verhinderte Nebel am 11. und in den Vormittagsstunden des 12., dass sich die Tage so sonnig zeigten wie in anderen Teilen Bayerns. Doch schon am 13. konnten wir wieder Sonnenschein pur genießen. Am 15. überschritt dann die Temperatur erstmals nach fast 14 Tagen Dauerfrost wieder die Null-Grad-Marke. Die nächsten Tage zeigten sich bei steigenden Temperaturen (zumindest Tageswerte über Null) neblig trüb. Zudem kündigte kräftiger Luftdruckabfall (28,1 hPa in 48 Stunden) einen Witterungswechsel an. Und so setzte auch tatsächlich in den Nachmittagsstunden des 18. leichter Regen ein, der in den nächsten Tagen andauerte. Erneut leicht sinkende Temperaturen führten am 22. zu Nebel, der sich den ganzen Tag nicht auflösen wollte. Das Tief „Joris" bewirkte extremen Luftdruckabfall (23,2 hPa in 24 Stunden) und einsetzender Regen ließ den unterkühlten Boden blitzartig spiegelglatt werden. Doch bereits ab dem 25. konnten wir wieder, dem tiefen Luftdruck zum Trotz , ganztägigen Sonnenschein genießen, wenn auch nur für 2 Tage. Für spiegelglatte Straßen sorgte Blitzeis in den frühen Morgenstunden des 28.
Insgesamt betrachtet war der Monat zu kalt, sehr sonnig und recht trocken.