22,4 °C
4,8 km/h

Monatsbericht Januar 2008

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von +2,2 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 0,3°C).

Es gab 28 kalte Tage (normal 30), 22Frosttage (normal 21) und nur 3 Eistage (normal 10).

Das Tagesmaximum von 12,5 °C wurde am 19. um 15 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,5 °C am 3. um 8 Uhr 50.

Der Luftdruck wies diesen Monat ständig größere Schwankungen auf sowie einen extremen Höchststand von 1041,5 hPa

Erwähnenswert:

Der Januar war alles andere als ein richtiger Wintermonat. Von Monatsbeginn bis zum 19. stiegen die Temperaturen, wenn auch mit Schwankungen, beständig an. Dazu kommt, dass die Werte an 25 Tagen über dem Schnitt lagen. Weiteres Indiz: Die längste Dauerfrostperiode betrug gerade mal drei Tage. Trotzdem wurden nicht die Rekordwerte des Vorjahres erreicht (damals Schnitt +4,1°C – wärmster Januar seit Aufzeichnungsbeginn). Da glaubt man nicht mehr, dass es auch noch Winter wie 1996 gab: 28 Eistage und 31 Frosttage im Januar.

Die Sonnenscheindauer war bei einer Zahl von 6 Nebeltagen (normal 8) überdurchschnittlich gut. Wir verzeichneten 8 Tage mit 4 Stunden Sonne und mehr, darunter sogar 3 Tage mit über 6 Stunden (am 23., 24. und 26.). Naturgemäß waren aber auch 15 Tage, an denen sich die Sonne nur eine Stunde oder weniger blicken ließ, zu vermelden. Dennoch konnten wir mit der Gesamt-Sonnenscheindauer von 66 Stunden überaus zufrieden sein (normal 44 Stunden).

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 65,2 l/m² über dem üblichen Wert (25% mehr als normal). Den höchsten Tagesniederschlag mit 19,8Litern erzielten wir am 6. - zwischen 0 Uhr und 6 Uhr.

Mit 12Niederschlagstagen (normal 13) lagen wir im Schnitt.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 20. um 3 Uhr 10 mit 51,5 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,4 km/h am oberen Ende des üblichen Bereichs. .Dabei blies der Wind vorherrschend aus Südost

Interessant am Rande:

Ähnlich wie in den beiden Vormonaten fielen auch im Januar bis zum 6. bereits 55% des Monatsniederschlags. Darauf folgte eine (Nebelnässen und Reif ausgenommen) niederschlagsfreie Phase bis zum 15.

Schneefall war diesen Monat, wie auch bereits im Dezember, komplett Fehlanzeige (üblicherweise 5 Schneetage).

Der Windverlauf zeigte sich recht unterschiedlich. Der Monat wies relativ ruhige Abschnitte auf (vom 10. bis 16.) aber auch 4 Tage, an denen 40 km/h und mehr gemessen wurden. An 6 Tagen war es niemals völlig windstill.

Gesamteindruck

Der Monat begann frostig und mit wenig Sonne. Die Temperaturen lagen auch untertags meist unter dem Gefrierpunkt. Da fiel am 5. ab 16 Uhr auf den gefrorenen Boden Regen, der überraschenderweise nur gebietsweise zu starkem Glatteis führte. Weiterer Luftdruckabfall brachte am 6. ergiebigen Regen und mildere Temperaturen mit sich, die bei zunehmendem Sonnenschein bis auf fast 9°C und in den nächsten Tagen sogar auf 10°C anstiegen. Doch damit war es schnell wieder vorbei: Erneut sinkende Temperaturen (aber noch lange kein Winter) bewirkten Nebelbildung und machten den Sonnenschein wieder etwas rarer. Ab dem 15. erfolgte ein stetiger Temperaturanstieg, der Winter war erneut in weite Ferne gerückt. Stark fallender Luftdruck ab dem 20 kündigte es an: Heftiger Niederschlag am 22. und Sturmböen bestimmten den sehr wechselhaften Witterungsverlauf. Erst ein kräftiger Luftdruckanstieg am 23. und ein Höchstwert des Monats am 25. brachte Sonnenschein und jahreszeitgemäßere Temperaturen zurück, wenn auch nur für wenige Tage. Ein relativ seltenes Phänomen trat im ganzen süddeutschen Raum am 27. auf: Innerhalb weniger Stunden sank die Luftfeuchtigkeit auf nur noch 29%. Beim Übergang über die Alpen hatte sich die Luft dort sehr stark abgekühlt und gelangte dementsprechend trocken zu uns.

Insgesamt betrachtet war der Monat ein winterlicher „Totalausfall": kein Schnee und viel zu hohe Temperaturen, dafür aber relativ viel Sonnenschein.

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