22,2 °C
8,0 km/h

Monatsbericht Januar 2007

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,1°C erneut in bisher nicht erreichtem Maße über dem langjährigen Schnitt von 0,1°C. Daher gab es auch nur 20 kalte Tage (normal 30), 11 Frosttage (normal 21) und 3 Eistage (normal 10).

Das Tagesmaximum von 13,4°C wurde am 19. um 1 Uhr erreicht, die Minimaltemperatur betrug -8,6°C am 26. um 8 Uhr 20.

Der Luftdruck schwankte zwischen 997 hPa und 1034 hPa.Vom 14. bis 18. trat ein starker Luftdruckabfall auf (von 1034 hPa auf 1005 hPa), noch extremer der folgende Druckanstieg von 1001 hPa auf 1021 hPa an einem Tag

Erwähnenswert:

Auch dieser Monat führt die Rekordwerte weiter: Es war dies nun der fünfte Monat in Folge mit zu hoher Temperatur. Nicht nur, dass wir einen Maximalwert von 13,4°C am 19. erreichten, nein, auch der Schnitt lag bis zum 20. mit 6,4°C in extremstem Maße über den üblichen Werten. So blieb Schnee bis dahin auch weiterhin ein Fremdwort. Vergleichbar war dies nur mit Januar 1993: Er war mit einem Temperaturschnitt von 3,9°C und einer Maximaltemperatur von 15°C auch nicht gerade ein Wintermonat. Es kann aber auch anders gehen: So richtig frostig zeigte sich der Januar 1985 mit einem Schnitt von -4,9°C, einer Minimaltemperatur von -21°C sowie 20 Eis- bzw. 25 Frosttagen.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 57,4 Litern im üblichen Bereich (10% mehr als normal). Der höchste Tagesniederschlag mit 10 Litern fiel am 19. - von 2 bis 13 Uhr.

Mit 23 Niederschlagstagen (darunter 4 Tage mit Schneefall) wurde der übliche Wert (13) dagegen weit überschritten.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 18. um 18 Uhr 50 mit 74 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die Windhäufigkeit des Monats war extrem hoch. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Süd-Südwest

Interessant am Rande:

Der Januar war ein extrem windreicher Monat und übertraf alle bisherigen Windmengenwerte. An 13 Tagen ging die Windgeschwindigkeit niemals auf Null, an insgesamt 9 Tagen wurden Geschwindigkeiten von mehr als 45 km/h erreicht.

Dagegen bewegten sich die Niederschlagswerte erstmals seit September 2006 wieder im üblichen Bereich. Bemerkenswert:

Dieser Monat zeigte uns, dass es nicht immer so sonnig wie in den vergangenen Monaten sein muss. Das Sonnenscheinsoll (normal 45 Stunden) wurde mit 41 Stunden nicht ganz erreicht, obwohl nur 3 Nebeltage zu verzeichnen waren.

Noch sonnenscheinärmer war der Januar 2004 mit nur 30 Stunden.

Gesamteindruck

Das Jahr begann mit Regen, Sturm und hohen Temperaturen. Dies sollte sich auch bis zum 9. nicht ändern: täglicher Regen bei meist bedecktem Himmel und Windgeschwindigkeiten zwischen 30 und 52 km/h. Am 10. entstand allerdings der Eindruck, das Frühjahr wäre da: 13,2 °C bei fast wolkenlosem Himmel. Dann kündigte fallender Luftdruck (Tief „Franz" mit -12 hPa in 24h) es an: Die Windgeschwindigkeiten stiegen am 11. auf 58 km/h.

Dennoch kam es in unserem Raum nicht zu größeren Schäden. Bereits am 14. ließ der Frühling erneut grüßen, doch dann – oh Wunder – am 15. ein Frosttag mit Nebel und ca. -4°C unter Null, wenn auch nur für einen Tag. Dann passierte es: Am 18. näherte sich uns das Orkantief „Kyrill". Die Windgeschwindigkeit schaukelte sich im Laufe des Tages immer weiter auf und erreichte 74 km/h um 19:00. Doch glücklicherweise ging es auch diesmal in unserem Raum ohne allzu große Schäden ab. Was keiner mehr geglaubt hätte, trat am 23./24. ein: Es wurde überraschend Winter mit starkem Schneefall und beachtlichen Minusgraden (erster Eistag des Monats). Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir so am 25. einen wunderschönen Wintertag genießen. Doch leider stellte sich ab dem 28. bereits wieder die bisher vorherrschende milde Westwetterlage ein.

Insgesamt betrachtet war der Monat in den ersten beiden Dritteln übermäßig warm und erst in der letzten Woche teilweise winterlich.

← Zurück zur Übersicht