Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 4,9 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 1,1 °C). Er war außer Februar 2002 (Schnitt 5,1 °C) und Februar 1990 (Schnitt 5,4 °C) der wärmste Februar. Es gab 17 kalte Tage (normal 24), 8 Frosttage(normal 19)und keinen Eistag (normal 6).
Das Tagesmaximum von 15,4 °C wurde am 23. um 16 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-4,9 °C am 7. um 7 Uhr 05.
Der Luftdruck wies, obwohl er sich häufig im hohen Bereich bewegte, erhebliche Schwankungen auf, was zahlreiche Stürme und hohen Niederschlag verursachte
Erwähnenswert:
Bis Monatsende lagen die Tageshöchsttemperaturen immer über Null Grad, es war also kein einziger Eistag zu verzeichnen. Schlicht ausgedrückt, der Februar war deutlich zu warm. Da ist es kein Wunder, dass wir anstatt der üblichen fünf Schneetage nur einen einzigen erzielten. So wurde nicht nur der Februar, sondern der ganze Winter zum schneeärmsten Winter seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983.
Ein kleiner Lichtblick war erneut der Sonnenschein. Zumindest an 7 Tagen waren 6 Sonnenstunden und mehr zu verzeichnen, was am Monatsende mit 100 Stunden (normal 73) für ein Plus von 37 % sorgte.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 119,6 l/m² extrem über dem Schnitt (155 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 12,8 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 10. bei über den ganzen Tag verteilten Schauern.
Mit 23 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 13).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde bei Orkantief „Sabine“ am 10. um 5 Uhr 35 mit 90 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 13,5km/h sehr hoch und der Wind wehte überwiegend aus westlichen Richtungen
Interessant am Rande:
Kurioserweise fiel im Februar in den ersten vier Tagen mehr Niederschlag als im gesamten Monat Januar. Ein Wasserstand der Donau von 4,64 m war die Folge. Am 11. Februar war das Monats-Soll bereits überschritten und der Monat endete mit einem Niederschlags-Plus von 155 Prozent, der bisher größten Niederschlagsmenge in einem Februar.
Die Windmenge war im Februar rekordverdächtig hoch und es traten 21 Sturmtage (normal 4) auf.
Gesamteindruck
Nach einem zunächst sonnigen Monatsbeginn setzte bereits ab 14 Uhr bei heftigen Sturmböen Regen ein, der sich in den nächsten Tagen fortsetzte. So richtig braute es sich dann am 4. Februar zusammen, als durch Orkantief „Petra“ in der Nacht heftigste Sturmböen und kräftiger Niederschlag einsetzten. Stark steigender Luftdruck beendet diese kleine Durststrecke und so konnten wir am 6. Februar über acht Stunden Sonnenschein genießen. Dieses sonnige Wetter hielt bis zum 9. Februar an, doch dann näherte sich das Orkantief „Sabine“ mit einer Kaltfront von Norden. In der Nacht des 10. Februar erreichte es unseren Raum mit Windgeschwindigkeiten von 90 km/h und schauerartigen Regenfällen. Dabei sank die Temperatur von 13 Grad in der Nacht auf 4 Grad untertags. Trotz der hohen Windgeschwindigkeiten und eines ersten Wintergewitters waren die Schäden überschaubarer als bei früheren Stürmen wie Kyrill oder Wiebke. Nach vier stürmischen Tagen beruhigte sich die Wetterlage. Ab Monatsmitte erfreuten uns dann wieder sonnige Tage mit zweistelligen Temperaturen. Starke Luftdruckgegensätze sorgten ab dem 19. Januar leider erneut für stürmisches Regenwetter bei sinkenden Temperaturen, es war ein ständiges Hin und Her. Ausgerechnet zum Monatsende fiel dann noch Schnee, während den ganzen Monat über davon nichts zu sehen war.
Insgesamt betrachtet war der Februar überaus warm und ähnlich wie die Monate Dezember und Januar kein Wintermonat, sondern ein winterlicher Totalausfall mit einem bisher nicht dagewesenen Niederschlagsüberschuss.