Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,5°C über dem Schnitt (normal 1,4°C).
Es gab 26 kalte Tage (normal 29), 15 Frosttage (normal 19) und 8 Eistage (normal 7) Das Tagesmaximum von 15,9 °C wurde am 31. um 14 Uhr 15 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-13,8°C am 17. um 22 Uhr 50.
Der Luftdruck war ganz erheblichen Schwankungen unterworfen mit einer Spitze um den 18. Dezember und wies am Monatsende einen Schnitt von 1016,1 hPa auf
Erwähnenswert:
Nach vielen Jahren erlebten wir heuer mal wieder einen Monat, dessen Durchschnittstemperatur bis zum 23. Dezember unter Null Grad lag. Es schien also ein Monat wie in früheren Zeiten zu werden. Doch dann änderte Warmluft aus dem Süden alles und der Schnitt bewegte sich, wie die letzten Jahre seit 2011 im Plusbereich.
Sonnenscheinmangel ist im Winter ja normal, aber es kommt nicht so oft vor, dass wie dieses Jahr in einem Zeitraum vom 27. November bis zum 10. Dezember die Sonne an keinem Tag sichtbar ist. So war auch die Ausbeute mit nur 32 Sonnenstunden (normal 43) sehr niedrig (nur 74% des üblichen Wertes)
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 56,8l /m² unter dem Schnitt (nur 88 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 12,8 l/m² erzielten wir am 23. bei über den Tag verteiltem Niederschlag und Starkregen um 20 Uhr 20.
Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir merklich über dem Schnitt (normal 17).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 23. um 3 Uhr 20 mit 44 km/h gemessen (windgeschützte Lage),
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,4km/h noch im üblichen Bereich und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten
Interessant am Rande:
Und wieder sah es, wie in den Vormonaten, so aus, als würde auch der Dezember durch Niederschlagsmangel glänzen. Bis Monatsmitte waren erst 7% des Monatsniederschlags gefallen. Wir erzielten bis Monatsende zwar 7 Tage mit Schneefall (normal 5), doch das war nicht ausreichend, das Defizit auszugleichen. Hätte nicht das bekannte Weihnachtstauwetter eingesetzt und einige niederschlagsreichere Tage verursacht, wäre die Monatsbilanz noch schlechter ausgefallen. Die Windmenge war im Dezember gering und wir erzielten 6 Tage mit starken Böen(normal 6).
Gesamteindruck
Der meteorologische Winteranfang begann mit Werten knapp über Null Grad und Regen, also noch kein echter Winterbeginn. Dafür dauerte bis zum 10. Dezember eine recht ungemütliche Zeitspanne an, gekennzeichnet durch Nebel, Nebelnässen und keinerlei Sonnenschein. Doch dann senkte bei tiefem Luftdruck aus dem Norden vordringende Kaltluft am 8. Dezember die Temperatur fast ganztags unter Null Grad. Da war es nicht erstaunlich, dass am Tag darauf Schneeregen einsetzte, was aber für eine winterliche Landschaft nicht ausreichte. Dieser Abwärtstrend bei der Temperatur setzte sich jahreszeitgemäß fort. Richtig frostig wurde es ab dem 12. Dezember, als arktische Kaltluft mit einer Temperatur von –9,3 Grad in unseren Raum vordrang. Am 14. Dezember überraschte eine gefährliche Wettersituation unseren Raum. Nach wie vor einströmende Kaltluft aus dem Norden und ein Tief, das Warmluft aus dem Süden hierher beförderte, ließ Regen auf den kalten Straßen zu Blitzeis erstarren. Erst nach einiger Zeit ging der Regen in Schneefall über, was die Sache aber auch nicht unbedingt besser machte. Die Folge waren massive Verkehrsprobleme in unserem Raum. Erneut erheblicher Schneefall am 15. und 16. Dezember hüllte bei einer Schneehöhe von 17 Zentimeter die Landschaft in ein weißes Kleid. Dazu war endlich die Sonne ganztags zu sehen und schönstes Winterwetter ließ die dunklen Tage für einen Moment vergessen. Am 20. Dezember fiel am Morgen bei immer noch erheblichen Minusgraden kurzzeitig Regen, der Straßen und Wege erneut spiegelglatt werden ließ. Doch pünktlich zum kalendarischen Winteranfang stieg die Temperatur täglich an und anstatt Schnee fiel Regen. Weiße Weihnachten wie zuletzt im Jahr 2010 waren damit wieder einmal Geschichte. Kaum waren die Feiertage vorbei, ließ sich die Sonne wieder sehen. Mit einem rekordverdächtigen Temperaturanstieg endete der Monat.
Insgesamt bertrachtet war der Dezember trotz eines achttägigen Kälteeinbruchs bei deutlich zu wenig Niederschlag erneut ein geringfügig zu warmer Wintermonat mit einem erheblichen Sonnenscheinmangel