20,3 °C
8,0 km/h

Monatsbericht Dezember 2020

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 1,6 ° C über dem Schnitt (normal 1,3°C).

Es gab 29 kalte Tage (normal 29), 17 Frosttag (normal 18) und keinen Eistag (normal 6).

Das Tagesmaximum von 12,2 °C wurde am 22. um 23 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-5,5 °C am 27. um 3 Uhr 30.

Der Luftdruck schwankte in einem weiten Bereich von 981 hPa (niedrigster Wert des Jahres) bis 1027 hPa und erzielte am Schluss einen Schnitt von 1010,2 hPa

Erwähnenswert:

Nach dem warmen November startete der Dezember eher kalt. So traten bis zum 11. Dezember bereits 8 Frosttage auf und der Schnitt lag im Minusbereich. Doch das sollte nicht so bleiben und die hohen Temperaturen um Weihnachten trieben den Schnitt in die Höhe.

Der Dezember zeigte sich in den ersten zwei Dritteln trüb und grau und so waren bis dahin nur 12 Sonnenstunden zu vermelden. Dies konnte auch nicht mehr zufriedenstellend aufgeholt werden, denn bei 14 Nebeltagen (normal 8) war nicht mehr zu erwarten. Daher war es verwunderlich, dass der Monat dennoch 41 Sonnenstunden (normal 46) erreichte

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 51,2 l /m² unter dem Schnitt (nur 81% des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 14 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 24. bei Dauerregen zwischen 0 und 6 Uhr sowie ab 20 Uhr.

Mit 16 Niederschlagstagen lag der Schnitt genau im üblichen Bereich (normal 16).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 29. um 9 Uhr 45 mit 43km/h gemessen (windgeschützte Lage),

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 4,0km/h ganz erheblich zu niedrig und der Wind wehte hauptsächlich aus Ost-Südost

Interessant am Rande:

Auf den extrem niederschlagsarmen November folgte ein etwas feuchterer Dezember, der aber trotzdem noch zu wenig Niederschlag aufwies.

Wenig Niederschlag bedeutet auch wenig Schnee. Anstatt der fünf Tage mit Schnee schneite es nur an 3 Tagen und das nur in geringsten Mengen.

Die Windmenge war im Dezember genau wie im November so niedrig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr, die Zahl der Sturmtage mit 4 fast im Schnitt (normal 5)

Gesamteindruck

Pünktlich zu Beginn des meteorologischen Winters setzte in der Nacht der erste Schneefall dieses Winters ein. Da die Nachttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt lagen, blieb uns die Schneedecke zumindest auf Wiesen und Feldern bis zum 6. erhalten. Ein extremes Tief mit nur noch 990 hPa beförderte wärmere Luft aus dem Süden zu uns und der Niederschlag ging in Regen über. Doch am 9. November setzte erneut leichter Schneefall ein, der aber bei Temperaturen über Null Grad relativ schnell wegschmolz. Die zahlreichen Tiefs in und rund um unseren Raum sorgten dafür, dass das trübe Wetter weiter anhielt, nur durch kürzeste sonnige Abschnitte unterbrochen. Kräftig steigender Luftdruck ab dem 17. November ließ im Süden Bayerns die Sonne scheinen, unser Raum versank aber in Nebel und Hochnebel. Mit Regenschauern und steigenden Temperaturen machte der astronomische Winteranfang seinem Namen keine Ehre. Auch das sog. „Weihnachtstauwetter“, also der Vorstoß von Warmluft in unseren Raum trat heuer mit 12,1 Grad am 22. Dezember wieder auf, nur dass es nichts wegzutauen gab. Damit waren weiße Weihnachten erst mal vom Tisch. Man muss schon bis 2010 zurückgehen, als wir letztmals echte weiße Weihnachten erleben konnten. Dafür wurden wir am 2. Weihnachtsfeiertag mit über 7 Stunden Sonne belohnt, wobei es zu deutlichem Nachtfrost kam. Zu Silvester wurden uns dann doch noch 6 Sonnenstunden gegönnt.

Insgesamt betrachtet war der Monat zu warm bei einem erkennbaren Niederschlagsdefizit und einem Defizit bei den Sonnenstunden.

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