Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 2,5 °C deutlich über dem Schnitt (normal 1,3 °C).
Es gab 29 kalte Tage (normal 29), 14 Frosttage(normal 18)und nur einen Eistag (normal 7).
Das Tagesmaximum von 13,9 °C wurde am 15. um 12 Uhr 55 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-5,7 °C am 29. um 8 Uhr 25.
Der Luftdruck erreichte am 13. mit 982 hPa den tiefsten Wert des Jahres und am 28. mit 1043 hPa den höchsten Wert des Jahres. Der Luftdruck war also größten Schwankungen unterworfen
Erwähnenswert:
Die erste Monatshälfte war mit einem Schnitt von 2,5 Grad wieder einmal zu warm, was allmählich zum Normalfall wird. Da ließ sich absehen, dass weiße Weihnachten wohl nicht zu erwarten waren. Und so kam es dann auch . Anstatt Schnee erwarteten uns an den Feiertagen Sturm und Regen.
Nach den letzten drei Monaten, die deutlich zu wenig Sonnenstunden aufwiesen, konnte der Dezember deutlich punkten. 10 Tage mit 4 Stunden Sonne, darunter sogar 3 Tage mit 6 Stunden waren für Dezember beachtlich. So erzielten wir bis Monatsende mit 83 Stunden (normal 43) ein Plus von 93 Prozent . Dies konnten auch die 7 Nebeltage (normal 8) nicht verhindern.So wurde der Monat zu einem der sonnenreichsten Dezembermonate.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 62,6l/m²fast genau im Schnitt. Den höchsten Tageswert mit 15,8 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 25. bei Dauerniederschlag zwischen 3 Uhr und 11 Uhr.
Mit 21 Niederschlagstagen lagen wir erheblich über dem Schnitt (normal 16).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 14. um 14 Uhr 20 mit 53 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,1km/h im Normalbereich und der Wind wehte überwiegend aus Süden
Interessant am Rande:
Vier etwas ergiebigere Niederschlagstage sorgten dafür, dass der Dezember das Niederschlagsdefizit des Jahres noch etwas mildern konnte. Auf Grund der hohen Temperaturen wurde allerdings bei nur einem Tag mit Schneefall das Soll von 5 Schneetagen deutlich verfehlt.
Die Windmenge war für Dezember niedrig, obwohl 8 Sturmtage (normal 5) auftraten.
Gesamteindruck
Trüb und mit Werten um Null Grad startete der 1. Advent. Starker Luftdruckanstieg ab dem 2. führte Kaltluft aus dem Norden zu uns und ließ am 3. und 4. erste winterliche Temperaturen bis -4 Grad bei wolkenlosem Himmel aufkommen. Doch so schnell der Luftdruck gestiegen war, fiel er auch wieder, der Winteranflug war vorbei. Denn am 7. erreichte die Temperatur bei leichtem Regen bereits 9 Grad und dieses Temperaturniveau blieb bis zum 9. erhalten. Danach nahm der Winter einen zweiten, allerdings auch nur kurzen Anlauf, die Temperatur sank deutlich unter Null Grad. Nach erheblichem Luftdruckabfall – mit 982 hPa tiefster Luftdruck des Jahres - fiel am13. der erste Schnee dieses Winters. Von der Heftigkeit des Schneefalls wurden viele Autofahrer unangenehm überrascht. Leider ging der Niederschlag noch am selben Abend in Regen über und der Sturm frischte in den folgenden Tagen immer mehr auf. Föhn in den Alpen ließ auch bei uns am 3. Adventssonntag die Temperatur auf fast 14 Grad steigen, ein eher frühlingshafter Wert. Auch der kalendarische Winteranfang am 22. interessierte das Wetter nicht, es ging deutlich zu warm und mit Regen weiter. Der 2. Weihnachtsfeiertag ließ etwas mehr Freude aufkommen, denn der Niederschlag endete, die Sonne ließ sich wieder blicken und der Luftdruck stieg auf ein Jahreshoch an. So erwiesen sich die letzten Tage des Monats als großer Lichtblick.
Insgesamt betrachtet war der Dezember mit seinen viel zu hohen Temperaturen kein Wintermonat, erfreute aber durch überraschend viele Sonnenstunden.