Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 3,0 °C extrem über dem Schnitt (normal 1,2 °C).
Es gab26 kalte Tage (normal 29), nur 10 Frosttage (normal 18) und 3 Eistage (normal 7).
Das Tagesmaximum von 12,2 °C wurde am 19. um 12 Uhr 5 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -12,2 °C am 29. um 0 Uhr 20. Der Luftdruck bewegte sich, abgesehen vom Luftdruckabfall am 27., überwiegend im Hochdruckbereich. Daher auch der Schnitt von 1020,9 hPa
Erwähnenswert:
Es wollte zunächst einfach nicht so recht Winter werden. Bis zum 23. lagen die Durchschnittstemperaturen 3,1 Grad über dem Normalwert. Erst ab dem 27. sanken die Temperaturen deutlich, Tief „Hiltrud“ hatte uns ganz plötzlich den Winter mit strengem Frost und Schneefall bis nahezu 30 cm gebracht.
Nach dem Negativ-Rekordmonat November schickte der Dezember sich an, in dieselben Fußstapfen zu treten. 21 Tage ohne Sonnenschein sind schon bemerkenswert. Dass es nur an einem einzigen Tag 4 Stunden Sonne gab, ist noch überraschender. Der Nebel war diesmal allerdings nicht der Übeltäter, denn mit 4 Nebeltagen lagen wir sogar unter dem Schnitt (normal 7). So wurde der Monat mit 29 Sonnenstunden (normal 43) zum zweit-sonnenärmsten nach Dezember 2004.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 60,8l/m² überraschend fast im Schnitt (95% des üblichen Wertes) . Den höchsten Tageswert mit 10,6 Litern erzielten wir am 30. - bei Schneefall während des ganzen Tages.
Mit 22 Niederschlagstagen lagen wir deutlich über dem Schnitt(normal 16), wobei die Mengen aber meist sehr gering waren.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 11. um 16 Uhr 35 und am 24. um 23 Uhr 45 mit jeweils 50 km/h gemessen (windgeschützte Lage). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 9,8 km/h sehr hoch und der Wind wehte überwiegend aus Süd-Südwest
Interessant am Rande:
Die erste Monatshälfte erwies sich als sehr trocken. Bis zum 15. waren erst 18% des Monatsniederschlags gefallen. Merklicher Schneefall war dabei, wie auch in fast allen Gebieten Bayerns, bis zum 25. Fehlanzeige. Das änderte sich erst in den letzten Tagen des Monats gewaltig und mit 6 Schneetagen (normal 5) lagen wir nahezu im Schnitt.
Die vielen Tiefdruckgebiete über Island bewirkten bei uns einen Anstieg der Stürme. So lag die Windmenge relativ hoch und an 9 Tagen traten Geschwindigkeiten von 30 km/h oder mehr auf (normal 4).
Gesamteindruck
Der Dezember begann so grau und trüb, wie der November endete. Frost trat erstmals in diesem Winter so spät auf wie noch nie, nämlich am 8. Dezember und nicht wie normal am 28. Oktober: Außerdem war bis zum 11. keinerlei Sonnenschein zu verzeichnen. In der Nacht des 9. kam es zum ersten, allerdings kaum merklichen Schneefall. Winter wurde es aber deswegen noch lange nicht, denn bereits ab dem 11. stieg die Temperatur erneut an, um am 13., einem sonnigeren Tag, immerhin 10 Grad zu erreichen. Doch bereits die nächsten Tage ging es grau in grau weiter. Verantwortlich war ein Tief bei Island, das uns Sturm und Regen bescherte, aber auch wieder deutlich steigende Temperaturen. Am Morgen des 20. zeigte sich ein in diesem Monat ungewohntes Bild: wolkenloser Himmel. Dies war uns leider nur 2 Stunden gegönnt, dann war der Himmel bei stürmischem Wind erneut bedeckt. Am 2. Weihnachtsfeiertag erfolgte ein Witterungswandel. Es setzte überraschend Schneefall ein, der sich in den nächsten Tagen erheblich verstärkte und zu zahlreichen Unfällen führte.
Insgesamt betrachtet war der Monat erneut erheblich zu warm und dabei niederschlags und sonnenarm.