Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 3,5°C erheblich über dem Schnitt (normal 1,3°C).
Es gab 26 kalte Tage (normal 29), nur 5 Frosttage (normal 19) und keinen einzigen Eistag (normal 8).
Das Tagesmaximum von11,7 °C wurde am 5. um 2 Uhr 05 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -4,0 °C am 19. um 8 Uhr 20.
Der Luftdruck wies massive Schwankungen auf. Er erreichte am 16. mit 977,2 hPa den Tiefststand und am 26. mit 1038,4 hPa den Höchststand des ganzen Jahres. Im Gesamtmonat glichen sich die Gegensätze aus, was in einem Schnitt von 1015,4 hPa resultierte
Erwähnenswert:
Bis Monatsmitte war der Dezember eindeutig viel zu warm (3,3°C über dem Schnitt). Dies zeigt sich auch daran, dass vom 1. bis zum 17. in Folge die Temperaturen über dem Schnitt lagen. Erst dann fand der Monat zu annähernd jahreszeitgemäßen Temperaturen zurück, die aber immer noch deutlich zu hoch lagen, was an der niedrigen Zahl der Frosttage sichtbar wird.
Von starkem und häufigem Nebel wurden wir diesen Monat bei nur 5 Nebeltagen (normal 7 ) verschont.
Der Dezember ist ja von der Jahreszeit her naturgemäß der sonnenärmste Monat des ganzen Jahres. Doch dieses Jahr setzte er noch eins drauf: 2 Tagen mit 4 Stunden Sonne oder mehr standen 15 Tage gegenüber, an denen die Sonne gar nicht schien, was eine magere Ausbeute von nur 32 Sonnenstunden erbrachte (normal 43 Stunden). Allerdings immer noch besser als Dezember 2004, der es nur auf 23 Stunden brachte.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 133,2l/m² in massivster Weise über dem Schnitt ( 227 % des üblichen Wertes ). Den höchsten Tageswert mit 26,8 Litern erzielten wir am 16. - bei Dauerregen zwischen 2 Uhr und 18 Uhr.
Mit 23 Niederschlags tagen (normal 15) übertrafen wir den Schnitt erheblich.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 16. um 12 Uhr 40 mit 61,2 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 11,6 km/h sehr hoch. Dabei wehte der Wind vorwiegend aus westlichen Richtungen
Interessant am Rande:
Im Gegensatz zum trockenen November startete der Dezember endlich mit dringend notwendigem Regen. So fiel vom 1. bis 10. nahezu täglich Niederschlag und es wurden bis dahin bereits 115% des Niederschlags-Solls erreicht. Dann wurde es allerdings bereits des Guten zuviel und der Dezember entwickelte sich zusammen mit Juli zum regenreichsten Monat des Jahres.
Nach dem überaus schneereichen Dezember des Vorjahres (17 Schneetage) war der diesjährige Dezember eine Enttäuschung. An 8 Schneetagen (normal 5 ), die diesen Namen eigentlich nicht verdienten, lag jeweils nur eine vernachlässigbar geringe Schneedecke.
Die Windmenge war mit November nicht zu vergleichen. Bis zum 9. traten schon 7 Tage in Folge mit Geschwindigkeiten über 30 km/h auf, im Gesamtmonat sogar 15 Tage. So wurde der Dezember zum windreichsten Monat des ganzen Jahres.
Gesamteindruck
Bei Temperaturen von bis zu 11°C war vom meteorologischen Winteranfang nichts zu merken. Doch erstmals, nach über einem Monat ohne Regen, begann es gegen Abend des 2. zumindest zu tröpfeln. Sehr stark fallender Luftdruck brachte uns in den folgenden Tagen weiteren, dringend benötigten Regen und recht heftige Sturmböen. Am 6. mischten sich in den Regen sogar nasse Schneeflocken, die aber am 7. bereits wieder in Regen übergingen. Diese regnerische Witterung setzte sich auch in den Folgetagen (am 10. leichter Schneefall) fort. Am 16. kam es zu einem massiven Luftdruckabfall (31 hPa innerhalb von 14 Stunden), was nicht nur heftige Regengüsse (26,8 l/m²), sondern auch kräftige Sturmböen (Orkantief „Joachim") mit sich brachte. Diese fielen allerdings weitaus nicht so kräftig aus, wie nach den Wetterdaten zu erwarten war. Am 20. setzte Schneefall ein, aber bereits am nächsten Tag war der Zauber wieder vorbei. Bei steigenden Temperaturen gingen die Aussichten auf weiße Weihnachten dem Nullpunkt entgegen. So war es dann schon wohltuend, dass es wenigstens an den Feiertagen nicht regnete. Auch der Schneefall am Vortag von Silvester konnte keine echte Winterlandschaft herbeizaubern, denn am Ende des Tages war fast alles wieder weggetaut. Mit erneutem Schneefall am 31., der dann in Regen überging, endete das Jahr.
Insgesamt betrachtet war der Monat deutlich zu warm, sehr stürmisch, extrem niederschlagsreich und zu sonnenarm.