16,2 °C
9,7 km/h

Monatsbericht Dezember 2007

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 0,4 °C ganz erheblich unter dem Schnitt (normal 1,5°C).

Es gab 29 kalte Tage (genau im Schnitt), 17Frosttage (normal 19) und 12 Eistage (normal 7).

Das Tagesmaximum von 11,9 °C wurde am 7. um 12 Uhr 35 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -7,3 °C am 19. um 7 Uhr 50.

Der Luftdruck wies diesen Monat extreme Schwankungen auf. Die Spanne reichte von 992 hPa bis 1041 hPa (Maximalwert des Jahres). Besonders krass war der Anstieg vom 10. zum 13. (Anstieg um 42,7 hPa)

Erwähnenswert:

Der Dezember war zweigeteilt. Er begann außergewöhnlich warm. So hatten wir bis zum 8. einen Schnitt von +6°C (zum Vergleich: 2005 im selben Zeitraum nur 0,7°C). Auch im weiteren Verlauf zeigte sich der Dezember zuerst wärmer als üblich (13 Tage in Folge über dem Schnitt). So traf uns auch der erste Frost des Monats erst am 14. Dann allerdings änderte sich das Bild grundlegend. Ein stabiles Hoch bescherte uns Tag und Nacht Minusgrade und so erwies sich die 2. Dezemberhälfte als deutlich zu kalt. Nicht überraschend daher die längste Dauerfrostperiode des Jahres vom 18. bis 27.

Die Sonnenscheindauer war auf Grund häufig ganztägiger Bedeckung sowie von 10 Nebeltagen recht mager. So verzeichneten wir nur an wenigen Tagen etwas mehr Sonnenschein (am 18. und 19. über 4 Stunden, am 29. sogar über 6 Stunden). Ganz anders der Dezember 2006, wo wir uns an 10 Tagen über 4 Stunden Sonne und mehr freuen konnten. Da fiel es schon unangenehm auf, dass dieses Jahr im Dezember an 24 Tagen die Sonne gar nicht oder nur für weniger als eine Stunde zu sehen war. Daher lag auch die Gesamt-Sonnenscheindauer bei dürftigen 31 Stunden (normal 45 Stunden).

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 50,6 l/m² unter dem üblichen Wert (16% weniger als normal). Den höchsten Tagesniederschlag mit 12,6Litern erzielten wir am 3. - zwischen 0 Uhr und 10 Uhr.

Mit 18Niederschlagstagen (normal 15) lagen wir dagegen etwas über dem Schnitt.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 2. um 20 Uhr 45 mit 63 km/h gemessen. (windgeschützte Lage)

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit war mit 9,7 km/h nicht mehr so hoch wie im November. Dabei blies der Wind vorherrschend aus Süd-Südwest

Interessant am Rande:

Ähnlich wie im Vormonat fielen auch im Dezember bis zum 9. bereits 56% des üblichen Niederschlags. Und es ging regnerisch weiter: Seit Monatsbeginn verzeichneten wir 13 Regentage in Folge. Erst am 14. wurde diese Niederschlagsserie für 15 Tage unterbrochen.

Erwähnenswert:

Durch das Zusammenspiel von relativ großer Kälte am Boden (Inversionswetterlage) und hoher Luftfeuchtigkeit bildete sich ab dem 20. eine große Menge an Rauhreif. . Dies ist ja an sich noch nicht ungewöhnlich, aber dass dadurch auf manchen Wegen (vor allem im Stadtteil Riedlingen) eine Reifschicht von bis zu 3cm entstand (es sah aus, als habe es geschneit), ist schon bemerkenswert. Echter Schneefall war diesen Monat praktisch Fehlanzeige (üblicherweise 5 Schneetage).

Auch beim Wind zeigte sich der Dezember zweigeteilt: die erste Monatshälfte war sehr windreich (an 3 Tagen mehr als 50 km/h,) die zweite Hälfte dagegen äußerst ruhig.

Gesamteindruck

Gleich zu Monatsbeginn stiegen die Temperaturen kräftig an. In gleichem Maße fiel der Luftdruck (Sturmtief „Fridtjof"), so dass wir am 2. heftige Windböen mit bis zu 63 km/h verkraften mussten. Am 3. nahm zwar die Windstärke geringfügig ab, doch dafür setzte heftiger Regen ein. In den nächsten Tagen ging es stürmisch (erneut Windgeschwindigkeiten über 40 km/h) und mit Regenschauern weiter. Obwohl bereits am 10. ein kräftiger Luftdruckanstieg einsetzte, hielt diese ungemütliche Witterung bis zum 13. an. Der Himmel wollte sich, dem extrem hohen Luftdruck zum Trotz, einfach nicht zeigen. Erst am 15. fegte der Wind die Wolken etwas beiseite und die Sonne ließ sich mal wieder für 2,5 Stunden sehen. Dafür ging es nun mit den Temperaturen bergab und wir verzeichneten am 15. den ersten Eistag. Bei vormittags noch bedecktem Himmel sorgte am 17. ein kalter Ostwind für Windchill-Temperaturen (gefühlte Temperatur) bis -7°C. Endlich bewirkte das konstante Hoch „Bernhilde" einen Witterungswechsel und kaltes, aber sonniges Winterwetter beherrschte das Bild. Auch ohne Schnee war die Landschaft am 20. über Nacht in Weiß getaucht: Nebel im Zusammenspiel mit tiefen Temperaturen hatte starke Reifbildung bewirkt und eine schöne Winterlandschaft herbeigezaubert.. So konnten wir auch ohne Schnee weiße Weihnachten feiern. Erstmals nach 9 Tagen ließ sich am 29. die Sonne wieder für gut 6 Stunden sehen. Mit leichtem Schneefall klang das Jahr aus.

Insgesamt betrachtet erwies sich der Monat in der ersten Hälfte als deutlich zu warm und niederschlagsreich. Die 2. Hälfte dagegen war ausgesprochen frostig und niederschlagsarm.

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