21,2 °C
9,7 km/h

Monatsbericht August 2006

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 15,1°C extrem unter dem langjährigen Schnitt von 19,1°C. Als Negativrekord ist zu nennen: Nur 15 warme Tage, lediglich 2 Sommertage (normal 14) und kein einziger Tropentag (normal 3).

Das Tagesmaximum von immerhin 28,6°C wurde am 19. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug 7,3°C am 13. um 5 Uhr 05.

Der Luftdruck schwankte zwischen 1001 hPa und 1026 hPa

Erwähnenswert:

Es war schon krass. Nach den Extremtemperaturen des Juli erfolgte ein regelrechter Absturz. Die Durchschnittstemperaturen lagen an jedem Tag des Monats unter dem Schnitt. Die Folge: Bis zum 16. war kein einziger Sommertag zu verzeichnen, das Wort Tropentag klang wie ein Fremdwort. Nicht ganz so schlimm, aber ähnlich schlecht zeigte sich lediglich der August 1987 (4 Sommertage, Schnitt 17,7°C) und 2005 (5 Sommertage, Schnitt 16,7°C)

Absolut ungewöhnlich: Am 13. August lag die Durchschnittstemperatur bei 11°C, so dass dieser Tag sogar als sog. Heizgradtag (ein Maß für die Notwendigkeit zu heizen) gezählt wurde.

Erstaunlich, dass dennoch 4 Gewitter zu vermelden waren. (normal 3)

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge übertraf mit 133,4 Litern außergewöhnlich den Schnitt (81% mehr als normal). Der höchste Tagesniederschlag mit 21,6 Litern fiel am 28. - schauerartig verteilt über den ganzen Tag.

Mit 26 Niederschlagstagen wurde ein neuer Rekord erreicht (normal 11).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 14. zwischen 15 und 17 Uhr mit 39 km/h erzielt. (windgeschützte Lage)

Die Windhäufigkeit war für den August auf Grund zahlreicher Tage mit starken Böen (15) relativ hoch. Die vorherrschende Windrichtung war Süd-Südwest

Interessant am Rande:

Nach 2 ungewöhnlich trockenen Monaten erwies sich der August wieder als extrem niederschlagsreich. Es gab nur 5 niederschlagsfreie Tage

Bemerkenswert:

Bis Monatsmitte ein Negativrekord auch beim Sonnenschein: nur 54 Stunden Sonne, also gerade mal 21% des Monats-Solls.

An 13 Tagen betrug die Sonnenscheindauer nur 3 Stunden oder weniger, an einem Tag (am 3.) schien die Sonne überhaupt nicht..

So unterschritt die Sonnenstundenzahl mit 136 deutlich den Schnitt (256)

Gesamteindruck

Was für ein Umschwung: Am 31. Juli noch 29,2°C, am 1. August nur noch 21,2°C, am 3. bereits mickrige 16,3°C. Zeit aber für Natur und Mensch, nach der Hitze des letzten Monats wieder durchzuatmen. Dieser Abwärtstrend setzte sich bei leichtem und am 4. heftigem Regen zunächst fort. Ab dem 6. ging es dann mit den Temperaturen für einen Tag leicht bergauf und auch die Sonne ließ sich länger sehen. Sommerlich war es dennoch keinesfalls. Im Gegenteil, bereits ab dem 8. sanken die Temperaturen bei Regenschauern erneut täglich ab, um am 13. den Tiefpunkt zu erreichen. Zögerlich zeigte sich ein allmählicher Anstieg der Temperaturen, der am 17. in den ersten Sommertag des Monats mündete, der erstmals auch 10 Stunden Sonnenschein aufweisen konnte. Bei zögerlicher Wetterbesserung wurde am 19. der zweite und letzte Sommertag des Monats erreicht, der allerdings mit Hagel und Sturmböen endete. Von da ab ging es bei ständigen Schauern mit den Temperaturen langsam aber sicher wieder bergab.

Insgesamt betrachtet war der Monat ein sommerlicher Totalausfall mit übermäßig vielen Regentagen und viel zu geringen Temperaturen.

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