14,3 °C
1,6 km/h

Monatsbericht April 2020

Temperatur und Luftdruck

Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 11,5 °C ganz erheblich über dem Schnitt (normal 9,6 °C).

Es gab 2 kalte Tage (normal 5), 5 Frosttage(normal 3), 19 warme Tage (normal 7) und einen Sommertag (genau im Schnitt)

Das Tagesmaximum von 25,1 °C wurde am 17. um 16 Uhr 25 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-4,6 °C am 1. um 7 Uhr 05.

Der Luftdruck bewegte sich bis zum 24. im Hochdruckbereich, was zu einem Schnitt von 1016,9 hPa führte

Erwähnenswert:

Die erste Aprilwoche zählte mit einem Schnitt von nur 5.5 Grad zu den kältesten Monatsanfängen seit dem Jahr 2000. Doch bereits ab dem 6. April ging es rasant bergauf und wir erlebten ein völlig april-untypisches Wetter mit täglichem Sonnenschein und keinerlei Niederschlag. Damit setzte der April die Serie der zu warmen Monate dieses Jahres fort und wurde zum dritt-wärmsten April.

So wundert es niemanden, dass das Thema Sonnenschein groß geschrieben wurde. Wir waren zwar von der Rekord-Sonnenscheinzeit des April 2007 mit 325 Stunden weit entfernt, doch es wurden dennoch erstaunliche Werte erreicht. 17 Tage mit 10 bis 12 Stunden Sonnenschein sind im April schon ungewöhnlich. Dazu kommt, dass es keinen Tag ganz ohne Sonnenschein gab. Die Ausbeute ergab mit 272 Sonnenstunden (normal 160) ein Plus von 70%.

Niederschlag und Wind

Die Niederschlagsmenge lag mit 23,2 l/m² erheblich unter dem Schnitt (nur 44 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit 11,2 Litern pro Quadratmeter erzielten wir am 18. bei einem heftigen Schauer zwischen 18 Uhr und 18 Uhr.

Mit nur 4 Niederschlagstagen lagen wir extrem unter dem Schnitt (normal 12).

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 21. um 14 Uhr 15 mit 40km/h gemessen (windgeschützte Lage).

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 7,8km/h relativ niedrig und der Wind wehte überwiegend aus Osten

Interessant am Rande:

Im April wurde das Thema Trockenheit nach zweimonatiger Pause zu einem echten Problem. Bereits seit dem 30. März war kein Tropfen Niederschlag gefallen und das dauerte bis zum 18. April an. Damit erlebten wir mit über 19 Tagen die im bisherigen Jahresverlauf längste Trockenperiode. Wenig verwunderlich, dass die Waldbrandgefahr hohe Werte erreichte und auch die Landwirte Probleme bekamen. Unerreicht bleibt trotzdem der April 2007, in dem nur 1,6 l/m/² Regen fielen.

Die Windmenge war für April niedrig, auch wenn 7 Sturmtage (normal 4) auftraten.

Gesamteindruck

Der April startete in den ersten Tagen zwar mit Nachtfrost, dafür aber mit ganztägigem Sonnenschein. Nur die niedrigen Tagestemperaturen trübten das Bild. Doch ab dem 5. April ging es dank eines kräftigen Hochs über Osteuropa täglich bergauf und am 7. April erreichte das Thermometer 23 Grad, der Frühling war voll angekommen. Diese hoch erfreuliche Wetterlage erreichte am Ostersonntag mit 23,9 Grad ihren Höhepunkt, nur getrübt durch die wegen Corona auferlegten Beschränkungen. Einen erheblichen Temperatursturz von 23 Grad auf nur 8 Grad verursachte am 14. April eindringende Kaltluft aus dem Norden, die sogar zu zwei Tagen mit Nachtfrost führte. Doch drei Tage später war der Spuk vorbei und wir erzielten den ersten Sommertag des Jahres. Da ließ das erste Gewitter des Frühjahrs am 18. April dann nicht auf sich warten, verbunden mit dem ersten kräftigen Regenschauer des Monats. Das war aber trotzdem nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn unser „Sonnen-Hoch“ führte weiterhin zu ganztägigem Sonnenschein, wobei heftiger Wind die Böden enorm austrocknete. Seit Tagen fallender Luftdruck kündigte einen Wetterwechsel an und ab dem 28. April kam es endlich zum ersehnten Regen, wenn auch in überschaubarer Menge.

Insgesamt betrachtet war der April ein wunderschöner, sonniger und damit viel zu warmer Frühlingsmonat mit extrem wenig Niederschlag.

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