22,3 °C
4,8 km/h

Jahresbericht 2014

Temperatur

Das Jahr liegt mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 °C erheblich über dem Schnitt von 9,6 °C, es war das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn.

Das Temperaturmaximum von 35,0 °C wurde am 9.6. um 16 Uhr 20 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -12,2 °C am 29.12. um 0 Uhr 20. Das Jahr wies bis jetzt 5 Eistage, 45 Frosttage, 10 heiße Tage und 47 Sommertage auf. Die längste Dauerfrostperiode reichte vom 26.12. bis 30.12. (4 Tage und 2 Stunden)

Niederschlag

Der Gesamtniederschlag von 758,6 Litern liegt etwas unter dem Schnitt von 782,2 Litern. Die Zahl von 169 Niederschlagstagen liegt nahezu im Schnitt (normal 167).

Der höchste Tagesniederschlag mit 49,4 Litern fiel am 26.8. - bei bei einem Starkregen zwischen 19 und 22 Uhr, der höchste Niederschlag pro Stunde trat am 26.5. auf mit 25,8 Litern.

An 10 Tagen fielen mehr als 20 Liter Niederschlag.

Die längste Trockenperiode reichte vom 23.3. bis 8.4. ( 15 Tage und 15 Stunden ).

Luftdruck

Das Luftdruckmaximum von 1038,0 hPa wurde am 30.12. um 3 Uhr 55 erreicht, das Minimum betrug 991,6 hPa am 10.2. um 15 Uhr.

Die maximale Luftdruckänderung am Tag betrug 31,9 hPa am 28.12., die maximale Änderung pro Stunde 4,1 hPa am 21.10.

Wind

Die maximale Windgeschwindigkeit von 56,5 km/h wurden am 21.10. um 20 Uhr 35 er­reicht.

Auffälligkeiten

Die hier genannten Werte beziehen sich immer auf den Aufzeichnungsbeginn (1983 bis jetzt)

Der März war der zweit-trockenste März nach März 1984 . Der Juni war der zweit-trockenste Juni nach Juni 2003 und wies mit 35 Grad die höchste Maximaltemperatur auf. Der Juli war mit 154,8 l/m² der niederschlagsreichste Juli. Der September war der zweit-sonnenärmste Monat nach September 2007. Der Oktober war zusammen mit Oktober 1995 der zweit-sonnenärmste Monat. Der November wies keinen Frost auf. Der Dezember war der zweit-sonnenärmste Monat nach Dezember 2004

Gesamteindruck

Der Januar war viel zu warm, schneearm und wies in der 2. Hälfte extremen Sonnenscheinmangel auf. Der Februar war ebenfalls extrem warm, ohne nennenswerten Schneefall und wies erheblichen Niederschlagsmangel auf. Der März war deutlich zu warm, äußerst trocken und sehr sonnenreich. Der April war erneut erheblich zu warm, sonnig und extrem trocken. Der Mai zeigte sich zu kühl, sehr wechselhaft und wies zu wenig Sonnenschein auf. Der Juni war ein schöner Sommermonat mit hohen Temperaturen, kaum Niederschlag und erfreulich viel Sonnenschein. Der Juli war von der Temperatur her ein ordentlicher Sommermonat, allerdings sehr sehr wechselhaft und unbeständig und er wies extrem hohen Niederschlag auf. Der August war im ersten Drittel hochsommerlich warm, insgesamt aber trotzdem zu kalt und sonnenscheinarm. Der September erwies sich als etwas zu warm, recht unbeständig und sehr sonnenarm. Der Oktober war überdurchschnittlich warm, niederschlagsreich und erneut sehr sonnenarm. Der November war außerordentlich warm, niederschlagsarm und wies extrem wenig Sonnenschein auf (sonnenärmster Monat). Der Dezember war insgesamt deutlich zu warm, wies sehr wenig Sonnenschein auf und brachte in den letzten Tagen erhebliche Schneemengen.

Bilanz jahreszeitlich

Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)

  • mit 92 l/m² lag der Niederschlag dieses Winters extrem unter dem Schnitt (normal 165 l/m²), es war der niederschlagsärmste Winter seit 1983
  • die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit +2,6 °C ganz erheblich über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,8 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter +3,5 °C)
  • dies zeigt sich an den Kenntagen: nur 3 Eistage (normal 23) und 46 Frosttage (normal 59)
  • nur 5 Schneetage (normal 16)
  • 10 stürmische Tage (Schnitt 12)
  • mit 192 Stunden Sonnenschein lagen wir über dem Schnitt (normal 162 Stunden), zurückzuführen auf die etwas sonnenreicheren Monate Dezember und Januar
  • Fazit:
  • Es war ein extrem warmer Winter (wärmster Winter seit 1990) mit massivem Niederschlagsmangel und leichtem Sonnenüberschuss.

Frühjahrsbilanz (März/April/Mai)

  • es war mit nur 119 l/m² ein extrem trockenes Frühjahr (normal 191 l/m² ), insbesondere verursacht durch den niederschlagsarmen März
  • mit 10,9 °C war dieses Frühjahr ein warmes Frühjahr, zurückzuführen auf den äußerst warmen März und April (normal 9,7°C, kältestes Frühjahr 7,8°C, wärmstes Frühjahr 11,2°C).
  • 27 „warme Tage“ (normal 21), 5 Sommertage (normal 6), ein heißer Tag (normal keiner) und nur 5 Frosttage (normal 16)
  • 16 stürmische Tage (normal 11) übertrafen den Schnitt
  • der Sonnenschein des Frühjahrs lag im üblichen Bereich, wobei der März mit einem Mehr von 55% Spitzenreiter war, der Mai allerdings ein Defizit von 21% aufwies. Mit einer Sonnenscheindauer von 532 Stunden wurde das übliche Maß (485 Stunden) überschritten

Fazit:

Das Frühjahr erwies sich als extrem trocken, warm und wies einen leichten Sonnenüberschuss auf.

Sommerbilanz (Juni/Juli/August)

  • mit 329 l/m² lag der Niederschlag erkennbar über dem Schnitt (normal 249 l/m²), die Zahl der Niederschlagstage dagegen mit 38 leicht unter dem Schnitt ( normal 41)
  • die Durchschnittstemperatur der Sommermonate lag mit 18,2 °C unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 18,4 °C, kältester Sommer 17,3 °C, wärmster Sommer 21,6 °C)
  • 79 „warme Tage“ (normal 75), 38 Sommertage (normal 40), 9 heiße Tage (genau im Schnitt), 647 Sonnenstunden (normal 656 Stunden)
  • 11 stürmische Tage (normal 8)
  • 11 Gewitter (normal 12)

Fazit:

Es war auf Grund des zu kalten August (kein einziger heißer Tag) ein etwas kühler Sommer, obwohl Juni und Juli einen Temperaturüberschuss aufwiesen. Einem extrem trockenen Juni standen der viel zu nasse Juli und August gegenüber. Die Sonnenstundenzahl war auf Grund des sonnenarmen August etwas zu gering.

Herbstbilanz (September/Oktober/November)

  • es war trotz des trockenen Novembers ein niederschlagsmäßig ausgeglichener Herbst mit 175 l/m² (normal 177 l/m²)
  • die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 10,9 °C erheblich über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,4 °C, kältester Herbst 7,5 °C, wärmster Herbst 11,1 °C), es war zusammen mit Herbst 1987 der zweitwärmste Herbst
  • 23 warme Tage (normal 15), 4 Sommertage (normal 3) sowie 30 kalte Tage (genau im Schnitt) und kein einziger Frosttag (normal 13)
  • nur 4 stürmische Tage (normal 7)
  • lediglich 212 Sonnenstunden (normal 329 Stunden) auf Grund des sonnenarmen Septembers und extrem trüben Novembers

Fazit:

Der Herbst war vom Niederschlag her ausgeglichen, zeigte sich aber überdurchschnittlich warm und extrem sonnenarm.

Gesamtbilanz

Jahresbilanz 2014

Das Jahr wies einen, wenn auch geringen Niederschlagsmangel auf

  • vier niederschlagsreichen Monaten (davon die Monate Juli und August extrem) standen acht niederschlagsarme Monate (davon der März extrem) gegenüber

Letztlich war dadurch das Niederschlags-Soll von 782 l/m² mit 758,6 l/m² nur mäßig unterschritten.

Die Temperaturverteilung brachte dieses Jahr erstaunliche Ergebnisse zustande.

  • zehn Monate lagen über dem Schnitt, dabei Januar, Februar, März und Dezember extrem
  • nur zwei Monate lagen unter dem Schnitt, nämlich der Mai und ausgerechnet der Sommermonat August

So wies das Jahr letztlich mit 10,8°C eine Rekordtemperatur auf (normal 9,6°C). Seit Aufzeichnungsbeginn wurde ein derartiger Jahresschnitt noch nicht erreicht.

Einige Extreme des Jahres sollen erwähnt werden:

  • es war ein sonnenarmes Jahr mit nur 1543 Stunden Sonne (normal 1627). Abgesehen von den sonnigen Monaten März und Juni waren sieben Monate zu sonnenarm, davon September (nur 64%), November (nur 52%) und Dezember (nur 68%) besonders auffallend
  • der Juni wies mit 35,0 Grad die höchste in einem Juni-gemessene Temperatur auf.
  • der Juli war mit 154,8 l/m² der niederschlagsreichste Juli seit 1983

Was lässt sich über das Gesamtjahr aussagen?

  • es lag mit 169 Niederschlagstagen (normal 167) recht gut im Schnitt, wobei viele Tage nur durch Nebelnässen zustande kamen
  • die Zahl der Sommertage lag mit 47 nahezu im Schnitt (normal 50), die Zahl der heißen Tage (Tropentage) war mit 10 etwas höher (normal 9)

Warum war dann aber das Jahr viel zu warm, wenn die Zahl der Sommer- und Tropentage ziemlich im Schnitt lagen? Der Grund liegt bei den Frost- und Eistagen.

  • nur 110 kalte Tage (normal 134), nur 45 Frosttage (normal 87) und lediglich 5 Eistage (normal 26)
  • die Zahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 30 km/h war mit 48 höher als normal (38)

Fazit:

Das Jahr war viel zu warm (neuer Rekord für Donauwörth, aber auch bundesweit) und die Zahl der Sonnenstunden ließ deutlich zu wünschen übrig.

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