Temperatur
Das Jahr liegt mit einer Durchschnittstemperatur von 9, 2 °C unter dem Schnitt von 9,6°C. Schuld daran sind die kalten Monate Januar bis März.
Das Temperaturmaximum von 33,3 °C wurde am 20.8.. um 16 Uhr 55 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -17,3 °C am 10.1. um 8 Uhr 05. Das Jahr wies bis jetzt 34 Eis-, 91 Frosttage, 8 Tropen- und 49 Sommertage auf. Die längste Dauerfrostperiode reichte vom 1.1. bis 15.1. (fast.14 Tage)
Niederschlag
Der Gesamtniederschlag von 769,6 Litern liegt nur geringfügig unter dem langjährigen Schnitt von 782,2 Litern. Die Zahl von 198 Niederschlagstagen übertrifft dagegen deutlich den Schnitt (162).
Der höchste Tagesniederschlag mit 30 Litern fiel am 23.6..– verteilt über den ganzen Tag , der höchste Niederschlag pro Stunde trat auf am 17.7. mit 21 Litern.
An 6 Tagen fielen mehr als 20 Liter Niederschlag.
Die längste Trockenperiode reichte vom 6.4. bis 16.4. (ca. 10 Tage ).
Luftdruck
Das Luftdruckmaximum von 1036,5 hPa wurde am 11.1. um 9 Uhr 15 erreicht, das Minimum betrug 976,7 hPa am 23.1. um 15 Uhr 15.
Die maximale Luftdruckänderung am Tag betrug 23,8 hPa am 23.3., die maximale Änderung pro Stunde 3,7 hPa am 12.5.
Wind
Die maximale Windgeschwindigkeit von 67,6 km/h wurden am 9.5. um 21 Uhr 40 erreicht.
Auffälligkeiten
Die hier genannten Werte beziehen sich immer auf den Aufzeichnungsbeginn (1983 bis jetzt)
Der Januar war mit 103 Stunden Sonne der sonnigste Monat und mit -3,7°C der zweit-kälteste Monat nach Januar 1985 (-4,9°C). Der März war einer der sonnenärmsten Monate. Der April war mit einem Schnitt von 12,1° C der zweit-wärmste Monat nach April 2007. Der August war der zweit-trockenste Monat nach August 1990. Auch der September erwies sich als der zweit-trockenste Monat nach September 2006. Der Oktober wies mit 26,1°C die höchste Maximaltemperatur auf sowie den frühesten Schneefall.
Gesamteindruck
Der Januar war ein sehr kalter, überaus sonniger und recht trockener Monat. Der Februar war ebenfalls winterlich kalt bei zahlreichen Schneefällen und etwas wenig Sonne. Der März war zu kalt, niederschlagsreich und extrem sonnenarm. Der April zeigte sich extrem warm, sonnig und viel zu trocken. Der Mai war durchschnittlich warm bei sehr hohem Niederschlag und einer enormen Gewitterneigung. Der Juni war zu kalt, zu nass und sehr sonnenarm. Der Juli war extrem wechselhaft, zu kühl und zu sonnenarm.. Der August war ein heißer, überaus sonniger und trockener Sommermonat. Der September war ein warmer, trockener Monat mit eher sommerlichem Einschlag. Der Oktober war ein kühler Monat mit wenig Sonne und zahlreichen Regentagen. Der November zeigte sich bei ausgeglichenem Niederschlag deutlich zu warm und trotz zahlreicher Nebeltage relativ sonnig. Der Dezember erwies sich als winterlich kalt, sehr sonnenarm und zu nass.
Bilanz jahreszeitlich
Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)
- es war mit 134 l/m² (normal 162 l/m²) ein niederschlagsärmerer Winter
- die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit -1,3 °C erheblich unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,9 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter +3,5 °C)
- dies zeigt sich auch daran: 33 Eistage (normal 23) und 77 Frosttage (normal 59)
- 22 Schneetage (normal 15)
- 12 stürmische Tage (genau im Schnitt)
- insgesamt übertrafen die Wintermonate mit 234 Stunden Sonnenschein den Schnitt ganz erheblich (normal 162 Stunden)
Fazit : Es war ein strenger, schneereicher Winter mit viel Sonnenschein.
Frühjahrsbilanz (März/April/Mai )
- es war mit 243 l/m² ein feuchtes Frühjahr (normal 196 l/m² ) bei einer, wie im Vorjahr, sehr ungleichmäßigen Verteilung des Niederschlags. Einem sehr niederschlagsarmen Januar und April stand ein extrem niederschlagsreicher März und Mai gegenüber
- es war ein warmes Frühjahr, denn die Durchschnittstemperatur der Frühjahrsmonate lag mit 10,1°C erkennbar über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,7°C, kältestes Frühjahr 7,8°C, wärmstes Frühjahr 11,2°C)
- 33 „warme Tage“, beachtliche 6 Sommertage, ein Tropentag und nur noch 7 Frosttage
- 23 stürmische Tage (normal 9), also ein recht windreiches Frühjahr, hervorgerufen vor allem durch den sehr windreichen März
- es war ein sehr sonnenarmes Frühjahr: Mit einer Sonnenscheindauer von nur 518 Stunden wurde das übliche Maß (620 Stunden) deutlich unterschritten, trotz des sehr sonnigen Aprils
Fazit: Das Frühjahr erwies sich niederschlagsmäßig als feucht, deutlich zu warm bei einer zu geringen Sonnenscheindauer.
Sommerbilanz (Juni/Juli/August)
- mit 231 l/m² lag der Niederschlag geringfügig unter dem Schnitt (normal 249 l/m²), die Zahl der Niederschlagstage bewegte sich noch im üblichen Rahmen: 48 statt normal 42
- die Durchschnittstemperatur der Sommermonate lag mit 17,9 °C leicht unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 18,4 °C, kältester Sommer 17,3 °C, wärmster Sommer 21,6 °C)
- 78 „warme Tage“, 37 Sommertage, 6 Tropentage, 679 Sonnenstunden (normal 656 Stunden)
- 22 stürmische Tage (normal 6)
- 15 Gewitter (normal 12)
Fazit: Nach einem warmen Frühjahr war es ein eher etwas kühler Sommer mit sehr ungleich verteilten Niederschlägen, aber einer hohen Zahl von Sonnenstunden.
Herbstbilanz (September/Oktober/November)
- es war, vor allem auf Grund des sehr trockenen Septembers, ein niederschlagsarmer Herbst mit nur 130 l/m² (normal 177 l/m²)
- die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 9,8 °C über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,4 °C, kältester Herbst 7,5 °C, wärmster Herbst 11,1 °C)
- erstaunliche 23 warme Tage, 6 Sommertage und nur 30 kalte Tage sowie 12 Frosttage
- nur 286 Sonnenstunden (normal 329 Stunden) auf Grund des sonnenarmen Oktobers
Fazit: Der Herbst war warm und eher etwas niederschlagsarm bei zu wenig Sonnenschein.
Gesamtbilanz
Das Jahr zeigte erwartungsgemäß eine unterschiedliche Niederschlagsverteilung:
- vier niederschlagsarmen Monaten (davon die Monate August und September besonders extrem) standen fünf niederschlagsreiche Monate (davon März und Mai extrem) gegenüber
- drei Monate (Februar, Oktober, und November) lagen etwa im üblichen Wertebereich
So entsprach der Niederschlag letztlich im Gesamtjahr recht genau dem Soll.
Nicht ganz ausgeglichen zeigte sich die Temperaturverteilung:
- vier Monate (April, August , September und November) lagen über dem Schnitt (davon der April extrem), die restlichen Monate darunter (davon Januar und Februar erheblich) oder im Schnitt.
Einem zu kalten ersten Halbjahr (vor allem wegen des extrem kalten Januars) stand ein etwas wärmeres zweites Halbjahr gegenüber.
Das Jahr insgesamt zeigte sich mit 9,2°C etwas zu kühl (normal 9,6°C), wenn man die letzten 25 Jahre zugrunde legt. Nimmt man allerdings den vom DWD verwendeten Schnitt der Jahre 1960 – 1990 als Maß (Schnitt 8,0°C), so war das Jahr, wie alle Jahre, deutlich zu warm.
Einige Extreme des Jahres sollen erwähnt werden:
- Rekordsonnenschein im Januar mit 103 Stunden
- zweit-kältester Januar (Schnitt: -3,7°C) nach Januar 1985 (Schnitt: -4,9°C)
- zweit-wärmster April (Schnitt 12,1°C) nach April 2007 (12,9°C)
- mit 26,4 l/m² zweit-trockenster August nach August 1990 mit 19 l/m²
- mit 19,6 l/m² zweit-trockenster September nach September 2006 mit 7 l/m²
- ein Tropentag im September (32,2°C), gleichzeitig höchste Maximaltemperatur eines Septembers
- mit 26,1°C ein Sommertag im Oktober (gleichzeitig höchste Maximaltemperatur eines Oktobers)
Fazit: Die extremen Wetterlagen nehmen zu, auch eine Folge des Klimawandels.
Was lässt sich über das Gesamtjahr aussagen?
- eine relativ hohe Zahl von 198 Niederschlagstagen (normal 159) bei einer insgesamt ausgeglichenen Niederschlagsmenge von 770 l/m² (normal 784 l/m²)
- die Zahl der Sommer- und Tropentage lag recht gut im Schnitt
- Frosttage lagen im Schnitt, Zahl der Eistage (mit 34) eher hoch
- die Zahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 30 km/h (70 Tage ) wies erneut eine steigende Tendenz auf