22,3 °C
4,8 km/h

Jahresbericht 2007

Temperatur

Das Jahr liegt mit einer Durchschnittstemperatur von +9,9 °C über dem Schnitt von 9,6°C.

Das Temperaturmaximum von 34,9 °C wurde am 15.7. um 17 Uhr 10 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -8,6 °C am 26.1. um 8 Uhr 20. Das Jahr wies bis jetzt 15 Eis-, 65 Frosttage, 7 Tropen- und 53 Sommertage auf. Die längste Dauerfrostperiode reichte vom 18.12.. bis 27.12. (ca. 9 Tage)

Niederschlag

Der Gesamtniederschlag von 799 Litern übertrifft den langjährigen Schnitt von 784 Litern nur geringfügig. Die Zahl von 205 Niederschlagstagen übersteigt dagegen den Schnitt. (158) ganz erheblich.

Der höchste Tagesniederschlag mit 71,6 Litern fiel am 29.5. - verteilt über den Tag , der höchste Niederschlag pro Stunde dagegen am 23.8. mit 12,8 Litern.

An 4 Tagen fielen mehr als 20 Liter Niederschlag.

Die längste Trockenperiode reichte vom 4.4. bis 24.4. (20 Tage ).

Luftdruck

Das Luftdruckmaximum von 1040,8 hPa wurde am 19.12.. um 22 Uhr 15 erreicht, das Minimum betrug 991 hPa am 19.3. um 13 Uhr 30.

Die maximale Luftdruckänderung am Tag betrug 22,3 hPa am 18.3., die maximale Änderung pro Stunde 3,5 hPa am 14.5.

Wind

Die maximale Windgeschwindigkeit von 74 km/h wurden am 18.1.um 18 Uhr 50 er­reicht.

Auffälligkeiten

Die hier genannten Werte beziehen sich immer auf den Aufzeichnungsbeginn (1983 bis jetzt)

Der Januar war der wärmste und windreichste Monat. Der Februar war der zweitwärmste Monat. Der April war der sonnenreichste, wärmste und trockenste Monat mit der längsten Trockenperiode. Der Mai wies die höchste Tages-Niederschlagsmenge (71,6 l/m² am 29.) auf und den zweithöchsten Monats-Niederschlag. Der Oktober war der zweittrockenste Oktober nach 1985

Gesamteindruck

Der Januar war ein eher trüber, viel zu warmer Monat mit zahlreichen Niederschlagstagen. Der Februar war erneut erheblich zu warm und auf weite Strecken recht sonnig. Der März war in der ersten Hälfte sehr warm und sonnig, dann folgte ein einwöchiger Wintereinbruch. Der April war extrem trocken, warm und sonnig. Der Mai zeigte sich zweigeteilt: zunächst zu kühl und sehr windig, dann ausgesprochen sommerlich mit einem hohen Gesamtniederschlag. Der Juni erwies sich bei wechselhafter Witterung als schöner Sommermonat mit zahlreichen Niederschlagstagen. Der Juli war zweigeteilt: die erste Monatshälfte zu kalt, die zweite sommerlich, aber mit wenig Sonne. Wegen der kalten ersten Wochen war der August ein eher kühler Sommermonat mit zu wenig Sonne und sehr viel Niederschlag. Der September brachte sommerliche, aber auch ausgesprochen kalte Tage bei zu wenig Sonnenschein und zahlreichen Regentagen. Der Oktober war zunächst sehr warm, sonnenreich und trocken, im letzten Drittel aber deutlich zu kalt. Der November war viel zu kalt bei wenig Sonnenschein und zahlreichen Niederschlagstagen. Der Dezember erwies sich zweigeteilt: die erste Hälfte deutlich zu warm, die 2. Hälfte sehr kalt. Kennzeichnend ein Mangel an Schnee und Sonne.

Bilanz jahreszeitlich

Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)

  • es war ein eher trockener Winter mit 145 l/m² (normal 163 l/m²)
  • die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit +3,5 °C in noch nicht dagewesenem Ausmaß über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,9 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter bisher +3,5 °C)
  • dies zeigt sich besonders auch daran: nur 7 Eistage (normal 23) und 41 Frosttage (normal 59)
  • die Zahl von lediglich 5 Schneetagen (normal 16) spricht für sich
  • dafür aber 33 stürmische Tage (normal 10)
  • insgesamt übertrafen die Wintermonate mit 189 Stunden Sonnenschein den Schnitt (normal 157 Stunden)

Fazit: Es war ein stürmischer, niederschlagsarmer Winter mit den wärmsten, jemals gemessenen Temperaturen.

Frühjahrsbilanz (März/April/Mai)

  • es schien zunächst ein recht trockenes Frühjahr zu werden, doch die starken Regenfälle der letzten Maitage sorgten für einen Ausgleich: 197 l/m² (normal 192 l/m²)
  • die Durchschnittstemperatur der Frühjahrsmonate stellte mit 11,2 °C einen neuen Rekord auf: es war das wärmste, bisher aufgetretene Frühjahr (zum Vergleich: normal 9,6°C, kältestes Frühjahr 7,8°C, wärmstes Frühjahr 11,2°C)
  • 31 „warme Tage“, 15 Sommertage, ein Tropentag, 727 Sonnenstunden (im Vorjahr 509 Stunden)
  • 24 stürmische Tage (normal 8), also ein sehr windreiches Frühjahr
  • es war ein ungeheuer sonniges Frühjahr: Mit einer Sonnenscheindauer von 725 Stunden wurde das übliche Maß (583 Stunden) erheblich übertroffen

Fazit: Das Frühjahr erwies sich als niederschlagsmäßig ausgeglichen, sehr warm, zu windreich und überaus sonnig.

Sommerbilanz (Juni/Juli/August)

  • es war wegen des regenreichen Juni und August ein Sommer mit erhöhten Niederschlagswerten: 306,2 l/m² (normal 248 l/m²) wobei auch die Zahl der Niederschlagstage relativ hoch war: 58 statt normal 41
  • die Durchschnittstemperatur der Sommermonate lag mit 17,8 °C unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 18,4 °C, kältester Sommer 17,3 °C, wärmster Sommer 21,6 °C)
  • 69 „warme Tage“, 38 Sommertage, 6 Tropentage, 659 Sonnenstunden (im Vorjahr 755 Stunden)
  • 17 stürmische Tage (normal 4)
  • 11 Gewitter (normal 13), darunter ein sehr heftiges am 23.8.

Fazit: Nach dem zu warmen Winter und Frühjahr war es ein eher kühler, niederschlagsreicher und sonnenarmer Sommer, dem eine beständige Schönwetterperiode fehlte.

Herbstbilanz (September/Oktober/November)

  • es war, vor allem auf Grund des extrem niederschlagsarmen Oktober, ein trockener Herbst mit nur 127 l/m² (normal 181 l/m²)
  • die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 7,5 °C erheblich unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,3 °C, kältester Herbst 7,5 °C, wärmster Herbst 11,1 °C); damit war dieser Herbst der kälteste seit meinem Aufzeichnungsbeginn 1983
  • 12 warme Tage, kein Sommertage, dafür 40 kalte Tage und bereits 16 Frosttage
  • 254 Sonnenstunden (im extrem schönen Herbst des Vorjahrs 362 Stunden)

Fazit: Der Herbst war trocken, aber deutlich zu kalt.

Gesamtbilanz

Das Jahr wies einige Extreme in der Niederschlagsverteilung auf:

  • Mai und August extrem niederschlagsreich
  • April und Oktober extrem niederschlagsarm

Obwohl der Gesamtniederschlag annähernd normal war, verzeichneten wir die höchste Zahl an Niederschlagstagen, nämlich 205 Tage mit Niederschlag oder Nebelnässen.

Bei der Temperaturverteilung zeigte sich eine Zweiteilung:

  • Januar bis Juni lagen in Folge über dem Schnitt, es war also ein recht warmes erstes Halbjahr
  • Juli bis Dezember dagegen lagen in Folge unter dem Schnitt

Insgesamt war das Jahr zu warm, aber nicht auf Grund eines heißen Sommers, sondern wegen des viel zu warmen Winters, wie die nachfolgenden Werte zeigen:

  • nur 15 Eistage statt normal 26
  • nur 64 Frosttage statt normal 87

Damit wurde dieses Jahr nach 2000, das 10,5°C aufwies, eines der wärmsten Jahre.

Es war aber auch ein Jahr mit einigen markanten Einzelereignissen:

  • der Orkan Kyrill am 18. Januar verursachte große Schäden
  • der Januar war mit 4,1°C der wärmste Monat seit Aufzeichnungsbeginn
  • der Februar war (zusammen mit Februar 1990)der zweitwärmste Februar
  • der April war der wärmste, trockenste (1,6 l/m²)und sonnigste April (325 Stunden Sonne)
  • der Mai brachte die höchste Tagesniederschlagsmenge von 71,6 l/m² und war der regenreichste Monat nach Mai 1985
  • der Oktober war der zweittrockenste Oktober nach Oktober 1985

Fazit: Ein viel zu warmes Jahr mit einer Häufung von Extremwerten im ersten Halbjahr

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